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Stellten die Kooperation vor  (v.l.): Florian Brändle und Claus Rauschmeier vom Klinikum Penzberg mit Marie-Luise Kribitzsch und Prof. Okan Ekinci vom Biotechnologie-Unternehmen Roche.

Einsatz von Roche-Computerprogramm „Navify“

Roche und Klinik Penzberg: Gemeinsam im Kampf gegen den Krebs

Die Therapie von Krebspatienten entscheidend verbessern: Das ist das Ziel einer neuen Zusammenarbeit zwischen Roche und dem Klinikum Penzberg. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland kommt am Penzberger Krankenhaus das Computerprogramm „Navify“ zum Einsatz.

VON FRANZISKA SELIGER

Penzberg – Ein „Tumorboard“: Das ist einerseits eine Form der Konferenz, bei der zum Beispiel am Penzberger Krankenhaus Ärzte verschiedenster Disziplinen an einem Tisch sitzen und über die beste Therapie für einen Krebspatienten beraten. Ein „Tumorboard“ kann aber auch ein Computerprogramm sein, das mit Patientendaten, wissenschaftlichen Studien und Therapien gefüttert ist und Ärzte dabei unterstützt, für jeden Krebspatienten die individuell beste Therapie zu finden. So ein Programm namens „Navify“ hat das Unternehmen Roche entwickelt.

Penzberger Klinik eine der ersten in Deutschland mit „Navify“

Das Penzberger Krankenhaus ist laut Johannes Ritter, Leiter der Kommunikation am Roche-Standort Penzberg, nun „eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland“, in der dieses „Tumorboard“-Programm zum Einsatz kommt. Hier soll es den Ärzten dabei helfen, aus der immer größer werdenden Flut an Daten über Behandlungsmöglichkeiten und aktuellen Studien zu den verschiedenen Krebsarten schnellstmöglich die beste Therapie für den einzelnen Patienten zu finden.

„Das Navify-Tumorboard bietet uns die Möglichkeit, Befunde und Dokumente aus verschiedensten Quellen übersichtlich zusammenzustellen, die den beteiligten Behandlern dann in strukturierter Form zur Verfügung stehen“, erläuterte Florian Brändle, Ärztlicher Direktor am Klinikum Penzberg, die Möglichkeiten bei der Vorstellung von „Navify“„ im Penzberger Krankenhaus. Durch die umfassenden Daten werde die Entscheidung über die Art der Weiterbehandlung des Patienten erleichtert.

Ziel ist bestmögliche Behandlung von Krebspatienten

Ziel der regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen im Klinikum Penzberg ist für Claus Rauschmeier, Geschäftsführer am Krankenhaus, die bestmögliche und auf den aktuellsten medizinischen Erkenntnissen basierende Patientenversorgung. „Ein Grund, nach modernen digitalisierten Tools zu suchen“, so Rauschmeier. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Roche und mit Hilfe von Navify wollen wir während der Tumorkonferenzen und für die Vor- und Nachbereitung einen schnellen und umfänglichen Zugriff auf alle zentralen Patientendaten sowie die digitale Zusammenführung aller Dokumente ermöglichen.“ Denn in der Krebsbehandlung sei Zeit mitunter ein wesentlicher Faktor, so Brändle, der Navify nach den ersten Wochen im Einsatz schon als „wesentliche Unterstützung für uns“ bezeichnete.

Roche-Computerprogramm gibt Ärzten Hilfestellung

Wie Okan Ekinci vom Roche-Standort in den USA erläuterte, könne die Software durch integrierte Applikationen den Ärzten Hinweise zu neuen Studien und hilfreichen Publikationen zur jeweiligen Krebsart liefern. Ziel der Kooperation von Roche und dem Klinikum Penzberg, die sich durch die jährlich stattfindende Veranstaltung der „Penzberger Sprechstunde“, kontinuierlich intensiviert habe, sei es, die datenbasierte personalisierte Medizin in der Tumor-Behandlung weiter zu entwickeln.

Über 18 Monate werde nun zunächst ein Projektteam aus IT-Spezialisten und Onkologie-Experten im Routinebetrieb die Daten- und Anwendungsparameter entwickeln, evaluieren und nachjustieren. Im nächsten Schritt soll „Navify“ gemeinsam weiterentwickelt werden.

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