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Zum „Herbstlicht“ lud der Seniorenbeirat in den vergangenen Jahren am 1. Oktober ein, hier 2018.

Tag der Älteren am 1. Oktober

Seniorenbeirat reagiert gereizt auf Alternativvorschlag zum „Herbstlicht“

  • vonWolfgang Schörner
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Im Penzberger Seniorenbeirat ist der Vorschlag der SPD-Fraktion, am Tag der Älteren eine Alternative für die abgesagte „Herbstlicht“-Veranstaltung anzubieten, auf keine Gegenliebe gestoßen. Einzelne Mitglieder reagierten sogar gereizt auf das Angebot. „Abgesagt ist abgesagt“ hieß es dort.

Penzberg – Seit vielen Jahren veranstaltet der Seniorenbeirat am Internationalen Tag der Älteren – er ist am 1. Oktober – seine „Herbstlicht“-Veranstaltung in Penzberg, oft auch mit Prominenz. Für heuer hat er den Seniorentag wegen der Corona-Pandemie vorsichtshalber abgesagt. Dennoch entspannen sich Diskussionen sowohl im Sozialausschuss des Stadtrats als auch in der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats. Anlass war ein Vorschlag der SPD-Fraktion, dass die Stadt einspringt und am 1. Oktober in der Stadthalle und in den Seniorenzentren selbst Veranstaltungen organisiert, mit Kaffee, Kuchen, Film und Musik. Dafür, hieß es, könnte vielleicht auch Geld verwendet werden, mit dem der Landkreistag Institutionen unterstützen will, die Senioren in der Corona-Krise helfen. „Man sollte den Tag nicht sang- und klanglos vorübergehen lassen“, sagte Regina Bartusch (SPD) im Sozialausschuss.

Seniorenbeirat zum „Herbstlicht“: „Abgesagt ist abgesagt“

Im Seniorenbeirat reagierten einige Mitglieder jedoch gereizt. „Ich weiß nicht, wieso sich da jetzt die SPD so reinhängt“, fragte Marianne Schlosser. „Mich wundert der Antrag, weil der Seniorentag immer eine Sache von Seniorenbeirat und AWO gewesen ist“, sagte Vorsitzender Siegfried Höfler. Brigitte Gerlach merkte an, dass die Idee mit den bunten Nachmittagen in den beiden Seniorenheimen ohnehin „unsere Idee“ war. Das Unbehagen fasste Hans-Werner Neumann zusammen. Der „Tag der Älteren“ sei 1990 von den Vereinten Nationen initiiert worden, um die Leistungen der Senioren für die Gesellschaft zu würdigen, quasi als Dankeschön. „Das hat nichts mit den von der SPD vorgeschlagenen Veranstaltungen zu tun, bei dem Geld für die Corona-Hilfe verwendet wird“, sagte Neumann. „Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.“ Der 1. Oktober, erklärte er, „ist uns heilig“. Wenn es denn eine Veranstaltung mit dem Geld des Landkreistags geben soll, dann an einem anderen Tag. Etwas versöhnlicher fügte er an: „Der SPD-Antrag ist sicher gut gemeint, wir können darüber reden, aber nicht im Zuge des 1. Oktober.“ Einig war sich der Seniorenbeirat am Ende: Es bleibt bei der „Herbstlicht“-Absage, die Stadt kann eine Seniorenveranstaltung organisieren, aber nicht am 1. Oktober. Was man respektieren sollte, wie Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) sagte, der zur Seniorenbeiratssitzung gekommen war und vom Gegenwind offenbar selbst überrascht war.

Stadt hatte auf Basis des SPD-Antrags Vorschläge entwickelt

Seine Stadtverwaltung hatte zuvor noch eigene Vorschläge auf Basis des SPD-Antrags entwickelt. Norbert Grabmeier trug sie einen Tag vorher in der Sitzung des Sozialausschusses vor. Er erklärte, dass die Stadt anstelle des Seniorenbeirats als Veranstalter am 1. Oktober in der Stadthalle auftreten könnte und man Rainer Hofmann vom Oberlandler Volkstheater für das Unterhaltungsprogramm zu gewinnen versuche. Zweiter Punkt waren Veranstaltungen in den beiden Seniorenzentren mit Kaffee, Kuchen und Blasmusik im Freien. Drittens, so Grabmeier, könnte es eine Sondervorführung des Films „100 Jahre Stadt Penzberg“ oder von Zusammenschnitten aus der Stadtgeschichte von Martin Weiglmeier im KinoP für maximal 50 Personen geben. In der Sitzung äußerten Kerstin Engel (Grüne) und Christine Geiger (CSU) zwar grundsätzlich Zustimmung, zeigten aber beide Bauchweh wegen der Infektionsgefahr. Ute Frohwein-Sendl (Penzberg miteinander) schlug schließlich vor, erst einmal den Seniorenbeirat zu fragen, „weil ihm die ganze Geschichte gehört“. Darauf konnte sich der Ausschuss einigen – die Antwort des Seniorenbeirats folgte bereits am Tag darauf.

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