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Mitte der 1990er Jahre wurde der Penzberger Wertstoffhof bei Schönmühl eröffnet.

Standort bei Schönmühl

EVA-Pläne: Penzberger Wertstoffhof soll umziehen - nach Sindelsdorf

  • vonWolfgang Schörner
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Der seit rund 25 Jahren bestehende Wertstoffhof bei Penzberg wird womöglich aufgelöst. Die Erbenschwanger Abfallentsorger (EVA) wollen als Alternative die Grüngutsammelstelle zwischen Sindelsdorf und Habach zu einem großen Wertstoffhof für die Penzberger Region umbauen. In zwei Jahren könnte es so weit sein.

Penzberg/Sindelsdorf – Der Penzberger Wertstoffhof zwischen Schönmühl und Obermaxkron nahe der Loisach ist einer von vier Wertstoffhöfen im Landkreis, die von der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA) betrieben werden. Die anderen befinden sich in Erbenschwang, Weilheim und Peißenberg. Den Penzberger Hof gibt es seit 1994. Er befindet sich auf einer alten Deponie, die Anfang der 1990er Jahre verfüllt worden war. Die EVA plant nun, den Wertstoffhof bei Schönmühl aufzulösen und dafür einen neuen Wertstoffhof an der B 472 zwischen Sindelsdorf und Habach zu errichten. Das bestätigte EVA-Geschäftsführer Fritz Raab auf Nachfrage.

Neuer Standort bei Grüngutsammelstelle zwischen Sindelsdorf und Habach

Raab begründet die Pläne damit, dass der Wertstoffhof zum einen modernisiert und vergrößert werden muss, zum anderen der Standort bei Schönmühl an der Landkreisgrenze liegt, also nicht gerade optimal für andere Gemeinden im Osten des Landkreises. Die Inanspruchnahme der Wertstoffhöfe habe in den vergangenen 20 Jahren massiv zugenommen, sagt Raab. In Peißenberg und Weilheim seien sie vor fünf Jahren ausgebaut und vergrößert worden. „Ähnliche Überlegungen gab es auch für Penzberg auf der jetzigen Deponie“, erklärt der Geschäftsführer. „Aber der Untergrund in der moorigen Gegend ist nicht günstig.“ Man habe deshalb überlegt, ob es Alternativen zu dem aktuellen Standort gibt.

Und tatsächlich bot sich laut Raab eine Alternative an, die nun im Fokus der weiteren Überlegungen steht: ein neuer Wertstoffhof für die Penzberger Region auf dem Gelände der Kiesgrube zwischen Sindelsdorf und Habach, auf dem sich seit 2014 bereits eine Grüngutsammelstelle der EVA befindet. Laut Raab hat der Eigentümer in Gesprächen seine „positive Bereitschaft“ erklärt.

EVA: Neuer Wertstoffhöfe läge zentraler im Ost-Landkreis

Geschäftsführer Raab hält den neuen Standort für günstig. Er liege direkt an B472 und der Autobahn, sei also „verkehrlich sehr gut erschlossen“. Im Durchschnitt, glaubt er, sei die Fahrtstrecke für die Penzberger nicht viel länger. Und für andere Gemeinden im Ost-Landkreis wie Antdorf, Sindelsdorf, Habach, Iffeldorf, Seeshaupt und Obersöchering sei der Standort schneller zu erreichen. „Die Lage ist wesentlich zentraler,“ sagt er.

Laut Raab benötigt jeder Wertstoffhof eine Waage, einen Büroraum, eine befestigte Fläche von 4000 bis 5000 Quadratmeter sowie einen Teilbereich, der überdacht ist, um die Wertstoffe trocken zu halten. In Weilheim und Peißenberg, erklärt er, seien die kostenlose Anlieferung von Grüngut, Papier, Pappe und Elektrogeräten und die kostenpflichtige Abgabe, etwa von Sperrmüll und Bauschutt, die über Waage und Büro abgewickelt werden, getrennt – durch zwei verschiedene Zufahrten. Dies sorge für eine schnellere Abwicklung. Das plane man auch für den Wertstoffhof der Penzberger Region. Bei Schönmühl sei die Fläche dafür aber sehr gering, noch dazu bucklig. Der Aufwand, den dortigen Wertstoffhof entsprechend zu optimieren, wäre groß.

EVA-Umzugspläne stehen noch am Anfang: „Aber wir sind optimistisch“

Noch stehen die Pläne für eine Alternative zwischen Sindelsdorf und Habach am Anfang. Für das Areal, das auf Sindelsdorfer Flur liegt, ist ein Bebauungsplan und eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig. Abgestimmt werden muss das Verfahren mit vielen Behörden wie der Straßenbauverwaltung und dem Naturschutz. Dann werde man sehen, ob der Standort realistisch und wirtschaftlich tragbar ist, so Raab. „Aber wir sind optimistisch.“ Wann es so weit ist mit der Auflösung des Wertstoffhofs bei Schönmühl und einem Umzug nach Sindelsdorf, vermag er nicht zu sagen. Die Verfahren seien am Laufen. Kommen sie heuer zum Abschluss und ist die genehmigungsrechtliche Seite geklärt, sagt Raab, „könnte es 2022 schon was werden.“

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