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Tempo 30 an mehreren Staatstraßen, hier die Karlstraße vor Gymnasium und Realschule – dies hat „Penzberg miteinander“ beantragt.

„Penzberg miteinander“-Antrag zum Verkehr

Forderung nach Tempo 30 vor Schulen, Altenheim und Co.

  • vonWolfgang Schörner
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Vor den Schulen und Altenheimen soll Tempo 30 gelten, ebenso vor Sportstätten und Kindertagesstätten. Das fordert die Fraktion von „Penzberg miteinander“ für jene Straßen, auf denen noch 50 gefahren werden darf. Die gesetzlichen Voraussetzungen wären vorhanden.

Penzberg – Eigentlich hat die Bundesregierung vor drei Jahren die Hürden gesenkt, um die Einführung von Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten, Senioren- und Pflegeheimen zu erleichtern. Zuvor war es für die Kommunen schwierig, gegenüber den Behörden solche Beschränkungen an Hauptverkehrsstraßen, insbesondere Staatsstraßen, durchzusetzen. Die Gemeinde Iffeldorf hat die Chance bereits ergriffen: In Iffeldorf gilt seit einem Jahr Tempo 30 an der Hofmark bei der Grundschule. In Penzberg hat sich dagegen noch nichts getan. Dort hieß es vor einem Jahr, man warte auf eine landkreisweite Regelung. Die Fraktion von „Penzberg miteinander“ drückt nun aufs Tempo. Sie hat im Rathaus einen Antrag eingereicht: für Tempo 30 an mehreren Straßen vor Schulen, Altenheim, Kindergärten und Sportstätten.

„Penzberg miteinander“: Tempo 30 an Schulen und Altenheim an Staatsstraßen

Der Stadtrat, heißt es in dem Antrag, soll beim Landratsamt Temporeduzierungen beantragen, um jene Bildungs- und Senioreneinrichtungen durch eine Verkehrsberuhigung zu schützen, die einen direkten Ausgang auf eine Staatsstraße haben. Konkret nennt „Penzberg miteinander“ die Karlstraße vor der Realschule und dem Gymnasium, die Seeshaupter Straße sowohl vor der Montessorischule als auch vor dem Altenheim „Steigenberger Hof“ sowie die Straße „Grube“ vor dem Montessori-Kinderhaus. Dabei gehe es jeweils um einen Streckenabschnitt von bis zu 300 Metern, in dem Tempo 30 angeordnet werden soll. Die Fraktion um Markus Bocksberger beruft sich dabei auf die Verwaltungsvorschrift des Bundesverkehrsministeriums zur Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 2017.

Tempo-30-Antrag auch für weitere Straßen mit Kitas

Auf derselben Grundlage sollte laut „Penzberg miteinander“ aber auch auf städtischen Straßen mit „wichtigen sozialen Anlaufstationen“ Tempo 30 auf einer Distanz von 300 Metern angeordnet werden. Die Fraktion nennt die Ludwig-März-Straße beim heilpädagogischen Hort, den Schlossbichl beim evangelischen Kinderhaus und Krankenhaus sowie die Nonnenwaldstraße bei der dort geplanten Kindertagesstätte nahe dem Stadion. Kann dies die Stadt nicht selbst anordnen, sollte es beim Landratsamt beantragt werden, so die Fraktion.

„Penzberg miteinander“: Tempo-30-Zone für Bereich vor ESV-Sportplatz

Ebenso verlangt „Penzberg miteinander“ eine Tempo-30-Zone an der Fischhaberstraße zwischen Heiglhof und Friedhof. Als Grund nennt die Fraktion die ESV-Sportstätte: Dort bestehe „eine konkrete Gefahrenlage“, die sich durch den geringen Abstand zwischen rückwärts ausparkenden Autos und Fahrbahn ergibt. Außerdem gebe es eine „gefährliche Fahrbahnverengung“ bei der Kurve zwischen ESV-Platz und Ahlener Straße. Ferner will die Fraktion verkehrsberuhigende Maßnahmen bei der Abzweigung der Staatsstraße Reindl in den Daserweg, wo sich sowohl der städtische Kindergarten als auch die „Spatzennest“-Tagesstätten befinden.

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