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Vertreter der Stadt, ausführender Firmen und des Erschließungsträgers im Juli beim Beginn der Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Birkenstraße West“. 

Die Konditionen für die Finanzierung sind gut

Penzberg will millionenschwere Bauvorhaben per Kredit realisieren

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Die Stadt Penzberg wird ihre drei Wohnbau-Vorhaben an der Birkenstraße, am Daserweg und an der Sigmundstraße, bei denen rund 250 neue Wohnungen entstehen sollen, per Kredit finanzieren, und zwar nach dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm.

Penzberg – Wie berichtet, bedeuten die drei Vorhaben eine städtische Investition von insgesamt rund 70 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren – so steht es zumindest in den Haushalts- und Finanzplänen. Was die Finanzierung per Kredit schmackhaft macht: Die Zinsen, so Stadtkämmerer Hans Blank, liegen bei null Prozent.

Spätere Mieteinnahmen, rechnete er vor, würden den Tilgungsbeitrag des Kredits übersteigen, was bedeutet, dass für den Haushalt weitere freie Mittel verfügbar seien. Außerdem, so Blank, wirke sich die Inflation aufgrund der feststehenden Tilgung positiv aus.

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Einen eigenen Antrag hatte dazu die BfP-Fraktion vorgelegt – mit der Forderung nach einem Grundsatzbeschluss des Stadtrats. Darin präzisiert sie den Finanzierungsweg, der auf drei Komponenten beruht: einen Zuschuss des Freistaats in Höhe von 30 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten, einen Kommunalkredit der bayerischen Landesbank mit null Prozent Zinsen und langer Laufzeit sowie einem zehnprozentigen Eigenanteil der Kommune. Eine Finanzierung, erklärte die BfP-Fraktion ihren Antrag, sollte nicht aus den Rücklagen erfolgen.

Für den Förderantrag ist es aktuell noch zu früh

Man könne das „Eins zu Eins übernehmen“, kommentierte Stadtkämmerer Blank den Antrag in der jüngsten Sitzung des Penzberger Haushaltsausschusses. Unverständnis unter den Ausschussmitgliedern rief jedoch die Forderung nach einem Grundsatzbeschluss hervor. „Wir haben das bei der Birkenstraße doch schon besprochen“, sagte Markus Kleinen (SPD). Kerstin Engel (Grüne) fügte an, dass man diese Meinung bereits vor dem Antrag gefasst habe. Der Ausschuss beließ es deshalb dabei, den Antrag zur Kenntnis zu nehmen. „Bevor wir den Förderantrag einreichen, komme ich mit dem Vorschlag sowieso auf den Stadtrat zu“, sagte Blank. Momentan ist es ihm zufolge wegen des Planungsstandes für die Wohnbau-Vorhaben aber noch zu früh.

Wie berichtet, beabsichtigt die Stadt Penzberg im Baugebiet an der Birkenstraße und Wölflstraße den Bau mehrerer Wohnblöcke mit 179 Wohnungen. Am Daserweg sind laut Stadtbaumeister Justus Klement seitens der Stadt 50 bis 60 Wohnungen in drei Blöcken sowie drei Dreispänner vorgesehen, was mehr ist, als bisher bekannt. An der Sigmundstraße sollen zudem drei städtische Häuser zusätzliche Stockwerke erhalten, um 15 neue Wohnungen zu schaffen.

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