+
Stadtbus in Penzberg.

Öffentlicher Nahverkehr

Stadtbus-App in Penzberg: RVO will bargeldloses Zahlen ausprobieren

  • schließen

Der Penzberger Stadtbus soll 2020 eine eigene Version der Smartphone-App „Wohin Du willst“ erhalten, einer deutschlandweiten Fahrplanauskunft. Der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) will damit in Penzberg zugleich das bargeldlose Zahlen testen.

Penzberg – Die digitale Fahrplanauskunft „Wohin Du willst“ für Bus und Bahn, die sich Fahrgäste kostenlos auf ihr Mobiltelefon laden können, gibt es seit drei Jahren in Deutschland. Auch Busverbindungen in Penzberg lassen sich über diese App auf dem Smartphone anzeigen. Der RVO hat nun der Stadt Penzberg angeboten, daraus eine eigene Version für den Penzberger Stadtbus zu machen. Allerdings nicht nur mit eigenem Stadtbild und mit Preisauskunft, sondern auch mit der Möglichkeit, über die App die Stadtbusfahrt bargeldlos zu bezahlen. „Wir wollen das 2020 als erstes im Oberland umsetzen und würden es gern in Penzberg ausprobieren“, so RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer. Penzberg, sagt er, wäre damit die Pilot-Stadt für das bargeldlose Zahlen mit der App. Einen genauen Zeitpunkt, wann die Version verfügbar ist, nennt er nicht.

Stadt Penzberg: „Bargeldloses Zahlen ist die Zukunft“

Überzeugt davon ist der Penzberger Ordnungsamtsleiter und Stadtbus-Experte Peter Holzmann. „Bargeldloses Zahlen ist die Zukunft“, erklärt er. Es wäre eine „sehr gute Gelegenheit voranzuschreiten“, so Holzmann. Unabhängig von der RVO-Ankündigung hatten Jugendliche das Thema kurz vor Weihnachten im Penzberger Klimaschutz-Workshop (wir berichteten) angesprochen. Ihr Vorschlag, um mehr Menschen vom eigenen Auto in den Penzberger Stadtbus zu locken: eine App für das Smartphone mit Standort, Fahrtzeiten und vor allem einer bargeldlosen Bezahlmöglichkeit. Was, wie es in dem Workshop hieß, auch den positiven Effekt hat, dass keine Einzeltickets extra beim Busfahrer gelöst werden müssen und so der Fahrplan nicht außer Takt gerät.

Eigene App-Version für Penzberger Stadtbus

Für die Stadt Penzberg wäre eine eigene Version bezahlbar. Laut Niederlassungsleiter Kreutzer würde sie die Entwicklung einer Stadtbus-App samt Preisauskunft 1750 Euro kosten. Auf offene Ohren stieß das vor kurzem auch im Verkehrsausschuss. Es wäre im Interesse der Stadtbuskunden, wenn die Stadt „bei dieser Verbesserung des Mobilitätsangebotes für das Oberland mitmachen würde“, so Holzmann.

Momentan bietet die deutschlandweite Smartphone-App – noch ohne bargeldloses Zahlen – die Möglichkeit, Fahrplanauskünfte einzuholen, sich eine persönliche Route zusammenzustellen und sie abzuspeichern. Ebenso hat die App eine Erinnerungsfunktion und – in manchen Landkreisen – eine Preisauskunft. Der Fahrgast kann zugleich den aktuellen Standort seines Busses sehen und erfahren, wann er sein Ziel erreicht und ob er pünktlich ist. Die Smartphone-App „Wohin Du willst“ war im Jahr 2016 von der „DB Regio“ vor allem für den ländlichen Raum entwickelt worden.

Lesen Sie auch: Penzberg verlängert Gratis-Stadtbus für Schüler - und bald auch für Senioren?

Auch interessant: Alter Liebling, neu unter Strom: Auto-Umbau der Frau zuliebe

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erst Ende März wurde es richtig Winter
Die dritte Dekade im März war auf dem Hohen Peißenberg so kalt wie keine andere Dekade der vergangenen Wintermonate. Doch der März brachte auch mildes Wetter.
Erst Ende März wurde es richtig Winter
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Appell der Landrätin - „Bleiben Sie an Ostern zuhause“
Die Zahl der an Coronavirus-Erkrankten im Landkreis Weilheim-Schongau steigt weiter. In diesem News-Ticker finden Sie immer alle aktuellen Informationen.
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Appell der Landrätin - „Bleiben Sie an Ostern zuhause“
Hund erleidet schwere Vergiftung - Er fraß auf einem Spielplatz ausgelegtes Futter
Ein Hund, der auf dem Spielplatz an der Kanalstraße in Weilheim dort ausgelegtes Trockenfutter gefressen hat, hat eine schwere Vergiftung erlitten. Die Polizei sucht nun …
Hund erleidet schwere Vergiftung - Er fraß auf einem Spielplatz ausgelegtes Futter
Pfarrer fährt mit Pick-Up zum Osterkörbe-Segnen: Glaube und Gottesdienste in Zeiten von Corona
Gottesdienste finden wegen Corona nur noch nichtöffentlich statt. Eine schwierige Situation für Gläubige. Doch sie bleiben zumindest im Gebet miteinander verbunden. 
Pfarrer fährt mit Pick-Up zum Osterkörbe-Segnen: Glaube und Gottesdienste in Zeiten von Corona

Kommentare