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Lesen und lauschen: Beim „StadtLesen“ 2018 las Urmel-Preisträger Kai Pannen aus seinem Buch „Mitgehangen, mitgefangen“. 

Die Veranstaltung ist für Oktober geplant

Penzberg: „StadtLesen“ soll stattfinden

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Das „StadtLesen“ soll im Oktober in Penzberg stattfinden. Trotz Corona-Pandemie hoffen die Verantwortlichen darauf, das Lesefestival abhalten zu können. Das Rahmenprogramm für die viertägige Veranstaltung ist mittlerweile weitestgehend ausgearbeitet.

Penzberg– 258 Städte hatten sich für das „StadtLesen 2020“ beworben. Penzberg gehört zu den 27 Kommunen im deutschsprachigen Raum, die dafür ausgewählt wurden. Meist hätten größere Städte wie Wien den Zuschlag bekommen, sagt Katrin Fügener. Angesichts dessen freut es die Leiterin der Stadtbücherei besonders, dass die Kleinstadt Penzberg nach der Premiere 2018 zum zweiten Mal zum Kreis der Auserkorenen zählt. Etwa 2500 Besucher seien damals auf den Stadtplatz gekommen, um in Büchern zu schmökern, Lesungen zu lauschen oder gar an einem Poetry Slam – also einem Dichterwettstreit – teilzunehmen.

Angesichts dieses Erfolgs wollen die Verantwortlichen von Stadt und Stadtbücherei nun alles daran setzen, dass die Veranstaltung auch in Zeiten der Corona-Pandemie stattfinden kann. Fügener ist derzeit optimistisch. „Ich sehe für das normale ,StadtLesen‘ sehr gute Chancen“, sagte sie bei einem Gespräch am Donnerstag. Immerhin könne man die Sitzsäcke, die bei der Veranstaltung auf dem Stadtplatz verteilt werden, im notwendigen Sicherheitsabstand zueinander platzieren. „Und ein Poetry Slam geht auch mit Abstand.“ Sicherheitshalber sei aber schon einmal die Stadthalle reserviert worden. Dorthin könnten Lesungen verlegt werden, sollte der Andrang zu groß werden.

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Initiiert wurde das „StadtLesen“-Festival vor über zehn Jahren von der Salzburger „Innovationswerkstatt“ und ihrem Leiter Sebastian Mettler. Die Initiative werde auch heuer Anfang Oktober wieder dafür sorgen, dass der Stadtplatz zur großen Lesebühne mit Sitzkissen und Bücherschränken wird, so Fügener. Außerdem organisiere sie selbst die Autorenlesung am Eröffnungsabend. Den Rest des Festivals müsse die Stadtbücherei – sie setzt wieder auf Sponsoren – mit eigenen Ideen füllen. Und diese seien schon weit gediehen.

Das Programm für das viertägige Lesefestival stehe in weiten Teilen, verriet Fügener. So sei am Eröffnungsabend, Donnerstag, 1. Oktober, eine Lesung von Klaus Modick geplant. Der deutsche Schriftsteller werde um 18.30 Uhr aus seinem Künstlerroman „Keyserlings Geheimnis“ lesen. Die Handlung spiele teilweise in Bernried und spiegele deshalb „die Stimmung unserer Gegend“, so Fügener. Am Freitag, 2. Oktober, sei ab 18.30 Uhr ein Poetry Slam mit „Reimrausch“ zum Thema Demokratie geplant. Wie schon 2018 sollen am Samstag, 3. Oktober, wieder „Penzberger für Penzberger“ lesen. Dabei sollen ab 10 Uhr etwa Stadträte, bekannte Menschen aus der Stadt oder normale Bürger ihre Lieblingsbücher vorstellen, so Fügener. Um 17 Uhr werde dann Thekla Kraußeneck aus ihrem Werk „Cronos 2“ lesen. Mit dieser Autorin aus der Nähe von Bad Tölz wolle man vor allem Freunde von Fantasy-Literatur zum „StadtLesen“ locken. Am Sonntag, 4. Oktober, soll der Zauberer Zodiac ab 11 Uhr auf dem Stadtplatz zaubern. Am Nachmittag sei ein Vorlesen für Kinder geplant, sagte Fügener.

Noch Ungewissheit in Bezug auf des Kinderprogramm beim „StadtLesen“

Sie räumte aber ein, dass es derzeit noch unklar ist, ob überhaupt und in welcher Form ein Programm für Kinder angeboten werden dürfe, da es bei dieser Altersgruppe schwerer sei, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Was das Kinderprogramm betrifft, „haben wir viele Ideen in der Pipeline“, sagte Fügener und nannte als Beispiele einen „Book-Slam“, also einen Bücherwettstreit, oder Rennen mit so genannten Bee-Bots. Das sind Bodenroboter in Bienenform, mit denen Kinder spielerisch das Programmieren lernen sollen.

Ziel sei es, für jede Altersgruppe etwas zu bieten und so die Lust am Lesen zu wecken. Alle Angebote seien kostenlos, so Fügener.

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