An der Bushaltestelle am Stadtplatz in Penzberg war auf einem Monitor ein pikanter Film zu sehen. (Archivbild)
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An der Bushaltestelle am Stadtplatz in Penzberg war auf einem Monitor ein pikanter Film zu sehen. (Archivbild)

Pikanter Vorfall in Penzberg

An Bushaltestelle am Stadtplatz: Auf Monitor läuft plötzlich Schmuddelfilm - Jugendliche schauen zu

  • Marion Neumann
    vonMarion Neumann
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Ein Schmuddelfilm, der plötzlich auf einem Bildschirm an der Bushaltestelle am Stadtplatz in Penzberg zu sehen war, sorgt für Aufruhr. Die Stadt weist Vorwürfe von sich.

  • Zu verstörenden Szenen kam es am Donnerstag (5. März) am Stadtplatz in Penzberg.
  • Auf dem Bildschirm an der Bushaltestelle war plötzlich ein Pornofilm zu sehen. 
  • Jugendliche, die sich dort versammelt hatten, bekamen alles mit. 

Penzberg - Es müssen verstörende Szenen gewesen sein, die am vergangenen Donnerstag (5. März) am Stadtplatz in Penzberg zu sehen waren - genauer gesagt auf einem Monitor an der dortigen Bushaltestelle. Gegen 19.50 Uhr soll auf dem Monitor plötzlich ein nicht jugendfreier Film angelaufen sein. Das Gelbe Blatt, das zuerst über den Vorfall berichtet hatte, sprach von einem „Hardcore-Porno“. 

Besonders misslich an der Situation: Während der „Filmvorführung“ sollen sich Jugendliche an der überdachten Bushaltestelle versammelt haben, denen die Szenen auf dem Bildschirm natürlich nicht entgingen. 

Penzberg: Auf Monitor am Stadtplatz läuft Schmuddelfilm - Nun ermittelt die Polizei 

Die Polizei Penzberg bestätigt gegenüber Merkur.de, dass der Vorfall am Stadtplatz „so passiert ist“. Der nicht jugendfreie Streifen sei „mindestens während einer Rotlichtphase der Ampel“ zu sehen gewesen sein. Genauere Angaben könne man derzeit allerdings noch nicht machen. Es werde ermittelt. Der Fall sei „zumindest aus jugendschutzrechtlichen Gründen relevant“, so ein Sprecher der Polizei

Die Frage, wer für die Ausspielung der Schmuddel-Szenen verantwortlich ist, ist noch offen. Wie das Gelbe Blatt zunächst berichtet hatte, sei die  EDV-Abteilung des Rathauses in Penzberg für die Programmgestaltung an diesem Bildschirm verantwortlich. Es sei davon auszugehen, dass es entweder zu einem Hacker-Angriff gekommen sei, oder dass man es im Rathaus versehentlich versäumt habe, bestimmte Domains zu sperren, heißt es im Gelben Blatt weiter. 

Stadtplatz in Penzberg: Schmuddelfilm in Öffentlichkeit zu sehen - Stadt reagiert auf Vorwürfe 

Auf diese Vorwürfe hat die Stadt Penzberg allerdings mittlerweile mit einer Gegendarstellung reagiert. Der Zusammenhang, der zwischen dem Vorfall und dem Sachgebiet für EDV und Kommunikationstechnik der Stadtverwaltung Penzberg hergestellt werde, sei nicht korrekt. „Die Aufstellung, der Betrieb, das Eigentum und damit auch die Verantwortung des Infoterminals an der Bushaltestelle liegen ausschließlich beim Betreiber, einem Verlag“, heißt es in der am Mittwoch (11. März) herausgegebenen Pressemitteilung. 

Nichtsdestotrotz habe sich die Stadtverwaltung „unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Vorfalls“ an den Betreiber gewandt. Dieser habe nun technische Maßnahmen ergriffen, „um den Schutz vor weiteren Manipulationen noch einmal zu erhöhen.“ Der Eigentümer will außerdem eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt stellen. 

nema

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