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Das „Chillout“ könnte einem Kinderhaus weichen. 

Kinderbetreuung

Stadtrat kann sich „Chillout“-Areal für Kinderhaus vorstellen - und macht ersten Schritt

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Der Bau des neuen Kinderhauses auf dem „Chillout“-Areal wird ein Stück wahrscheinlicher. Der Stadtrat wollte sich am Dienstagabend zwar noch nicht auf den Standort festlegen. Allerdings votierte er dafür, den Bebauungsplan ändern zu lassen. Für den Jugendtreff soll eine Alternative in der ehemaligen Molkerei geprüft werden.

Penzberg – Fast ein wenig Weihnachtsfrieden machte sich in der Stadtratssitzung am Dienstag breit. Alle Beschlüsse zum Kinderhaus und zum Jugendtreff „Chillout“ fielen einstimmig, allerdings blieben sie etwas vage. Konkret hieß das: Der Stadtrat wollte sich noch nicht auf den Alternativstandort festlegen. Er ordnete aber eine Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren an, was etwa ein halbes Jahr dauern dürfte. Nicht festlegen wollte er sich, weil noch Untiefen lauern, die im Verfahren geprüft werden. Ein Punkt ist die Nähe zum Stadtwerke-Kraftwerk. Vor diesem Hintergrund wollte der Stadtrat auch den „Chillout“-Umzug noch nicht beschließen. Er äußerte aber die Absicht, den Jugendtreff „mindestens gleichwertig in die Räumlichkeiten der ehemaligen Molkerei an der Christianstraße zu verlagern“, wenn das Haus für die neue Kindertagesstätte abgerissen wird – mit dem Nachsatz, dass diese Verlagerung geprüft und eine Kostenschätzung erstellt wird.

Kinderhaus auf „Chillout“-Gelände: Idee ist ganz frisch

Die Idee, die Tagesstätte mit vier Krippen- und einer Kindergartengruppe auf dem „Chillout“-Areal nahe dem früheren Wellenbad zu errichten, ist noch ganz frisch. Es könnte ein Alternative zum umstrittenen Plan sein, das Kinderhaus auf dem Pausenhof der Birkenstraßen-Grundschule zu bauen. Erst am Montag hatten sich Stadtratsmitglieder, Elternbeiräte der Grundschule und Vertreter der Stadt vor Ort getroffen: zuerst beim vormals diskutierten Alternativgrundstück östlich der Birkenstraße, der am Dienstag im Stadtrat keine Rolle mehr spielte, und danach vor dem „Chillout“.Dort hatte Architekt Christian Holzer gesagt, dass die Fläche für ein Kinderhaus ausreichen würde (wir berichteten).

Kinderhaus auf „Chillout“-Gelände: Alternative für Jugendtreff

Am Dienstag erklärten alle Fraktionen, sich das „Chillout“-Areal als Kinderhaus-Ort vorstellen zu können. Sie sprachen sich auch dafür aus, im Falle der Realisierung den Jugendlichen eine Alternative zu bieten – also Räume in der ehemaligen Molkerei, die am Montag ebenfalls besucht worden waren. Die Jugendlichen hätten auf die Räume „voller Tatendrang“ reagiert, sagte Maria Probst (CSU). „Sie waren sehr begeistert“, bestätigte Holger Fey (SPD). Akzeptieren könne er einen Umzug aber nur, wenn die Räume den Jugendlichen mindestens fünf Jahre sicher seien, sagte Markus Bocksberger („Penzberg miteinander“).

„Chillout“-Betreuerin Bettina Stocker bestätigte die Motivation der Jugendlichen auf Nachfrage unserer Zeitung. Sie warnte aber auch, dass es für die jungen Leute gleichermaßen demotivierend ist, wenn ihr Treff wie in der Vergangenheit immer wieder in Frage gestellt wird. Falls es zum Umzug komme, sagte sie, sollte er mindestens die nächsten fünf bis zehn Jahre sicher sein. Wofür ihr Grundschul-Elternbeirätin Tatjana Patermann nach der Sitzung Unterstützung zusagte.

Kinderhaus nahe Stadtwerke-Kraftwerks: Prüfung im Bebauungsplanverfahren

Zuerst startet nun aber das Bebauungsplanverfahren für ein Kinderhaus auf dem „Chillout“-Areal. Schalltechnisch geprüft werden muss dabei zum Beispiel, ob sich das nahe Stadtwerke-Kraftwerk mit einem Kinderhaus verträgt. Dies wurde am Dienstag durchaus kritisch gesehen. In der Debatte wurde deshalb auch eine Verlagerung des Kraftwerks angesprochen. „Die Anlagen haben leider keine Rollen“, sagte dazu Stadtwerke-Leiter Josef Vilgertshofer. Bei den Anlagen handelt es sich zum einen um ein Biomasse-Heizwerk, das seit Ende 2017 in Betrieb ist und in den nächsten Jahren tatsächlich durch ein neues größeres Heizwerk am Bauhof ersetzt werden könnte. Zum anderen steht dort ein Mitte Oktober fertiggestelltes Blockheizkraftwerk, das das neue Hallenbad mit Strom versorgen soll. Laut Vilgertshofer sind eine bessere Dämmung und eine Einhausung aber möglich.

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