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Wer steigt ein? Nach den Weihnachtsferien sollen Schüler gratis im Penzberger Stadtbus fahren dürfen.

Penzberg startet Gratis-Stadtbus für Schüler schon nach den Ferien

  • VonWolfgang Schörner
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Mit dem Gratis-Stadtbus für Penzberger Schüler geht es nun tatsächlich bereits nach den Weihnachtsferien am 7. Januar los. Das bestätigte das Rathaus auf Nachfrage. Ein halbes Jahr wird der Testlauf dauern. Schüler brauchen in der Zeit kein Ticket – nur ihren Schülerausweis.

Penzberg – Nach dem Stadtratsbeschluss im November gab es wegen der organisatorischen Vorbereitung noch eine gewisse Unsicherheit, wann der Gratis-Testlauf starten kann. Erst im Februar, so wie es in der Sitzung hieß, oder bereits nach den Weihnachtsferien, wie es Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann versuchen wollte. Das klappt nun tatsächlich. Holzmann bestätigte diese Woche auf Nachfrage, dass am Montag, 7. Januar, der Gratis-Stadtbus für Schüler aller Penzberger Schulen startet.

Kostenlos mit dem Penzberger Stadtbus fahren dürfen die Kinder und Jugendlichen laut Holzmann, wenn sie ihren Schülerausweis beim Einsteigen vorzeigen. Keine Einschränkungen gibt es ihm zufolge, was die Zeiten betrifft. Die Gratis-Aktion gilt nicht nur zu den Schulzeiten, sondern den gesamten Tag, ebenso an den Wochenenden und während der Schulferien. „Die normalen gekauften Schülerkarten galten zu diesen Zeiten ja auch“, so Holzmann.

Doch was ist mit jenen Schülern, die bereits zum Schuljahresbeginn im vergangenen September eine Jahreskarte gekauft haben? „Sie erhalten den Restbetrag zurück“, so der Ordnungsamtsleiter. Diese Schüler – es sind ungefähr 80 – werden ihm zufolge angeschrieben oder müssen zum Rathaus kommen.

Ein halbes Jahr soll der Testlauf dauern. Ob es auch danach die Gratisfahrten für Schüler gibt, obliegt dem Stadtrat. Was die Aktion die Stadt zusätzlich kostet, vermag der Ordnungsamtsleiter momentan noch nicht zu sagen. Abhängig ist das ihm zufolge davon, wie viele Kinder und Jugendliche künftig zusätzlich in die Busse steigen, die bisher zu Fuß gegangen oder mit dem Rad gefahren sind, und ob dafür die vorhandenen Kapazitäten an Bussen und Busfahrern ausreichen. Holzmann glaubt aber, dass sich die möglichen zusätzlichen Kosten bereits in den ersten Wochen und Monaten abschätzen lassen. „Das werden wir schon im Winter wissen.“

Wie berichtet, hatte RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreuzer im November den Stadtrat gewarnt, dass die Gratis-Aktion zu erheblichen Mehrkosten für die Stadt führen könnte. Weil die Busse während der Hauptverkehrszeiten schon jetzt an der Kapazitätsgrenze seien, könnten durch zusätzliche Fahrgäste – angelockt durch die Gratisfahrten – drei weitere Busse und Fahrer nötig werden, hieß es. Der RVO sprach damals von 270 000 Euro Mehrkosten im Jahr. Nicht eingerechnet ist dabei, dass die Regierung von Oberbayern womöglich ihre Zuschüsse für die bisherige Schülerbefreiung streicht.

Bisher darf bereits ein Teil der Schüler kostenlos mit dem Stadtbus fahren: Das sind jene Grundschüler, die zwei oder mehr Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen, sowie Mittelschüler, Realschüler und Gymnasiasten ab drei Kilometern. Das entspricht einer bayernweiten Regelung, für die es auch Fördergeld gibt. Laut Rathaus fahren bislang 120 bis 130 Schüler in Penzberg aufgrund der Entfernung kostenlos.

Eine Stadtratsmehrheit hatte im vergangenen November die Gratis-Aktion für Schüler beschlossen. Der Vorschlag war von Michael Kühberger (FLP) gekommen.

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