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Der Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße wird vom Staatlichen Bauamt in die Untersuchung mit einbezogen. 

Staatliches Bauamt

Penzberg: Stau-Kreisel rückt ins Blickfeld - die Autobahn spielt eine Rolle

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In Penzberg ist der Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße im Berufsverkehr überlastet. Die Suche nach einer Lösung rückt ins Blickfeld. Zwei Varianten sind im Spiel.

Penzberg– Seit geraumer Zeit wird beim Staatlichen Bauamt in Weilheim überlegt, wie die Verkehrssituation an den Autobahn-Ausfahrten zwischen Penzberg und Iffeldorf verbessert werden kann. Zuletzt rückte dabei auch der wenige hundert Meter entfernte innerstädtische Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße ins Blickfeld. Das Staatliche Bauamt nahm diesen Kreisel – er gilt im Berufsverkehr als überlastet – in seine Verkehrsuntersuchung auf. Der Grund ist, dass dortige Staus direkte Folgen für die Situation an den beiden A95-Ausfahrten haben – und umgekehrt.

Tatsächlich sind die Staus zum Berufsverkehr vor dem Kreisel an der Seeshaupter Straße ein stetes Ärgernis für Autofahrer. Der Penzberger CSU-Chef Nick Lisson („Wie kann man das Problem mit den Monsterstaus lösen?“) sah sich vor kurzem veranlasst, beim Staatlichen Bauamt in Weilheim nachzufragen, wie weit die Überlegungen gediehen sind. Seine Schlussfolgerung aus der Antwort: Es würden sich zwei mögliche Varianten herauskristallisieren. Zum einen werde geprüft, den Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße auf zwei Spuren zu erweitern, oder zum anderen, den Kreisverkehr ganz aufzulösen und dafür eine Ampelanlage zu installieren, sagte Lisson. Er vermutet, dass es auf eine Empfehlung für eine Ampelanlage hinausläuft. Lisson, der dem Kreistag und dessen ÖPNV-Beirat angehört, wollte sich momentan noch kein Urteil über die beste Lösung erlauben. „Fakt ist aber, dass etwas passieren muss“, sagte er.

Beim Staatlichen Bauamt mochte man gegenüber unserer Zeitung die Aussagen Lissons zu den zwei Varianten so nicht bestätigen. Sie wurden allerdings auch nicht ausgeschlossen. Solche konkreten Überlegungen seien erst der zweite Schritt, der erste Schritt sei das Verkehrsgutachten, und dessen Ergebnisse lägen noch nicht vor, erklärte Andreas Lenker, zuständig bei der Behörde für den Landkreis Weilheim-Schongau, auf Anfrage. Erst auf deren Basis wird es ihm zufolge eine Empfehlung geben, was aus verkehrsplanerischer Sicht sowohl an der Seeshaupter Straße als auch bei den A95-Ausfahrten geschehen könnte. Ein Ergebnis erwartet Lenker für die Zeit um Ostern. Es werde dann mit der Stadt Penzberg diskutiert.

Der Grund dafür, dass der Kreisel an der Seeshaupter Straße verstärkt ins Blickfeld gerückt ist, sind die Pläne des Staatlichen Bauamts für die Ausfahrten von der A95 auf die Staatsstraße. Dort gibt es ebenfalls Staus, die teilweise bis zur Autobahn zurückreichen. Ursprünglich wurde überlegt, auf Iffeldorfer Seite einen Turbokreisel und auf Penzberger Seite einen normalen Kreisel zu bauen. Wegen Grunderwerbsproblemen ging der Trend zuletzt aber zur Installierung von Ampelanlagen auf beiden Seiten der Autobahnbrücke. Um allerdings keine neuen Probleme zu schaffen, beauftragte das Staatliche Bauamt, den Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße in die Betrachtungen mit einzubeziehen und das Augenmerk auf die Länge und Tageszeiten der Staus zu legen.

„Wir schauen uns die drei Knotenpunkte zusammen an“, so Andreas Lenker, also die beiden A95-Ausfahrten und den bestehenden Kreisel. Das beauftragte Ingenieurbüro prüfe, welche Varianten miteinander kommunizieren. Zum Beispiel, ob drei Ampelanlagen oder drei Kreisel auf der kurzen Strecke Sinn machen. Wohingegen, wie Lenker bestätigte, eine Mischung eher Probleme bereiten kann, aber nicht bereiten muss. Klarheit darüber soll das Gutachten bringen.

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