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Nachtbus in München.

Penzberg-Tölz: Der erste Nachtbus rollt am Freitag

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Der neue Nachtbus von Penzberg nach Bad Tölz steht vor seiner Jungfernfahrt. Am 6. Oktober geht‘s los. Ein Erfolg für das Penzberger Jugendparlament.

Penzberg - Bis März soll der Discobus an zwölf Tagen die Penzberger Jugendlichen nach Bad Tölz bringen. Damit wird das erste große Projekt des Penzberger Jugendparlaments Wirklichkeit. Die Jungparlamentarier hatten mehrere Monate lang an einem Konzept für einen Nachtbus gearbeitet, der bezahlbar ist. „Er soll attraktiv sein, aber das Budget der Stadt nicht zu sehr belasten“, hatte Jupa-Mitglied Lukas Dietsch bei der Präsentation der Pläne im vergangenen März erklärt. Damals gab der Stadtrat grünes Licht für einen sechsmonatigen Test.

Nun ist es so weit. Der erste Nachtbus startet am Freitag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr. In Penzberg gibt es acht Haltestellen: die Kreuzung in Steigenberg, den Bahnhof, die Haltestelle im Zentrum, Heiglhof, Wankstraße, Berghalde, Haselbergstraße und Bichler Straße. Von dort geht es mit einem Zwischenstopp in Bad Heilbrunn (Haltestelle bei der B 472) nach Bad Tölz, wo das „Jailhouse“, das „Bistro Inkognito“, das „Kesselhaus“, das „Gasthaus“, das „Kult Events“ und das „Rocks Off“ angefahren werden.

Der Nachtbus soll in seiner ersten Saison von Oktober bis März jeden ersten Freitag und jeden dritten Samstag im Monat fahren. Also an insgesamt zwölf Tagen. An jedem Abend gibt es vier Fahrten von Penzberg nach Bad Tölz: In Penzberg startet der Nachtbus um 19.30 Uhr, um 21.30 Uhr, um 0.30 Uhr und um 2.30 Uhr. Zurück geht es von Bad Tölz um 20.30 Uhr, um 22.30 Uhr, um 1.30 Uhr und um 3.30 Uhr. In der Summe wird die Strecke von Penzberg nach Bad Tölz in der Premieren-Saison 48 Mal gefahren. Diese Details stellten die städtische Jugendbeauftragte Lisa Nagel und Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann vor.

Die Einzelfahrt kostet drei Euro, das Ticket für Hin- und Rückfahrt fünf Euro. Mitfahren dürfen natürlich nicht nur Jugendliche – den Bus besteigen können auch Erwachsene, bestätigte Lisa Nagel. 

Das Penzberger Jugendparlament kann mit der Realisierung des Nachtbusses einen großen Erfolg feiern. Einen derartigen Nachtbus gab es zwar schon einmal. Das einst vom Landkreis bezahlte Angebot wurde jedoch vor knapp drei Jahren eingestellt, insbesondere wegen der Kosten und der fehlenden Nachfrage. Das Penzberger Jugendparlament wollte es besser machen und erarbeitete ein Konzept, das weniger als ein Drittel – sie kalkulierten mit 10 000 Euro – kosten sollte, andererseits aber auch deutlich weniger Fahrten vorsieht. Bei der Präsentation schlug das Jugendparlament selbst vor, den Bus eine Saison auf Probe fahren zu lassen. „Und wenn die Fahrten nicht angenommen werden“, so Lukas Dietsch, „kann man einen endgültigen Schlussstrich unter den Nachtbus ziehen.“

Die Fahrpläne: an den Haltestellen und im Internet unter „www.penzberg.de“.

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