Ist Meghans Baby schon da? Krankenwagen vor Harrys und Meghans Anwesen gesichtet

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Die Bürgerbahnhof-Idee stellten Konrad Kürzinger, Uwe Sattler, Monika Uhl, Anette Völker-Rasor, Uwe Herrmann, Barbara Kaulbarsch und Gisela Matschl vor. Sie bilden einen Teil des Kreises.

Der Traum vom Bürgerbahnhof mit Brauerei - einige Penzberger schmieden Pläne

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Ein Bürgerbahnhof mit einer Brauerei als Herzstück: So lautet die Idee, an der ein Kreis engagierter Penzberger arbeitet. Um so etwas zu realisieren, wollen sie eine Genossenschaft gründen. Im Rathaus stößt die Idee auf offene Ohren.

Penzberg – Die Frage, was mit dem Penzberger Bahnhofsgebäude geschehen soll, beschäftigt die Politik und die Öffentlichkeit seit Jahren. Klar ist bislang nur, dass es erhalten bleibt – dafür hat sich jedenfalls der Stadtrat ausgesprochen. Intensive Gedanken über das sanierungsbedürftige Gebäude machte sich in den vergangenen Monaten nun ein bunt gemischter Kreis. „Ein Ort von Bürgern für Bürger“ – das soll es werden. So lautet die Idee. Diese Woche ging der Kreis an die Öffentlichkeit.

Herzstück eines Bürgerbahnhofs könnte eine Brauerei werden, in der auch Kurse stattfinden, heißt es in einer Projektskizze. Da trifft es sich, dass es seit kurzem den „Heim- und Hobbybrauereiverein Penzberg“ gibt. Man habe mit ihm sehr früh Kontakt aufgenommen, erzählt Anette Völker-Rasor. Dort stieß die Idee auf Interesse. „Es wäre reizvoll“, sagt Brauer-Vorsitzender Uwe Sattler. „Eine spannende Sache, man müsste sehen, wie es sich realisieren lässt.“

Bürgerbahnhof in Penzberg: Platz für eine kleine Bühne

Alternativ käme nach Angaben des Kreises auch ein Unverpacktladen in Betracht. Parallel vorstellen kann sich die Runde eine Gastronomie, die verpachtet wird, sowie eine kleine Bühne für Lesungen oder Musik. Nötig wären wegen des Bahnbetriebs zudem ein Wartebereich und ein WC, die unabhängig von Öffnungs- und Verkaufszeiten zugänglich sind. Nachts soll das Gebäude wie bisher geschlossen sein. Und was ist mit den Wohnungsmietern? Sie sollten möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen werden, einstweilen gebe es nur Pläne für das Erdgeschoss, heißt es in der Projektskizze. Wichtig ist dem Kreis bei alledem: Es soll ein Ort entstehen, der dem Klimaschutz verpflichtet ist.

Bürgerbahnhof: Penzberg bräuchte eine Genossenschaft

Realisieren möchte er dies über eine Genossenschaft. Sie könnte – so lautet eine Möglichkeit – das Gebäude von der Stadt erwerben, sanieren und dann beleben. Derzeit bereitet die Runde eine Satzung vor. „Wir sehen uns nur als Startgruppe“, sagt Anette Völker-Rasor. Wenn die Genossenschaft entsteht, hofft der Kreis auf viele Mitglieder. Man brauche eine „gewisse Begeisterung in der Bevölkerung“, sagt Konrad Kürzinger. Um da schon einmal vorzufühlen, ist der Kreis jetzt auch an die Öffentlichkeit gegangen. „Uns geht es um die Frage, ob sich die Penzberger damit anfreunden können, ob die Idee eine Zukunft hat“, erklärt Monika Uhl.

Denkmalverein ist mit im Boot

Bereits im Boot ist der Denkmalpflegeverein, der sich seit Jahren für den Erhalt des Bahnhofsgebäudes einsetzt. Von dort kam schon einmal die Idee für einen Bürgerbahnhof, aber unter der Ägide der Stadt. Wie Denkmalschützerin Barbara Kaulbarsch erklärte, könnte der Verein sich dies aber auch auf Basis einer Genossenschaft vorstellen.

Bürgerbahnhof-Vorbild in Leutkirchen

Vorbild für die Penzberger Pläne sind andere Orte, vor allem Leutkirchen. Dort entstand 2012 auf Basis genossenschaftlicher Finanzierung und Organisation der erste Bürgerbahnhof in Deutschland. In dem historischen Gebäude gibt es eine Wirtshausbrauerei, ein Infozentrum mit Vortragssaal, Kreativbüros und einen Warteraum für Bahnreisende. Visionen für die Zukunft sind in Leutkirchen ein Fahrradhotel und eine Verleihstation für E-Mobilität. 2,5 Millionen Euro flossen in die Sanierung – 1,1 Millionen war Eigenkapital der Bürger, der Rest Fördermittel und Spenden. Wie es mit den Kosten in Penzberg aussieht? Das wäre momentan alles Spekulation, sagt Anette Völker-Rasor.

Ermutigt hat den Kreis ihr zufolge vergangene Woche ein Gespräch im Rathaus, unter anderem mit Bürgermeisterin Elke Zehetner. Man habe ein positive Signal erhalten, sich damit weiter zu beschäftigen, erklärt sie. Und nun? „Wir hoffen, dass wir vor der Sommerpause ein Konzept im Stadtrat vorstellen können. Und dann muss es gären – wie das Bier.“

Der Kreis, der momentan an der Idee arbeitet, besteht aus Konrad Kürzinger, Uwe Sattler, Monika Uhl, Anette Völker-Rasor, Uwe Herrmann, Barbara Kaulbarsch, Gisela Matschl, Christine Jausel, Michael Weidner, Max Kapfer, Claus-Peter Schröder, Martin Janner, Susanne Hanus, Uwe Geißler, Tom Sendl und Thomas Grubert.

Ein anderes Modell für einen Bürgerbahnhof hat Uffing - ein Zentrum für Nachhaltigkeit.

Lesen Sie auch: Den Schongauer Bahnhof hat vor einigen Jahren Andreas Holzhey von der Bürgerbahnhof Oberland GmbH gekauft.

Am Bahnhof in Penzberg gibt es auch noch andere Pläne:Platz für 200 Fahrräder auf zwei Etagen.

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