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Eifrige Stadtradler: Gruppen- und Einzelsieger erhielten eine Auszeichnung.

Penzberg überbietet alten Rekord deutlich: Beim „Stadtradeln“ eineinhalbmal um den Äquator

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Die Penzberger haben beim „Stadtradeln“ einen neuen Rekord aufgestellt: Die Teilnehmer schafften innerhalb von drei Wochen über 66 000 Kilometer. Damit wurde die alte Bestmarke deutlich überboten. Vor allem, weil sehr viele Schüler aufs Rad stiegen und sich zum Teil eigene Wettbewerbe lieferten.

Penzberg – Zum fünften Mal hat Penzberg an der bundesweiten „Stadtradeln“-Aktion teilgenommen, die es mittlerweile auch in anderen Ländern gibt – und dabei den alten Rekord aus dem Premierenjahr geknackt. Damals, 2015, waren 260 Penzberger genau 40 186 Kilometer geradelt, eine Zahl, die in den drei darauffolgenden Jahren nicht annähernd erreicht wurde. Ein Mal war es lediglich ein Viertel, zwei Mal nur die Hälfte der Bestmarke.

Stadtradeln in Penzberg: Diesmal waren viele Schüler dabei

Doch diesmal ließen sich 361 Kinder, Jugendliche und Erwachsene registrieren, von denen letztlich 318 Teilnehmer eine Kilometerzahl in die Liste eintrugen – so viel wie noch nie. Das offizielle „Stadtradeln“-Portal verzeichnete diesen Montag für Penzberg genau 66 833 Kilometer, sogar 500 Kilometer mehr, als Koordinator Andreas Wowra vergangene Woche bekannt gegeben hatte. Penzberg rangiert damit nach aktuellem Stand – noch laufen „Stadtradeln“-Aktionen an anderen Orten – auf dem 313. Platz von 1103 Kommunen. Blickt man nur auf Orte in Penzbergs Größenordnung, ist es immerhin der 140. Platz. Die Aktion, die ein bundesweites Klima-Bündnis im Jahr 2008 ins Leben rief, soll für das Fahrradfahren als CO2-freie Fortbewegung werben.

Stadtradeln in Penzberg: Gymnasiumsteam holt den Sieg mit weitem Abstand

Einen großen Anteil am neuen Penzberger Rekord haben Schüler. „Es freut mich, dass die jüngere Bevölkerung so stark dabei war, und zwar auf unmotorisierten Fahrrädern“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner bei der Siegerehrung. Das Penzberger Gymnasium nahm allein mit 126 Schülern und Lehrern teil, die zusammen 23 005 Kilometer auf sich vereinten – was gleichzeitig der klare erste Platz bei der Gruppenwertung war. „Natürlich war ,Fridays for Future’ schuld – wer demonstriert, muss zeigen, dass er auch einen ökologischen Beitrag leistet“, kommentierte Bernhard Kerscher, Direktor des Gymnasiums, das Ergebnis. Und dieser Beitrag war sehr groß. „Sie haben mehr als dreimal so viele Kilometer geschafft wie der Zweitplatzierte“, rechnete Andreas Wowra vor. Auf dem zweiten Platz landete heuer das EMT-Firmenteam, das im vergangenen Jahr noch Gruppensieger war: 25 Radler schafften 6499 Kilometer. Auch die Montessori-Schule schickte eifrige Radler los: 14 Aktive fuhren 2398 Kilometer, was immerhin noch den achten Platz unter 22 Gruppen bedeutete.

Am Penzberger Gymnasium führte das „Stadtradeln“ sogar zu einem kleinen Wettbewerb, den sich Sportlehrer Karl-Heinz Kammermeier mit den zwei 14-jährigen Schülern Caspar Ringel und Leander Duschek lieferte. Die drei trieben sich gegenseitig an. „Am Ende haben mich die zwei Schüler geschlagen“, räumte der Lehrer lächelnd ein. Neuntklässler Caspar Ringel kam mit seinen 1111 Kilometern in drei Wochen sogar auf den zweiten Platz in der Einzelwertung vor Sebastian Nutzinger (972 Kilometer), der für das Penzberger Ingenieurbüro K3 startete.

Stadtradeln in Penzberg: Wolfgang Sacher weit vorne in der Einzelwertung

Weit enteilt war in der Einzelwertung Wolfgang Sacher vom BfP-Team. Der Goldmedaillengewinner bei den Paralympics im Radfahren fuhr 1806 Kilometer in den drei Wochen: Zum einen radelt er jeden Tag zur Arbeit nach Schäftlarn, zum anderen war er diesmal auch auf einer großen Fahrradtour, die die Kilometerzahl nach oben trieb.

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