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„Chillout“-Umbau hat begonnen: „Die Jugendlichen freuen sich schon“

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Von: Wolfgang Schörner

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Stadtbaumeister Justus Klement und Leiterin Bettina Stocker in der Chillout-Baustelle.
Auf der Baustelle: In einen früheren Lagerraum zieht das „Chillout“ ein; im Bild Stadtbaumeister Justus Klement und Leiterin Bettina Stocker. Rechts von ihnen ist der Haupteingang, links die Tür zum Garten. © Wolfgang Schörner

Beim künftigen Jugendtreff „Chillout“ tut sich etwas. Die Umbauarbeiten in der ehemaligen Molkerei haben begonnen. Derzeit befindet sich der rund 250 Quadratmeter große Raum noch im Rohbauzustand.

Noch ist viel Phantasie nötig, um sich die Baustelle als Jugendtreff vorstellen zu können. Die neu eingezogenen Zwischenwände vermitteln aber schon einen Eindruck – vom Saal, der fast die Hälfte des neuen „Chillout“ ausmacht und in dem einmal Sofas und Kicker stehen werden, vom Bandraum und vom kleineren Zimmer zum Chillen, was so viel wie „Entspannen“ bedeutet. Auch die Stelle für Küche und Bar lässt sich erahnen. Der geflieste Boden ist am Rand abgeklebt. Ein Holzboden soll auf die Fliesen gelegt werden – wie ein Podest soll das einmal wirken. Von der Baustelle führt eine Tür hinaus in den künftigen, gut 200 Quadratmeter großen Garten, der an den Säubach grenzt.

„Chillout“-Treffe: Umzug zur ehemaligen Molkerei an Christianstraße

„Super, ich find’s perfekt“, sagt Bettina Stocker, die seit vielen Jahren den Jugendtreff „Chillout“ im Auftrag der Stadt betreut. Sie setzt immer mal wieder Bilder in die WhatsApp-Gruppe und auf Facebook. Die Jugendlichen, sagt sie, „freuen sich alle schon“. Die Aufregung hat sich jedenfalls gelegt. Als sie vergangenes Jahr erfuhren, dass ihr altes „Chillout“ abgerissen wird, wollten sie noch um ihr Haus kämpfen.

Der „Chillout“-Treff soll, wie berichtet, im Herbst zur ehemaligen Molkerei an der Christianstraße umziehen. Das neue Domizil ist ein ehemaliger Lagerraum im Erdgeschoss unter den Vereinsräumen. Es bietet ungefähr doppelt so viel Platz wie das aktuelle „Chillout“ im alten Hausmeisterhäuschen, das dem Familienbad-Parkhaus weichen muss. Rund 222.000 Euro lässt sich die Stadt das neue „Chillout“ kosten.

Begonnen hatten die Umbauarbeiten in der zweiten Juli-Hälfte. Alle Einbauten kamen raus, auch die Glasbausteine, die durch richtige Fenster und die Tür zum Garten ersetzt wurden. Der Brandschutz wurde ertüchtigt und der frühere Lagerraum mit Zwischenwänden unterteilt. So entstanden auch zwei Toiletten und ein Technikraum für die Heizung sowie die Kanal- und Wasseranschlüsse. Weiter geht es, sagt Stadtbaumeister Justus Klement, mit dem Trockenbauer, der die Wände verkleidet, dann folgen die Installationen und das Podest sowie die technischen Einbauten. Am Freitag, 30. Oktober, soll der Umbau fertig sein – so lautet das Ziel. Danach können die Jugendlichen umziehen, so Klement.

„Chillout" soll ein offener Treff bleiben

Helfen sollen die „Chillout“-Jugendlichen aber auch schon vorher. Bettina Stocker schätzt, dass es maximal zehn Jugendliche sein werden. Es müssen die Wände gestrichen werden. Auch bei der Bar könnten sie helfen. Wie die einzelnen Räume genutzt werden, das ist bei ihnen schon länger Diskussionsthema. Es gebe da eine Menge Ideen, erzählt Bettina Stocker. Zum Beispiel ein Sessel, der von der Decke hängt. Oder eine alte Theke und ein DJ-Pult für den Chill-Raum. Auch über die Aufgaben, wer Rasen mäht oder Getränke holt, diskutieren die jungen Leute. „Sie nehmen sich brutal viel vor“, sagt Stocker.

Bleiben soll das „Chillout“ ein offener Treff. „Die Tür ist für alle offen“, sagt Stocker. Gesucht wird auch eine neue Nachwuchsband. Momentan probt im alten „Chillout“ die Band „Helden der Vorstadt“. Im neuen Treff wäre im Bandraum Platz für eine zweite Gruppe. Wer Interesse hat, so Stocker, kann im alten „Chillout“ (montags, 18 bis 22 Uhr, und freitags, 18 bis 24 Uhr) vorbeischauen. Das alte Hausmeisterhäuschen bleibt noch ein wenig erhalten. Es wird erst abgerissen, wenn die Jugendlichen umgezogen sind.

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