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Neues Schild, neuer Betreiber seit Dienstag im Seniorenzentrum in Penzberg.

Novita verabschiedet sich

Wechsel im Penzberger Seniorenzentrum vollzogen: AWO München ist da

  • vonWolfgang Schörner
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Der Wechsel im Penzberger Seniorenzentrum ist vollzogen. Die Novita GmbH hat sich am Montag verabschiedet. Seit Dienstag ist die AWO München der Betreiber.

Penzberg – Nur ein Jahr lang war die „Novita Leben im Alter GmbH“ der Betreiber des Penzberger Seniorenzentrums an der Gartenstraße. Die vergangenen Monate waren geprägt von gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Novita, der Stadt Penzberg und dem Eigentümer, der Thomas-Wimmer-Stiftung. Novita hatte sich einst den Zutritt zum Haus vor Gericht erstritten. Vor sechs Wochen verkündete das Trio, kurz vor dem nächsten Gerichtstermin, überraschend eine Einigung. Sprich: Novita verlässt das Haus und die AWO München, der Wunschpartner von Eigentümer und Stadt Penzberg, zieht als neuer Betreiber in das Seniorenzentrum.

Seniorenzentrum in Penzberg: Wechsel von Novita zur AWO München

Am Dienstag wurde, wie angekündigt, der Wechsel von Novita zur AWO München vollzogen. Vorerst keinen Wechsel gibt es an der Spitze des Seniorenzentrums. Einrichtungsleiter bleibe Michael Zimmermann, erklärte Hans Kopp, Geschäftsführer der AWO München, auf Anfrage. Zimmermann hatte die Leitung vor einem Jahr beim Novita-Einzug übernommen. Er habe sich sehr engagiert und das nötige Einrichtungswissen für den Übergang. Ihm zur Seite stellt der neue Betreiber den Penzberger Christian Schulz, der laut Kopp als Beauftragter der Geschäftsführung die Anbindung an die AWO München sicherstellen soll. Schulz sei ein „sehr erfahrener Einrichtungsleiter“. Der Penzberger ist seit 17 Jahren bei der AWO Einrichtungsleiter in München.

Seniorenzentrum in Penzberg mit Doppelspitze

Zur Frage, ob sich der vor sechs Wochen formulierte Wunsch nach einem „reibungslosen Übergang“ erfüllt habe, sagte Kopp diplomatisch, dass alle Beteiligten „ganz gut kooperiert“ hätten. Der Aufwand eines solchen Übergangs, so der Geschäftsführer, sei hoch. Vor allem, was die Umstellung der EDV betrifft, um zum Beispiel die Abrechnung für die Heimbewohner machen und die Löhne für die Mitarbeiter auszahlen zu können.

Seniorenzentrum: Lohnerhöhung für Mitarbeiter wird nachgeholt

Apropos Löhne: Die momentan knapp 100 Mitarbeiter kommen wieder in den AWO-Tarif, erklärte der Geschäftsführer. Und sie kämen gleich in den Genuss der ersten Tariferhöhung, „die ihnen bei Novita verwehrt geblieben ist“, so Kopp. Die Mitarbeiter „steigen mit einer Lohnerhöhung ein“, erklärte er. Die Arbeitsplätze blieben erhalten. Natürlich habe es aber auch eine gewisse Unruhe gegeben, sagte Kopp. So ein Übergang stelle eine gewisse Herausforderung für die Mitarbeiter dar. Laut dem Geschäftsführer kam es auch zu „ein, zwei Kündigungen“. Was die Heimbewohner betrifft – momentan sind es etwas weniger 80 –, laufen die „Rechte und Pflichten“ normal weiter.

Seniorenzentrum nach dem Wechsel: Erweiterung und Umbau

Umgesetzt werden soll nun auch die angekündigte Erweiterung und der Umbau des Seniorenzentrums. Wie berichtet, hatte die Thomas-Wimmer-Stiftung vor sechs Wochen erklärt, möglichst bald damit beginnen zu wollen. Erste Etappe soll es demzufolge sein, schrittweise die Toiletten zu erneuern und das Haus behindertengerecht auszubauen, um bis Ende 2022 die Vorgaben der Landkreis-Heimaufsicht zu erfüllen und so die weitere Betriebserlaubnis zu erhalten. Einige Bewohner, so Kopp, müssten deshalb umziehen, was man aber einvernehmlich mit ihnen und den Angehörigen regeln werde. In zwei weiteren Etappen soll ein neuer Anbau entstehen und das Pfründnerheim umgebaut werden.

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