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Die Turnhalle am Josef-Boos-Platz ist seit drei Jahren geschlossen.

Stadt und Landkreis einigen sich 

Penzberg: Weg für Sanierung der Turnhalle frei

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Für die Sanierung der Penzberger Turnhalle am Josef-Boos-Platz können Nägel mit Köpfen gemacht werden. Stadt und Landkreis haben sich über die Zukunft der Penzberger Sporthallen geeinigt

Penzberg – In den vergangenen Monaten hatten die Stadt Penzberg und der Landkreis Weilheim-Schongau über die Zukunft der Penzberger Sporthallen verhandelt: Die seit drei Jahren geschlossene Turnhalle am Josef-Boos-Platz und die alte Turnhalle am Wellenbad gehörten bislang beiden gemeinsam. Ziel war, die Besitzverhältnisse zu entflechten. Dies galt auch als Voraussetzungen dafür, dass die Sanierung der Halle am Josef-Boos-Platz endlich beginnen kann. Nun wurde eine Einigung erzielt: Demnach gehören die beiden Sporthallen künftig vollständig der Stadt Penzberg. Der Notarsvertrag soll in Kürze unterzeichnet werden.

„Wir starten jetzt durch“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner auf Nachfrage über die Turnhalle am Josef-Boos-Platz. Man könne nun die Planer für die Sanierung beauftragen und auch die Förderanträge stellen. Letzteres ist jetzt einfacher, weil es nur noch einen Eigentümer gibt. Den zuletzt genannten Wiedereröffnungstermin – das Jahr 2020 – „können wir halten“, so Zehetner. Sie hoffe, dass es zum Schulbeginn in zwei Jahren so weit sein wird.

Durch die Einigung mit dem Landkreis gehört der Stadt Penzberg künftig ebenso die alte Wellenbad-Turnhalle komplett. Auch sie ist sanierungsbedürftig. Dazu gibt es bereits eine Machbarkeitsstudie. Wann diese Halle saniert wird, ist noch offen. Eine Möglichkeit wäre, sie gleich mit zu sanieren. Davon rät Zehetner allerdings ab: „Wir können nicht alles lahmlegen.“ Sprich: gleichzeitig zwei Sporthallen sanieren und zugleich das Hallenbad abreißen und neu bauen. „Außerdem müssen wir unser Geld zusammenhalten“, erklärte sie vor dem Hintergrund einer nach wie vor drohenden Gewerbesteuerrückzahlung. Realistischer ist es ihr zufolge deshalb, sich erst die eine und dann die andere Halle vorzunehmen.

Den Vorteil für Penzberg durch die komplette Übernahme beider Hallen – auch wenn sie saniert werden müssen – sieht Zehetner darin, „dass wir die Bedürfnisse des Vereinssports erfüllen können, weil wir als Stadt selbst die Hand drauf haben“. Während der Landkreis von Vereinen zehn Euro pro Hallendrittel und Stunde verlangt, übernehme die Stadt diese Miete selbst, so die Bürgermeisterin.

Noch vor den Sommerferien hatten sich der Landkreis und die Stadt Penzberg, wie erwartet, auf eine 2:1-Lösung geeinigt. Der Stadtrat stimmte ihr bei einer Gegenstimme zu, der Kreistag votierte geschlossen dafür, beide in nicht öffentlichen Sitzungen. Die 2:1-Lösung besagt, dass einerseits die Stadt Penzberg die Landkreis-Anteile an der Halle am Josef-Boos-Platz sowie an der alten Wellenbad-Turnhalle samt Grundstück übernimmt. Andererseits behält der Landkreis die neue Turnhalle am Wellenbad und bekommt von der Stadt zugleich das Grundstück, auf dem diese Halle steht.

Der Landkreis hat laut Kreiskämmerer Nobert Merk zudem über 25 Jahre gegen Mietzahlung ein Nutzungsrecht für den Schulsport, also von Gymnasium, Realschule und Förderschule, in den beiden nun städtischen Turnhallen. Zur Einigung gehört ihm zufolge auch, dass die Stadt auf Basis des Hallen-Wertgutachtens eine Ausgleichszahlung an den Landkreis in einer Größenordnung von zirka 700 000 Euro tätigt.

Der Vorteil der Einigung für beide Seiten sei, so Merk, dass die Verantwortlichkeiten für die Hallen nun eindeutig seien. Das ist insbesondere für die Förderanträge bei der bevorstehenden Sanierung wichtig. „Wenn beide Zuschüsse beantragen, wäre es schwierig geworden.“ Für den Landkreis sieht Merk den Vorteil, dass dieser nun keine Sanierung finanzieren muss. „Wir zahlen nur noch Miete.“ Den Verdacht, der Landkreis habe sich so aus der Verantwortung stehlen wollen, tritt Merk entgegen. Der Landkreis, sagt er, wäre zu einer Übernahme und Sanierung der alten Turnhalle am Wellenbad bereit gewesen.

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