Richtwerte unterschritten, Ampel bleibt trotzdem

Penzberg - Eigentlich werden die Richtwerte unterschritten. Trotzdem will die Stadt Penzberg in Wölfl eine Fußgängerampel fest installieren.

Die Fußgängerampel war vor vier Monaten an der Straße "Wölfl" für eine Testphase an der Einmündung zur Birkenstraße aufgestellt worden – dort führt der Weg zur Grundschule. Bei einer Zählung wurde die erforderliche Mindestzahl von 50 Fußgängern pro Stunde, die die Ampel nutzten, zumindest annähernd erreicht, wie Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann sagt. Weit unter der Norm blieb aber die Zahl der Kraftfahrzeuge. Statt den erforderlichen 450 bis 600 Fahrzeugen in der Stunde waren es ihm zufolge nur 310 bis 360. Gezählt wurde an sieben Tagen im März von 7.15 und 8.15 Uhr. Der Ordnungsamtsleiter teilte dem Verkehrsausschuss diese Woche mit, dass die Polizei wegen der unterschrittenen Richtwerte gegen eine Fußgängerampel sei. Der Verkehrsausschuss vortierte aber einstimmig für die Ampel. Bis sie fest installiert ist, wird es laut Holzmann zwei bis drei Monate dauern. Er appellierte aber auch an die Ausschussmitglieder: Weil sie einer Ampel trotz unterschrittener Richtzahlen zugestimmt haben, sollten sie sich Gedanken über künftige Maßstäbe für gleichgelagerte Anträge aus anderen Ortsstraßen machen (mehr in der Freitagsausgabe)

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