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Die Wohnmobil-Urlauber können kommen: Penzberg eröffnet Stellplätze - Start ohne Parkscheinautomat

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Von: Wolfgang Schörner

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Zwölf Stellplätze für Wohnmobil-Urlauber stehen jetzt auf der Berghalde zur Verfügung; im Bild die Ver- und Entsorgungseinrichtung. Zweiter Platz am Familienbad?
Zwölf Stellplätze für Wohnmobil-Urlauber stehen jetzt auf der Berghalde zur Verfügung; im Bild die Ver- und Entsorgungseinrichtung. © wos

Neben dem Penzberger Volksfestplatz eröffnet am Montag der lange geplante Parkplatz für Urlauber, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Bei der Stadt rechnet man damit, dass die Nachfrage hoch sein wird. Was Wohnmobilfahrer freuen dürfte: In den ersten Tagen ist das Parken kostenlos.

Penzberg – „Wir rechnen mit einer Vollauslastung“, sagt Eleonore Hofmann, die bei der Stadt Penzberg für Tourismus zuständig ist. Der Bedarf sei sicher vorhanden. Schon als der Wohnmobil-Stellplatz noch eine Baustelle war, sei in den „sozialen Medien“ über die neue Möglichkeit gesprochen worden. Hofmann, die sich zuvor andere Wohnmobilstellplätze in der Umgebung angeschaut hatte, verweist auch darauf, dass die Neuzulassungen bei den Wohnmobilen zuletzt stark gestiegen sind. Im Frühjahr – damals wurde noch an dem Stellplatz gearbeitet – hatte sie zudem eine Untersuchung der Hochschule Kempten aus dem Jahr 2021 zitiert, wonach Wohnmobilisten Menschen mit hoher Kaufkraft sind, die pro Tag beziehungsweise Übernachtung bis zu 50 Euro ausgeben.

Zwölf Stellplätze für Wohnmobil-Urlauber - Parkscheinautomat erst Mitte August

Am Montag eröffnet nun auf der Berghalde zwischen Volksfestplatz und Stockschützen-Bahnen der neue Wohnmobil-Parkplatz für Urlauber. Dann soll der Standort auch auf den Camper-Apps zu finden sein. Die Lage sei ideal, in Zentrumsnähe und im Freizeitgebiet Berghalde, sagt Wirtschaftsförderin Lisa Fischer.

Zwölf Stellplätze stehen dort bereit. Die maximale Parkzeit betrage 48 Stunden, erklärt Hofmann. Für 24 Stunden zahlen die Reisenden zehn Euro, für 48 Stunden 15 Euro, wenn sie diesen Zeitraum gleich am Anfang buchen. Was Wohnmobilfahrer freuen wird: Zumindest in den ersten Tagen kostet das Parken nichts. Denn der Parkscheinautomat fehlt noch. Er soll Mitte August installiert werden. Nur in der Volksfestzeit wird der Stellplatz geschlossen sein.

Stellplatz ist nur während der Volksfestzeit geschlossen

Zahlen müssen die Wohnmobilfahrer von Anfang an für Frischwasser (10 Liter für zehn Cent) sowie Strom (zwei Kilowatt für einen Euro). Momentan sind acht Stellplätze mit Strom versorgt. Für die vier anderen soll noch eine Stromsäule aufgestellt werden. Ebenso stehen am neuen Wohnmobilstellplatz eine Säule für die Entsorgung von Abwasser. Eine Rinne im Boden ist zudem dafür da, dass die Reisenden das Spülwasser aus ihren Fahrzeugen ablassen können. Hinter den Stellplätzen soll auch noch der ehemalige Sparkassen-Pavillon aufgestellt werden, der künftig als öffentliches WC dient (wir berichteten). Mit dessen Umbau dauert es aber noch. Die Stadt rechnet damit, dass der Toiletten-Pavillon erst nächstes Jahr in Betrieb gehen kann.

„Man muss hinfahren und schauen, ob etwas frei ist“

Nicht möglich sei es, Stellplätze zu reservieren, erklärt Hofmann. „Man muss hinfahren und schauen, ob etwas frei ist.“ Die Stadt konnte so den Aufwand relativ gering halten. Sie hat eine Version ohne Schranke und Personal gewählt. Abgetrennt ist die Fläche nur vom Volksfestplatz. Eine Lösung sucht die Stadt noch für die Stockschützen, die das Gelände bislang ebenfalls als Parkplatz nutzen. Laut Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) hat der Wohnmobilstellplatz 44 000 Euro gekostet. Rund 400 Arbeitsstunden leistete der städtische Bauhof.

Alter Wohnmobilstellplatz bestand nur ein Jahr - Ende nach Beschwerden

In Penzberg gab schon einmal einen Wohnmobilstellplatz: auf dem Parkplatz beim Badesee auf Gut Hub. Er wurde im Herbst 2020 nach nur einem Jahr wieder geschlossen. Damals gab es massive Beschwerden, weil Parkplätze für Badegäste verloren gingen und die Umgebung angeblich verschmutzt wurde. Die Stadt Penzberg machte sich daraufhin auf die Suche nach einer Alternative. Ins Blickfeld rückte vor allem eine Fläche nahe dem künftigen Familienbad. Als möglicher Ort wurde das Gelände an der Birkenstraße genannt, auf dem momentan noch die Container-Kinderkrippe steht.

Dies sei auch weiterhin ein Thema, sagt Bürgermeister Korpan. Wenn das neue Kinderhaus an der Nonnenwaldstraße fertig ist und die Container-Krippe aufgelöst wird, könnten dort zusätzliche Wohnmobil-Stellplätze entstehen. Bis dahin habe man Erfahrung gesammelt. „Wir reden da von 2024, eher 2025“, so Korpan. Die Stellplätze auf der Berghalde würden trotzdem fortbestehen, erklärt er. „Es wäre unverhältnismäßig, wenn man sie dann wieder zurückbaut.“

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