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Gründungs-Team gesucht: Paul Hattemer und Florian Müller suchen Leute, die an der Gründung einer neuen Baugenossenschaft mitarbeiten wollen. 

Zwölf Interessenten gibt es bereits

Bezahlbarer Wohnraum für Penzberg: Mitstreiter für neue Genossenschaft gesucht

Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Penzberg knapp. Ein Vorstoß aus den Reihen des CSU-Ortsvereins soll das ändern. Paul Hattemer möchte eine Wohnungsbau-Genossenschaft für Penzberg ins Leben rufen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Als ersten Schritt dahin sucht er nun Mitstreiter.

Penzberg – Der Wohnungsnotstand ist auch in Penzberg längst angekommen, findet Paul Hattemer. Und die hier angesiedelten großen Firmen, allen voran Roche, würden die Situation zusätzlich verschärfen, so der stellvertretende Vorsitzende des CSU-Ortsvereins.

Günstiger Wohnraum sei für die Bürger der Stadt Mangelware, die Baulandpreise würden extrem steigen. Die vorherrschende Bebauung mit Einfamilien- oder Doppelhäusern sei für viele nicht mehr erschwinglich. „Und der Mehrfamilien-Wohnungsbau ist vor allem die Domäne der Bauträger“, so Hattemer. Hier möchte er mit seiner neuen und „ortsbezogenen“ Wohnungsbau-Genossenschaft ansetzen.

Zwei Wohnungsbau-Genossenschaften gibt es bereits in Penzberg 

Zwar gäbe es in Penzberg bereits zwei Wohnungsbau-Genossenschaften. Ein Gespräch mit der Wohnungsbaugenossenschaft eG Penzberg vor rund einem halben Jahr habe aber ergeben, dass man sich dort überwiegend auf die bereits vorhandenen Immobilien konzentrieren wolle, statt zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. „Sie sind ausgelastet mit dem Bestand und wollen eigentlich nicht mehr investieren“, so Hattemer.

Die „Maro“ ihrerseits, die zweite in Penzberg aktive Genossenschaft, sei überregional aktiv. Hattemer glaubt darum nicht, dass man sich dort sehr engagiert für neuen bezahlbaren Wohnraum in Penzberg einsetzen werde. Vor diesem Hintergrund reifte bei Hattemer im Laufe der vergangenen Monate die Idee, eine neue Genossenschaft zu bilden.

Wohnungsbau-Genossenschaft für Penzberg: Erste Mitstreiter schon gefunden

Erste Mitstreiter habe er dafür schon gefunden; unter anderem Florian Müller, ebenfalls Mitglied der Penzberger CSU und als gelernter Bankkaufmann außerdem in der Lage, die Gründung einer Baugenossenschaft fachlich fundiert zu unterstützen. Auch Hattemer will als pensionierter Bau-Ingenieur sein Fachwissen in der Baubranche einbringen.

Was die beiden nun suchen, sind Interessenten, mit denen zusammen sie die Baugenossenschaft tatsächlich gründen können. Erste zwölf Interessenten hätten sich bereits gefunden. Insgesamt, so Hattemer, brauche es aber rund 20 bis 25 Personen, die im Gründungs-Team mitarbeiten, Verantwortung übernehmen und Ideen für das Projekt entwickeln wollen.

Bestimmte Voraussetzungen oder gar Geld müsse dafür niemand mitbringen, versichert er. Aber natürlich sei es von Vorteil, wenn die Mannschaft aus Menschen bestehe, die Kenntnisse rund um das Thema mitbrächten.

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Erster Schritt ist eine Gründungsversammlung

Als ersten Schritt strebt Hattemer eine Gründungsversammlung an, bei der sich die neue Genossenschaft eine Satzung geben solle. In dieser Satzung würde dann unter anderem der Zweck der Genossenschaft genau definiert, ebenso wie die Genossenschafts-Anteile der Mitglieder.

Wann die Baugenossenschaft gegründet werden könne, hänge davon ab, wie schnell es gelinge, ernsthafte Mitstreiter zu finden, sagt er.

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Mögliche Flächen für künftigen Wohnbau-Projekte hat Hattemer aber schon im Blick: Unter anderem an der Birkenstraße gäbe es Flächen, die im Besitz der Stadt seien. Ist die Genossenschaft erfolgreich gegründet, will er Gespräche mit der Stadt über einen Verkauf der Flächen führen. Noch sei es dafür aber viel zu früh. Sollte die Stadt als größter Grundstückseigentümer keine Flächen verkaufen wollen, sieht Hattemer noch die Möglichkeit, vorhandene Gebäude zu erwerben, um sie zu sanieren oder abzureißen.

Interessenten

können sich per Mail an: bezahlbar-wohnen-penzberg@gmx.de mit Paul Hattemer in Verbindung setzen

Von Franziska Seliger

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