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Neubauviertel auf Edeka-Gelände: Kita mit vier Gruppen nötig

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Von: Wolfgang Schörner

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Auf dem Edeka-Gelände entsteht in einigen Jahren ein neues Wohnviertel – nötig ist deshalb auch ein zusätzlicher Kindergarten.
Auf dem Edeka-Gelände entsteht in einigen Jahren ein neues Wohnviertel – nötig ist deshalb auch ein zusätzlicher Kindergarten. © Wolfgang Schörner

Wegen des geplanten Wohnviertels auf dem Edeka-Gelände, in dem 385 Wohnungen entstehen sollen, wird in Penzberg die Schaffung einer neuen Kindertagesstätte mit vier Gruppen notwendig werden. Das geht aus einem Gutachten hervor. Untersucht werden auch die Folgen weiterer Baugebiete.

Penzberg – Penzberg wächst: Zwei große Wohnbaugebiete wird es in den nächsten Jahren geben. Westlich der Birkenstraße beginnt die Stadt gerade mit den Arbeiten für mehrere Wohnblöcke. Dort entstehen 149 Mietwohnungen. Außerdem will ein privater Bauherr 385 Wohnungen auf dem Edeka-Areal schaffen. Die Stadt plant weitere 35 Mietwohnungen am Daserweg. Das alles hat Auswirkungen auf die Penzberger Infrastruktur, speziell auf den Bedarf an Kinderbetreuung und Schulen.

Kita mit vier Gruppen nötig - offen ist noch, wo sie entsteht

Stadtbaumeister Justus Klement erklärte bei der Bebauungsplan-Diskussion in der jüngsten Stadtratssitzung auf eine Frage der Grünen-Fraktion, dass wegen des geplanten Wohnviertels auf dem Edeka-Gelände eine neue Kindertagesstätte mit vier Gruppen notwendig werde. Er bezog sich dabei auf eine Untersuchung, die wegen der Folgen des Neubaugebiets auf die Kinderbetreuung in Auftrag gegeben worden war. An welcher Stelle die Tagesstätte entsteht, ist noch offen. Die Realisierung ist Aufgabe des privaten Projektträgers.

Untersuchung über Folgen weiterer Neubaugebiete

Anette Völker-Rasor (PM) fragte zudem nach den weiteren Folgen des Neubauviertels für die Infrastruktur, speziell für die Schulen. Rathaus-Geschäftsleiter Roman Reis („Die Frage ist berechtigt“) geht zum Beispiel davon aus, dass die Grundschule an der Südstraße voll sein werde. Ihm zufolge wird dem Stadtrat voraussichtlich im September ein Gutachten vorgelegt, mit dem ein Fachbüro beauftragt worden ist. Es soll auch den Bedarf an Kindertagesplätzen untersuchen, der durch andere Wohnbaugebiete wie an der Birkenstraße und am Daserweg entsteht. In diesem Kontext soll dem Stadtrat im September ebenso der Sanierungsbedarf an der Bürgermeister-Prandl-Schule vorgestellt werden. Reis sagte, dass der Landkreis ebenfalls an den Daten interessiert sein wird, da auch irgendwann die weiterführenden Schulen betroffen sein werden.

Bezüglich des Edeka-Areals wird laut Klement in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt, dass der Projektträger die Tagesstätte realisieren beziehungsweise finanzieren muss. Ihm zufolge wurde ein Entwurf für eine viergruppige Tagesstätte in einem der Wohnhöfe angekündigt. Zum vielfach im Stadtrat geäußerten Wunsch, die Tagesstätte auf dem Dach des neuen Einkaufsmarktes zu realisieren, sagte er, dass dies der Grundstückseigentümer Edeka negativ sehe.

Kita auf dem Dach des neuen Einkaufsmarktes?

Aleksandar Trifunovic (CSU) bat, trotzdem noch einmal zu prüfen, ob die Kindertagesstätte auf dem Dach des künftigen Edeka-Einkaufsmarktes entstehen kann. Er begründete dies mit dem Flächenverbrauch. In größeren Städten seien Discounter zu so etwas bereit, sagte er.

Kein Verständnis für die Ablehnung hat Rathaus-Geschäftsleiter Reis. Einerseits bewerbe der Handelskonzern viele seiner Produkte mit Öko, andererseits verhalte er sich in dieser Frage „sehr statisch“, kritisierte Reis. Er empfahl dem Stadtrat, weiter zu versuchen, dass die Tagesstätte auf dem Dach entsteht.

In der Sitzung hatte der Stadtrat wie schon der Bauausschuss die Stellungnahmen und Einwände zum Bebauungsplanentwurf behandelt. Zu der Warnung des Bergamts, dass sich im Untergrund des südlichen Bereichs Schächte befinden (wir berichteten), stellte Stadtbaumeister Klement klar, dass die Behörde eine Bebauung nicht für unrealistisch halte. Die Schächte müssten nur untersucht, dokumentiert und verfüllt werden.

Für das Bebauungsplanverfahren bedeutet dies, dass zunächst der Teilplan für den nördlichen Bereich mit dem Einzelhandel zur Rechtskraft gebracht wird. Erst wenn die Situation mit den Schächten geklärt ist, kann der andere Teilplan – für das Wohnviertel – Rechtskraft erhalten. Das neue Wohnviertel will der Bauherr, wie berichtet, bis zum Jahr 2030 fertigstellen.

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