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Nach langer Pause hat‘s wieder geklappt - Ausbildungsmesse in Penzberg war „super besucht“

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Von: Franziska Seliger

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Gut besucht war der Ausstellerbereich von Job- und Ausbildungsmesse in der Stadthalle.
Gut besucht war der Ausstellerbereich von Job- und Ausbildungsmesse in der Stadthalle. © Franziska Seliger

2020 konnte die Ausbildungs- und Jobmesse in Penzberg wegen Corona nur digital stattfinden. Und heuer musste sie pandemiebedingt bereits zweimal verschoben werden. Als sie am Dienstag endlich stattfand, war das Interesse groß. Die Veranstalter sind zufrieden.

Penzberg – Schon kurz nach der Eröffnung des Ausstellerbereichs um 12 Uhr herrschte in der Penzberger Stadthalle durchaus so etwas wie Gedränge. Ganze Gruppen von Schülern der verschiedenen Penzberger Schulen sowie von der Mittelschule Benediktbeuern und der Realschule Schlehdorf schoben sich im Laufe der Messe von Infostand zu Infostand, um sich bei den unterschiedlichen Branchen über mögliche Ausbildungsstellen und deren Anforderungen zu informieren. Unter den verschiedenen Betrieben aus dem Handwerk, den Pflegeberufen, von Behörden oder öffentlichen Einrichtungen, war auch das Autohaus Rinner aus Bad Tölz. Wie Mitarbeiter Markus Haberer sagte, sei das Unternehmen zum ersten Mal bei der Penzberger Messe dabei, denn: „Es ist schwierig, Fachkräfte zu finden.“ Die Messe wolle man nutzen, um beim Nachwuchs für eine Ausbildung zum Beispiel zum KFZ-Mechatroniker oder zur Automobilkauffrau zu werben. Mit dem Interesse der Jugendlichen war Haberer zufrieden. „Es waren schon viele an unserem Stand.“ Auch zahlreiche Anmeldezettel für ein Probepraktikum wurden abgegeben.

Aussteller: „Es ist schwierig, Fachkräfte zu finden“

Ein Stück weiter stand Laura Hagerer hinter dem Infostand des Hauptzollamts Rosenheim. Noch, sagte sie, seien die Jugendlichen „zurückhaltend“, wenn es darum gehe, Fragen zur Tätigkeit einer Zollbeamtin zu stellen. „Aber ich bin zuversichtlich, dass das noch besser wird.“ Etwa 70 verschiedene Betriebe aus Penzberg und der Region präsentierten sich laut Sabine Ostermann vom Unternehmen „Neuorientierung 08/12“, das die Ausbildungs- und Jobmesse in Kooperation mit der Stadt Penzberg und der Initiative „Passgenau“ des Familienzentrums Arche Noah veranstaltete. Ursprünglich waren 60 Unternehmen angemeldet, doch spontan seien noch einige weitere dazugekommen, freute sich Ostermann, die mit der Resonanz auf die Ausbildungsmesse „absolut zufrieden“ war. Auch die einzelnen Vorträge, die im Rathaus sowie in der Rathauspassage zu hören waren, seien „super besucht“ gewesen.

Rund 70 verschiedene Betriebe aus Penzberg und der Region präsentierten sich

Das rege Interesse des Nachwuchses zeigte sich sowohl im gut besuchten Speed-Dating-Bereich im Obergeschoss der Stadthalle, wo man im Schnelldurchlauf erste Bewerbungsgespräche führen konnte, als auch an so mancher Menschenansammlung im großen Saal; etwa am Stand der Firma Linde. Von seinem Firmensitz in Pullach hatte das Unternehmen sieben Mitarbeiter nach Penzberg entsandt, um „attraktive Arbeitskräfte“ anzuwerben, wie Mitarbeiter Lukas Wimmer bekannte.

Im Anschluss an die Ausbildungsmesse begann um 18 Uhr die Jobmesse. Die dreistündige Veranstaltung richtet sich an alle, die einen neuen regionalen Arbeitgeber suchten. Wie die Ausbildungsmesse zuvor, war auch diese Messe dreigeteilt und gliederte sich in Vorträge, einen Speed-Dating-, sowie einen Ausstellerbereich. An einer hölzernen Infotafel am Eingang zur Stadthalle konnten sich die Besucher vorab über freie Stellen informieren, sodann mit Personalverantwortlichen erste Gespräche führen und bei Vorträgen unter anderem etwas über erfolgreiches Netzwerken im Beruf lernen. Wer seine Bewerbungsmappe mitbrachte, bekam außerdem Tipps, wie er diese Unterlagen noch besser gestalten könnte.

Nach dem Erfolg der Veranstaltung geht Ostermann davon aus, dass sie 2022 erneut stattfindet. Im Jahr 2020 hatte die Messe coronabedingt nur online stattfinden können.

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