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Geschafft: Die Absolventen der Penzberger Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe.

Penzberger Berufsfachschule: Begehrte „Superstars der Altenpflege“ haben  Zeugnis in der Tasche

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28 Frauen und Männer haben in der Penzberger Berufsfachschule ihren Abschluss in Altenpflege und Altenpflegehilfe gemacht. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie heiß begehrt. Laut einer Prognose von Statistischem Bundesamt und Bundesinstitut für Berufsbildung könnte die Lücke im Jahr 2025 bei 140 000 Pflegekräften liegen.

Penzberg – Seit 21 Jahren gibt es in Penzberg auf dem Gelände des Altenheims „Steigenberger Hof“ die Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe. Um die 350 Fachkräfte wurden dort seither ausgebildet. Darunter sind auch jene 28 Frauen und Männer, die jetzt ihre Abschlusszeugnisse erhielten: 15 Altenpfleger sowie 13 Altenpflegehelfer. Die Penzberger Schule ist eine von drei Altenpflegeschulen der Rummelsberger Diakonie. Die anderen zwei befinden sich in Weißenburg und Nürnberg.

„Sie erwartet ein hochinteressantes Berufsleben“, sagte Vize-Bürgermeister Johannes Bauer in seinem Grußwort. „Und sie haben das große Glück, nicht auf das Arbeitsamt gehen zu müssen, auf jeden von ihnen warten vier oder fünf offene Stellen.“ Allerdings, so Bauer, sei es auch ein anstrengender Beruf, „der in Ansehen und Lohn vielleicht nicht so gewürdigt wird, wie er sollte.“

Mit einem Gesetz zur Tarifbezahlung, das Ende des Jahres vorliegen soll, wäre schon etwas gewonnen, sagte Bauer. Dass die Absolventen „zu den begehrtesten Fachkräften in Deutschland“ gehören, sagte auch Diakonin Tina Dehm von der Rummelsberger Diakonie, die den Absolventen bei allem Schichtdienst und Personalmangel auch Humor und Lebensfreude wünschte.

Seitenhieb nach Politikerbesuch

Eine der begehrten Kräfte ist Sandra Bierbichler. „Unser Anliegen ist, betagten Menschen mit Respekt, Würde und Fachwissen zu begegnen“, sagte die Altenpflege-Klassensprecherin bei der Abschlussfeier. Die Momente, in denen man angelächelt wird, „zeigen uns, dass wir vor drei Jahren den richtigen Weg gegangen sind“.

Einen Seitenhieb gab sie der Politik mit. Wobei sie den Schulbesuch „eines Landtagsabgeordneten auf Publicity-Tour“ im vergangenen Jahr ansprach, ohne Harald Kühn (CSU) beim Namen zu nennen. Er habe empfohlen, wegen der Miete in der Oberpfalz zu wohnen und hier zu arbeiten. „Wir fragen uns noch heute, ob er das ernst gemeint hat.“

„Superstars der Altenpflege“

Als „Superstars der Altenpflege“ bezeichnete Sibylle Pichler die Absolventen. Die Leiterin des „Steigenberger Hofs“ rief ihnen zu: „Lieben Sie, was Sie tun und stehen Sie auf für eine gute Pflege, kämpfen Sie für das Ansehen unseres Berufes.“ Peter Steigenberger vom Landratsamt hatte auch einen Wunsch: „Ich würde mich freuen, wenn Sie im Landkreis oder in der Region bleiben. Wir brauchen Sie einfach.“ Eine „kleine Anleitung zum Glücklichsein“ gab Schulleiter Stephan Meuß den Absolventen mit, die in dem Fazit gipfelte: „Genießen Sie das Leben, um Kraft zu haben für ihre anspruchsvolle Aufgabe.“ Und: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie das, was Sie tun, mit ganzem Herzen tun.“

Lesen Sie auch: Auf der Suche nach Pflegekräften für den Landkreis - die Spanier kommen

Und: Der Chef der Schule - seit fünf Jahren leitet Stephan Meuß die Berufsfachschule

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