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Wegen Omikron: Penzberger Fasching fällt ins Wasser - Gelacht wird nur online

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Von: Franziska Seliger

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Beim Penzberger Gaudiwurm 2019 fuhren kostümierte Teilnehmern auf Einrädern mit
Ein Gaudiwurm durch die Penzberger Innenstadt wie im Jahr 2019 als dieses Foto entstand wird auch heuer nicht möglich sein. Der Penzberger Faschingsverein plant aber zwei Online-Veranstaltungen © Wolfgang Schörner/A

Angesichts der Omikron-Variante wird es auch heuer keine normale Faschingszeit in Penzberg werden. Ganz vom Virus vermiesen lassen wollen sich die Verantwortlichen des Organisationskomitee (OK) Penzberger Fasching die närrische Zeit aber nicht. Derzeit laufen deshalb die Planungen für Alternativ-Veranstaltungen.

Penzberg – Schon im vergangenen Jahr hat das Corona-Virus den Faschingsbegeisterten in Penzberg die fünfte Jahreszeit regelrecht versaut. Um wenigstens ein klein wenig zu feiern, hatte man sich beim OK corona-konforme Veranstaltungen überlegt und beispielsweise zum Online-Fasching geladen. Drei solcher Online-Veranstaltungen gab es, bei denen unter anderem auch Mitglieder der Garden auftraten. Die Resonanz darauf sei „relativ groß gewesen“, bilanziert OK-Präsident Maxi Eller. Die Rückmeldungen der Teilnehmer seien „durchweg positiv“ gewesen. Dieser Erfolg aus der vergangenen Saison hat den Faschingsverein darin bestärkt, auch heuer wieder Online-Veranstaltungen abzuhalten. Zwar hatte der Verein lange gehofft, wenigstens einen „3G plus“- Fasching feiern zu können. Und am 11. November, dem traditionellen Faschings-Auftakt wurde auch noch im kleinen Rahmen auf dem Rathausplatz gefeiert. Doch vor rund vier Wochen wurden dann alle geplanten Bälle und Gardetreffen abgesagt (wir haben berichtet).

Training der Garden soll weiter laufen

Das Training der Garden sei aber bisher weitergelaufen, so Eller – in Präsenz und einmal pro Woche. „So lange es möglich ist“, würden die Tänzerinnen und Tänzer auch weiterhin proben. Darauf habe man sich sei bei einer Vereinsversammlung erst kürzlich noch einmal verständigt. Bei diesem Treffen sei auch vereinbart worden, dass der „Lachkurier“ trotz abgesagter Bälle und Co. erscheinen soll – vermutlich Anfang oder Mitte Februar. Seine Faschingszeitung hatte der Verein auch im vergangenen Jahr herausgebracht.

Außerdem sei bei der Sitzung beschlossen worden, dass das OK zwei Online-Veranstaltungen planen wird: eine abendliche Party am Samstag, 26. Februar, ab etwa 19 Uhr; sowie einen Kinderball am Sonntag, 27. Februar, ab 15 Uhr. Denn, so Eller, „wir wollen etwas bieten. Wir wollen weiter machen“. Details zum Programm würden derzeit erarbeitet. Geplant seien auch „kleine Specials“ so Eller. Eine Idee sei etwa, an die Teilnehmer des abendlichen Balls Cocktails auszuliefern. Fest steht laut Eller schon jetzt, dass beide Veranstaltungen über den You-Tube-Kanal des OK laufen werden. Und die Garden sollen dabei ihre einstudierten Tänze präsentieren. Immerhin, so Eller, hätten sie das ganze Jahr über daran gearbeitet und viel trainiert – diese Mühe solle nicht umsonst gewesen sein.

Die Prinzenpaare bleiben geheim

Ihre schon fertigen Gardekostüme werden die Tänzer bei den Auftritten aber nicht tragen. Die sollen bis zur nächsten Saison geheim bleiben. Gleiches gelte für die beiden Prinzenpaare. Zwar habe das OK ein Kinder- sowie ein erwachsenes Prinzenpaar auserkoren. „Es gibt sie“, sagt Eller. Beide sollen heuer aber nicht vorgestellt werden. Bis zur nächsten richtigen Faschings-Saison soll ihre Identität geheim bleiben.

Sollten im Februar die Corona-Regeln gelockert werden, könnte sich das OK auch vorstellen, recht spontan eine Faschings-Party im Freien zu organisieren – immer natürlich unter der Voraussetzung, dass eine solche erlaubt wäre und sich vom Aufwand her für den Verein auch lohnen würde. Ein Gaudiwurm durch die Innenstadt werde heuer aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich sein, so Eller.

Weitere Informationen zum Penzberger Faschingsverein und seinen geplanten Veranstaltungen finden Sie hier.

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