Zukunftsvision: So stellt sich Marvel Fusion das Forschungszentrum in Penzberg vor.
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Zukunftsvision: So stellt sich Marvel Fusion das Forschungszentrum in Penzberg vor.

Unternehmen will Fusionskraftwerk entwickeln

Stadtratsmehrheit für Grundstücksverkauf: Penzberger Ja zu „Marvel Fusion“

  • vonWolfgang Schörner
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Der Penzberger Stadtrat hat am Dienstagabend mehrheitlich einem Grundstücksverkauf an das Unternehmen „Marvel Fusion“ zugestimmt.

Penzberg – In den vergangenen Monaten war in Penzberg intensiv darüber diskutiert worden, ob die Stadt an das Unternehmen „Marvel Fusion“ ein Industriegrundstück im Industriepark Nonnenwald verkaufen soll. Am Dienstagabend fiel nach einer weiteren mehr als eineinhalbstündigen Diskussion die Entscheidung: 16 Stadtratsmitglieder stimmten mit Ja, neun mit Nein. Zustimmung kam von der CSU, Teilen der SPD und der Grünen, der BfP und der FLP. Nein sagte die komplette PM-Fraktion sowie Teile der SPD und der Grünen. Erwartet worden war, dass es keine einstimmige Entscheidung wird.

„Marvel Fusion“ will in Penzberg Fusionskraftwerk entwickeln

Die Start-up-Firma aus München will auf einem knapp drei Hektar großen Grundstück in Penzberg ein kommerzielles Fusionskraftwerk entwickeln, das klimaneutral Energie produziert, und im Erfolgsfall die Technologie vermarkten. Die Nutzung von Fusion, so das Unternehmen. ermögliche eine „saubere, sichere und nachhaltige Energiegewinnung“. Das 2019 gegründete Unternehmen plant eigenen Angaben zufolge zuerst eine Demonstrationsanlage zum Nachweis der laserbasierten Trägheitsfusion. Als Investitionssumme nennt es circa 200 bis 300 Millionen Euro. Danach soll ein Prototyp für ein Fusionskraftwerk folgen. Dafür ist laut Unternehmen eine Investition von 1,5 bis zwei Milliarden Euro nötig. Als Zeitrahmen nennt „Marvel Fusion“ zehn Jahre.

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