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Schon bald Geschichte: der bisherige Vorstand des Penzberger Jugendparlaments.

Zwei Jahre nach der Gründung

Penzberger Jugendparlament steht vor dem Aus

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Nach zwei Jahren gehört das Penzberger Jugendparlament vermutlich schon bald wieder der Vergangenheit an. Für die Neuwahlen ließen sich zu wenige Kandidaten aufstellen.

Penzberg – Das Penzberger Jugendparlament (JuPa) ist auch mit seinem zweiten Neuwahl-Versuch gescheitert. Bis zum Anmeldeschluss am vergangenen Freitag hatte es vergeblich nach mindestens 13 Kandidaten gesucht, die sich für die geplanten Wahlen am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. Januar, aufstellen ließen. Nur sieben Penzberger im Alter von zwölf bis 20 Jahren – darunter zwei aus dem bestehenden JuPa – gaben ihre Bewerbung beim Vorsitzenden Lukas Nommensen ab. Nun steht das Jugendparlament vor dem Aus.

Bereits Ende November hatten Nommensen und Co. erstmals versucht, eine Neuwahl für das kommende Parlament zu veranstalten. Nachdem sich jedoch nur vier Kandidaten gemeldet hatten, verschoben sie die Wahl um zwei Monate nach hinten. Mit einem Rundbrief, der alle wichtigen Informationen zur Wahl beinhaltete, wollte das JuPa mit Unterstützung der Stadt in dieser Zeit bei genügend Jugendlichen das Interesse an einer Kandidatur wecken. Ohne Erfolg, wie sich nun herausstellte.

Für Nommensen ist das erneute Scheitern eine Hiobsbotschaft. „Wenn das JuPa nun aufgelöst wird, wäre das extrem schade“, sagt der 17-Jährige, den es nach dem Schuljahr für ein Bio-Technologie-Studium nach Innsbruck zieht. In den vergangenen zwei Jahren hätten er und seine JuPa-Kollegen das Gremium in der Stadt etabliert und die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen. „Unsere Nachfolger könnten jetzt erst so richtig loslegen und Projekte starten“, betont er. „Aber offenbar sehen diese Chance viele Jugendlichen nicht.“

Als Grund für die wenigen Bewerber vermutet Nommensen bei seinen Alterskollegen keine grundsätzliche Politik-Verdrossenheit. „Ich denke vielmehr, dass vielen die Motivation fehlt, sich auch einmal aktiv selbst einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.“ In seiner Amtszeit brachten die Jungparlamentarier unter anderem den neuen Nachtbus, das Sommerfest sowie ein Projekt auf den Weg, bei dem in diesem Jahr Spielgeräte in der Innenstadt installiert werden.

Die endgültige Entscheidung wie es mit dem JuPa weitergeht, fällt in der kommenden Stadtratssitzung am Dienstag, 30. Januar. Das womögliche Aus der Jugendvertretung geht Bürgermeisterin Elke Zehetner nahe. „Mir würde das unheimlich Leid tun“, sagt sie. Ganz aufgeben möchte sie das Thema noch nicht. Sie könne sich vorstellen, es zum kommenden Schuljahr nochmals mit einer Wahl zu probieren. „Ich würde mir einfach wünschen, dass die junge Generation erkennt, dass Teilhabe an der Demokratie wichtig ist.“

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