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Austausch: Die Studentin Barbara Fischer (im Bild) arbeitet zweieinhalb Monate im Viertel „Mae Luiza“ in Brasilien. Auch Englischunterricht ist Teil ihrer Aufgaben.

Partnerschaft der Christkönigkirche

Lehrerin auf Zeit

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Penzberg/Natal – Ein Aufenthalt im brasilianischen Viertel "Mae Luiza" ist für viele junge Penzberger ein einzigartiges Erlebnis, in die Kultur Brasiliens einzutauchen. Auch für Barbara Fischer. 

Die Partnerschaft zwischen der Pfarrei Christkönig und Mae Luiza, über die der Austausch organisiert wird, besteht seit fast 30 Jahren. Vor kurzem ist wieder eine Penzbergerin, die Studentin Barbara Fischer, nach Brasilien geflogen, um für zweieinhalb Monate einen Intercâmbio, einen Austausch bei einer Gastfamilie, zu machen und im sozialen Bereich zu arbeiten.

Nach 30 Stunden, schreibt die 22-Jährige in einem Reisebericht, kam sie in Natal an. Eine brasilianische Stadt, die am Südatlantik liegt und in der rund 860 000 Einwohner leben. Nachdem sie von ihrer Gastfamilie herzlich am Flughafen begrüßt worden war, ging es von Natal ins Viertel „Mae Luiza“. Schon auf der Fahrt bemerkte die Studentin, wie sich der Zustand der Straßen und auch der Häuser verschlechterte – „die Grenze zu Mae Luiza ist nicht zu übersehen“, schreibt Fischer.

Das Haus von Fischers Gastfamilie ist einfach eingerichtet. Der einzige Luxus ist ein großer Fernseher, der den ganzen Tag läuft. In ihrer ersten Woche begleitete die junge Frau, die in München Ingenieurswissenschaften studiert, die Tochter der Gastfamilie, Bruna, zum Fitnessstudio. Nachmittags ging es in die „Escola Espaco Livre“, den Kindergarten, in dem etwa 200 Kinder betreut werden. Die Verständigung, sagt sie, fällt ihr von Tag zu Tag leichter. Auf Fischers Stundenplan steht die Arbeit im Kindergarten und zweimal wöchentlich der Englischunterricht im „Casa Crescer“, das im Deutschen „Haus des Wachsens“ bedeutet und eine Ergänzungsschule ist. Da das Schulsystem in einem ärmeren Viertel wie Mae Luiza nicht gut funktioniert, ist diese Ergänzungsschule entstanden.

Der Gottesdienst in Brasilien, stellte Fischer fest, ist „mit mehr Stimmung als bei uns, aber vom Aufbau sehr ähnlich“. Aber die Musik, findet sie, ist besser. Und das brasilianische Essen? Morgens gebe es meist Semmeln mit Butter, „die nach nichts schmecken“, schreibt sie, mittags und abends Reis mit Fleisch, das „ganz lecker“ ist.

Mehr dazu in der Freitagsausgabe des "Weilheimer Tagblatt" und "Penzberger Merkur". 

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