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Rathaus in Penzberg

Beratergremium für die Stadt

Penzbergs Klimabeirat ist komplett - auch zwei Jugendliche ziehen ein

  • vonWolfgang Schörner
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Der neue Klimabeirat in Penzberg ist komplett. In der Runde sitzen künftig auch ein Landwirt, zwei Jugendliche und ein Vertreter des Seniorenbeirats. Der Klimabeirat sollen den Penzberger Stadtrat, seine Ausschüsse und das Rathaus beim kommunalen Klimaschutz beraten.

Penzberg – Erhört wurde der Penzberger Klimaschutzmanager Carl-Christian Zimmermann. Anfang des Jahres hatte er einen Aufruf gestartet. Gesucht wurden zwei Jugendliche, ein Landwirt und ein Vertreter des Seniorenbeirats, die sich im Klimabeirat engagieren wollen. Der Appell war offenbar erfolgreich. Dem Fachbeirat werden künftig die beiden Jugendlichen Hannes Lenk und Katharina Peuker angehören. Für die Landwirtschaft zieht Bernhard Zach in die Runde ein. Seine Stellvertreterin wird Maria Lidl sein. Herbert Preuß wird den Seniorenbeirat in dem Gremium vertreten.

Klimabeirat soll unabhängiges Gremium sein - Stadtvertreter ohne Stimmrecht

Insgesamt besteht der Klimabeirat aus 13 Personen. Gewünscht ist, wie es im Vorfeld hieß, dass er ein unabhängig Gremium bleibt. Das heißt, dass ihm zwar Bürgermeister Stefan Korpan (CSU), Stadtbaumeister Justus Klement und Klimaschutzmanager Zimmermann angehören, sie laut Geschäftsordnung aber kein Stimmrecht besitzen. Das gilt auch für Stadtratsmitglieder, die an den Treffen teilnehmen. Anders ist es bei den anderen Mitgliedern. Sie sind stimmberechtigt. Neben den Vertretern der Jugend, der Landwirtschaft und der Senioren gehören dazu auch Andreas Scharli von der „Energiewende Oberland“, Johannes Bauer als „Person des öffentlichen Lebens“, Georg Kurz vom interreligiösen Umweltteam, Sebastian Eberl als Bürgervertreter, Förster Georg Goldhofer von der Waldbesitzervereinigung Weilheim, der im Auftrag der Stadt Penzberg die städtischen Wälder bewirtschaftet, und Klaus Jäger vom Bund Naturschutz. Zum Teil haben sie bereits Stellvertreter benannt, wie zum Beispiel Christiane Regauer (Energiewende Oberland), Herbert Mosebach (Fachbereich Umwelt) und Konrad Kürzinger (Bürgervertreter).

Der Klimabeirat hatte zuvor selbst über die Bewerbungen für die vier offenen Stellen beraten. Die stimmberechtigten Mitglieder sprachen dann eine Empfehlung für die Besetzung an den Stadtrat aus. Dieser folgte den Vorschlägen. Uneinigkeit herrschte im Stadtrat anfangs nur über den Landwirtschaft-Sitz. Den Kompromiss schlug schließlich Adrian Leinweber (SPD) vor: Bernhard Zach nimmt, wie vom Klimabeirat vorgeschlagen, den Platz ein, seine Stellvertreterin wird Maria Lidl – eine Variante, mit der die beiden voll und ganz einverstanden sind, wie es im Nachklang seitens des Rathauses hieß.

Klimabeirat war Teil des Penzberger Klimapakets von 2019

Die erste Sitzung des kompletten „Fachbeirates Klimaschutz, Umwelt und Energie der Stadt Penzberg“ – so lautet der offizielle Name – soll laut Klimaschutzmanager Zimmermann in der ersten Maiwoche sein. Er hatte bereits bei seinem Aufruf Anfang des Jahres aufs Tempo gedrückt. Man dürfe keinen Tag mehr verlieren, erklärte er damals. Eine der ersten Aufgaben wird ihm zufolge sein, das „integrative Klimaschutzkonzept der Stadt Penzberg innerhalb eines Aktionsplanes fortzuführen“, was eine Forderung aus dem Klimapaket von 2019 ist. Laut Zimmermann werden dafür „innovative und kreative Ideen mit Umweltbezug“ gesucht. Auch die Gründung des Klimabeirats geht, wie berichtet, auf das Klimapaket zurück, das der Stadtrat vor zwei Jahren geschnürt hat. Das Gremium bestand zwar schon Anfang 2020. Es trat aber nur einmal im März zusammen. Dann war wegen der Corona-Pandemie wieder Schluss. Beim jetzigen Klimabeirat handelt es sich quasi um eine Neugründung mit zum Teil neuen Mitgliedern.

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