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Abschied in Penzberg: Pfarrer Pfaller in der Martin-Luther-Kirche.

Pfarrer Pfaller: Von Penzberg in die anonyme Großstadt

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Penzberg - Abschied vom evangelischen Pfarrer Klaus Pfaller: Er wechselt von Penzberg nach München.

Im September 2008 war Klaus Pfaller nach Penzberg gekommen. Im vergangenen Juni kündigte der 57-jährige Pfarrer an, noch einmal eine berufliche Herausforderung zu suchen und in die Philippus-Gemeinde nach München-Obergiesing zu wechseln. Nun ist es so weit. Am Sonntagabend verabschiedete er sich von seiner Gemeinde Penzberg-Seeshaupt bei einem Gottesdienst und einem Empfang in Penzberg.

Es sei ihm „sehr viel ans Herz gewachsen“, sagte Pfaller in der Martin-Luther-Kirche. Er hätte seine letzten Berufsjahre auch hier bleiben können. Er und seine Familie hätten aber das „innere Gefühl“ gehabt, noch einmal etwas Neues anfangen zu wollen. Dieses Gefühl habe ihm gesagt, dafür noch kraftvoll und energiegeladen genug zu sein. Von der evangelischen Kirchengemeinde Penzberg-Seeshaupt wechselt er nun in die „Anonymität der Großstadt“

„Wir lassen dich nur sehr ungern gehen“, sagte Dekan Axel Piper, der Pfaller als „engagierten Pfarrer ohne Allüren“ mit einer Abneigung für alles Hierarchische beschrieb. Dass Pfaller deutliche Worte liebt, zeigte er in seiner Predigt. In Zeiten von Pegida und AfD, von Fremdenfeindlichkeit und Verunglimpfungen als „Volksverräter“ träume er von einer gastfreundlichen und offenen Gesellschaft, die ihre Mitverantwortung für die Fluchtgründe nicht verdrängt.

Eine besondere Szene beim Abschiedsgottesdienst: Mit Pfarrer Pfaller standen der frühere katholische Pfarrer Penzbergs, Josef Kirchensteiner, dessen Nachfolger Bernhard Holz und Imam Benjamin Idriz vor der Gemeinde und beteten gemeinsam.

(mehr in der Dienstagsausgabe von Penzberger Merkur und Weilheimer Tagblatt)

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