Das bestehende Feuerwehrhaus in Penzberg - es ist mittlerweile zu klein.
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Das bestehende Feuerwehrhaus in Penzberg - es ist mittlerweile zu klein.

Feuerwehr, BRK und Polizei

Nach Aus für Penzberger Blaulichtzentrum in der Layritzhalle: So könnten die Alternativen aussehen

  • vonWolfgang Schörner
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Mit der Entscheidung für den Bau eines Biomasse-Kraftwerks in der Layritzhalle haben sich die bisherigen Überlegungen zerschlagen, aus dem Gebäude ein Blaulichtzentrum zu machen. Währenddessen schälen sich allerdings Alternativen für BRK, Feuerwehr und Polizei heraus. Offen ist jedoch, wann sie realisiert werden können.

Penzberg – Die Layritzhalle und das dazu gehörende Gelände – beides gehört der Stadt Penzberg seit Anfang 2017 – waren bis vor kurzem als Blaulichtzentrum ausersehen. Kernstück der Überlegung war, dass die Penzberger Feuerwehr samt Fahrzeugen, Ausrüstung, Funkzentrale und allen anderen Räumen in die alte Halle einzieht. Zusätzlich sollten neben der Halle neue Gebäude für BRK und Polizei entstehen. In dieser Fassung sind die Pläne nun Makulatur. Wie berichtet, entschied eine Stadtratsmehrheit diese Woche, dass das neue Biomasse-Kraftwerk der Stadtwerke in die Layritzhalle einziehen soll.

Neue Überlegungen für Feuerwehr, BRK und Polizeidienststelle

Für Feuerwehr, BRK und Polizei gibt es mittlerweile allerdings neue Überlegungen. Demnach könnte die Feuerwehr auf das Gelände des Lidl-Einkaufsmarktes ziehen, der sich nur ein paar Meter entfernt von der Layritzhalle an der Straße „Grube“ befindet. Lidl selbst will angeblich auf das Edeka-Areal wechseln – das hieß es jedenfalls, als im vergangenen Juli die Pläne für das Edeka-Areal vorgestellt wurden. Die Fläche würde dann also frei, die Stadt könnte sie womöglich kaufen und darauf ein neues Feuerwehrhaus bauen.

Feuerwehrhaus-Neubau auf Lidl-Areal?

Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) sagte dazu auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es ein positives Gespräch gegeben habe. Sollte es zu einem Umzug des Einkaufsmarktes zum Edeka-Areal kommen, „wären wir der erste Gesprächspartner“ für einen Verkauf, so Korpan. Offen ist aber, wann dies so weit ist. Ein Neubau auf freier Fläche wäre laut Korpan „um einiges“ kostengünstiger als ein Umbau der Layritzhalle für die Feuerwehr. Die Frage, ob die Feuerwehr gemeinsam mit dem Kraftwerk in die Halle gepasst hätte (das Kraftwerk braucht nur die Hälfte des Platzes), verneinte er.

Zufrieden mit einer Lösung auf dem Lidl-Areal wäre Feuerwehrkommandant Christian Abt, der auch für die CSU im Stadtrat sitzt. Kein Problem hat er jedenfalls damit, dass es aus der Layritzhalle nichts wird. „Ich sehe das emotionslos“, sagte er auf Nachfrage. „Neben der Layritzhalle ist genauso gut wie in der Layritzhalle.“ Hauptsache, es gebe eine Lösung und es gehe voran, weil das aktuelle Feuerwehrhaus „aus allen Nähten platzt“. Genug Platz wäre ihm zufolge auf dem Lidl-Areal vorhanden.

Neues BRK-Haus könnte auf aktuellem RVO-Busparkplatz entstehen

Ein BRK-Haus könnte nach den neuen Überlegungen zwischen Layritzhalle und Stadtwerke-Haus entstehen, wo sich derzeit der RVO-Busparkplatz befindet. Nach den alten Plänen sollte es auf der anderen Seite der Layritzhalle gebaut werden – der Platz wird aber für das Hackgutlager des Biomasse-Kraftwerks benötigt. Der Bau des BRK-Hauses wäre laut Korpan der erste Schritt, also vor dem Feuerwehrhaus. Die Stadt, sagte er, werde das Grundstück dem BRK verpachten, das dort dann selbst baut. Stadtratsmitglied Ludwig Schmuck (CSU), selbst jahrzehntelang Bereitschaftsleiter, hatte in der Sitzung am Dienstag erklärt, es sei wichtig, dass das BRK so bald wie möglich bauen könne, da die derzeitigen Verhältnisse sehr beengt seien.

Neue Polizeidienststelle in der Nähe der Layritzhalle

Bleibt die neue Polizeidienststelle, die nach den bisherigen Überlegungen ebenfalls auf dem Layritz-Gelände entstehen sollte. Daran hält die Stadt auch fest, nur nicht am selben Standort. Ein Platz könnte hinter der Halle sein. Bürgermeister Korpan sagte dazu nur, dass es im Umfeld der Layritzhalle geeignete Flächen gibt, die in Zukunft für eine Polizeidienststelle angedacht seien. Allerdings bestünden dort noch Mietverhältnisse mit zwei Unternehmen, die die Stadt erfüllen wolle. Gegebenenfalls würde man ihnen andere Möglichkeiten anbieten, „weil wir sie in Penzberg halten wollen“. Anders als beim BRK würde laut Korpan die Stadt das Gebäude selbst errichten und der Polizei vermieten.

Eine andere Variante für ein Blaulichtzentrum ist indes ebenfalls vom Tisch. Sie war als Alternative zur Layritzhalle von der BfP-Fraktion genannt worden. Dabei ging es um das Waldstück, das südlich der Grundschule im Eck zwischen Birkenstraße und Seeshaupter Straße liegt. Die Fläche hätte zwar ausgereicht, erklärte Korpan, dieser Vorschlag sei allerdings kein Thema mehr.

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