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Der Stadtplatz bot die perfekte Bühne für den Dichterwettstreit - bis der Regen kam.

Aktion beim „Stadtlesen“

Poetry Slam in Penzberg -  großer Auftritt mit eigenem Gedicht

Der erste Poetry-Slam in Penzberg war ein großer Erfolg. Der Dichterwettstreit beim „Stadtlesen“ begeisterte Teilnehmer und Publikum gleichermaßen.

PenzbergAls Ronja Habeck den Fuß auf die kleine Bühne setzt, können es alle sehen: Die Nervosität ist der Gymnasiastin deutlich ins Gesicht geschrieben. Aber die Penzbergerin, mit ihren 17 Jahren die jüngste Teilnehmerin, hat sich etwas vorgenommen: ihr selbst geschriebenes Gedicht vor großem Publikum vorzutragen. Und zwar frei. Habeck ist eine von acht Teilnehmern, die am Freitagabend ihre Texte – lustige ebenso wie tiefsinnige oder sozialkritische – beim Poetry-Slam auf dem Stadtplatz vortragen. Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm des „StadtLesens“.

Die Voraussetzung dafür, so erklärt Büchereileiterin Katrin Fügener: Es müssen eigene Texte von maximal sechs Minuten Länge sein, die ohne Hilfsmittel vorgetragen werden. Die Form der Texte und ihr Inhalt sind nicht vorgegeben. Eine Jury, ausgewählt aus den Zuschauern, benotet jeden Auftritt . Die drei besten „Slamer“ treten im Finale an. Wer gewinnt, das bestimmt das Publikum mit seinem Applaus.

Während Zuschauer und Juroren sich gemütlich in die roten und schwarzen Sitzsäcke kuscheln, wird es für Ronja Habeck ernst. Sie hat ein Gedicht über die Jahreszeiten geschrieben. „Eine phantasievolle Version des Wintereinbruchs“, erklärt sie dem aufmerksam lauschenden Publikum. Für die 17-Jährige ist es der zweite Poetry-Slam. „Eigentlich hasse ich es, vor Leuten zu reden, aber beim Poetry-Slam ist das irgendwie etwas anderes.“

Kurz vor ihr hatte Melli Koss ihren Auftritt. Für die 37-Jährige aus Polling war es bereits ihr 8. Poetry-Slam. „Es ist toll, eigene Texte zu schreiben und sie vor Publikum vorzutragen“, erklärt die Ergotherapeutin. So einen Dichterwettstreit auf dem Stadtplatz abzuhalten, findet sie „eine voll gute Idee“. Constanze von Hassel, die spontan zur Jurorin gekürt wurde, kann das nur bestätigen. „Die Atmosphäre ist sehr angenehm. Man wünscht sich, dass die Sitzsäcke immer hier wären“, so die Geretsriederin. Und Peter Ploog findet die gesamte „StadtLesen“-Aktion gut. „Sie wird von Kindern angenommen“, hat der Penzberger beobachtet. „Sie legen ihre Handys weg und sind ganz in ein Buch vertieft.“

Auch die anderen Zuhörer des Dichterwettstreits waren begeistert, bilanziert Büchereileiterin Katrin Fügener. Rund 150 Personen zogen beim einsetzenden Regen vom Stadtplatz mit in die Bücherei um, wo auf die Schnelle Bierbänke und Kissen aufgebaut wurden und der Wettstreit weiter ging. „Das war sehr kuschelig und eine super Stimmung“, so Fügener. Nach dieser positiven Resonanz kann sie sich eine Wiederholung des Poetry-Slams in jedem Fall vorstellen.

Mary Long und Kerstin Neuhaus aus München sowie Luise Kwak aus Murnau waren schließlich die drei Finalistinnen. Per Applaus-Stärke zur Siegerin gekürt wurde Kerstin Neuhaus mit einem berührenden Text über Magersucht.

Franziska Seliger

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