Kriminalitätsstatistik 2015 für Penzberg

Zwei Straftaten pro Tag

Penzberg - Umgerechnet fast zwei Straftaten pro Tag in Penzberg - das zeigt die Kriminalitätsstatistik für 2015. Aber: Deren Zahl ging in den vergangenen zehn Jahren zurück.

Genau 700 Straftaten hat die Polizei vergangenes Jahr im Penzberger Stadtgebiet registriert. Polizei-Chef Jan Pfeil sieht dennoch einen „erfreulichen Trend“. Denn über die vergangenen zehn Jahre gab es einen leichten Rückgang. Der Polizei-Chef stellte diese Woche die Kriminalitätsstatistik 2015 vor. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl lag die Kriminalität in Penzberg unter dem Niveau des Landkreises Weilheim-Schongau. Der Anteil der Nicht-Deutschen an den 359 Tatverdächtigen betrug laut Pfeil 22,6 Prozent, ein Wert, der dem der Jahre 2014, 2011 und 2009 entspricht. In den anderen Jahren war er niedriger.

Seinem Bericht schickte Pfeil voraus, dass es ein subjektives Gefühl der Sicherheitslage gibt, also eine Unsicherheit, die durch die neuen Medien befeuert wird, in denen Nachrichten vom Hörensagen verbreitet werden – und sich so zu angeblich schweren Straftaten auswachsen. Die Polizei, sagte Pfeil, verfolge so etwas zurück. In allen Fällen steckte ihm zufolge nichts dahinter.

Durch die Asylbewerber-Unterkunft in der Turnhalle am Josef-Boos-Platz kam es laut Pfeil zu „keiner expliziten Zunahme der Straftaten“. Natürlich habe es Auseinandersetzungen gegeben, sagte er, was bei „160 Menschen in einem Zimmer“ nicht überrascht. „In den meisten Fällen ist es aber gelungen, für Frieden zu sorgen.“ Das gilt auch für einen großen Einsatz Anfang Oktober: In der Turnhalle eskalierte ein Streit, in dem rund 100 Bewohner involviert waren. 13 Polizeistreifen rückten an. Ein anderer Vorfall unter Asylbewerbern ereignete sich im April: ein schwerer Raub am Bahnhof – momentan läuft der Prozess.

(mehr zu Zahlen und Fällen aus der Kriminalitätsstatistik in der Wochenend-Ausgabe von Penzberger Merkur und Weilheimer Tagblatt)

wos

Rubriklistenbild: © dpa

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