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Bahn auf Probe

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Von: Franziska Seliger

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Roller- und Radfahrer auf einer Pumptrack-Bahn.
Egal ob Rad oder Roller: Diese Jugendlichen haben ihren Spaß auf der Pumptrack-Bahn, die gerade auf der Berghalde aufgebaut wurde – testweise für rund zwei Monaten. © Seliger

Die Pumptrack-Bahn auf der Berghalde ist aufgebaut und kann ab sofort befahren werden – allerdings nur für kurze Zeit. Dann wird die Bahn erst einmal wieder abgebaut. Und dann?

Penzberg – Johannes, Josefa und ihre drei Freunde haben mächtig Spaß. in einem Affenzahn düsen sie auf ihren Rädern und Rollern über die neue Pumptrack-Bahn, die gerade frisch auf der Berghalde aufgestellt wurde – gleich neben dem Platz der Stockschützen. Die Stadt hatte im Juni beschlossen, den Rundkurs mit Wellen, Steilkurven und Sprungelementen testweise auf dem Freizeitgelände unweit des Volksfest-Platzes aufzustellen. Jetzt ist es soweit.

Jugendliche würden sich längere Bahnstrecke wünschen

„Die Bahn ist jetzt betriebsbereit“, sagt Johann Eßel von der Abteilung Tiefbau im Penzberger Rathaus auf Nachfrage. Befahren werden könne sie von Jung und Alt und mit den unterschiedlichsten Gefährten. Nicht nur mit Fahrrädern und Rollern, wie das Johannes und seine Freunde tun. Auch kleinere Kinder können die Strecke auf ihren Laufrädern befahren; ebenso Rollschuhfahrer. „Und mit einem Skateboard geht es auch echt gut“, erzählt Johannes. Runde um Runde düsen er und die anderen Jugendlichen über die Strecke und versuchen, ihre Gefährte an den Kurven sogar ein Stück weit in die Luft zu lupfen. „Das macht echt Spaß“, sagt Johanna. Dass die Pumptrackbahn mega cool ist, da sind sich die jungen Penzberger sicher. Wobei: Wenn irgendwann die endgültige Bahn aufgebaut werde, könnte die ruhig noch ein Stück länger sein, finden sie.

Wie Eßel sagt, handele es sich bei der Pumptrack-Bahn um eine geliehene Anlage von einem speziellen Anbieter, die zwei Monate stehen bleiben soll. „Dann wird sie erst einmal wieder abgebaut.“

Rund 11 000 Euro an Leihgebühr

Rund 11 000 Euro betrage die Leihgebühr für die zwei Monate insgesamt, so Bürgermeister Stefan Korpan auf Nachfrage. Das Geld stamme aus einem Spendentopf, der bereits vor jahren eigens für die Berghalde angelegt worden sei. Die Spende stamme aus privater Hand. Dank dieses Spendentopfes belaste die geliehene Anlage den Haushalt also nicht, so Korpan. Mit dem Probebetrieb wolle die Stadt unter anderem herausfinden, ob der Standort für eine dauerhafte Pumptrack-Bahn gut wäre. Oder wie das Angebot überhaupt bei den jungen Leuten ankommt. Deshalb werde man auch Rückmeldungen bei den Nutzern einholen.

Dass die Bahn kurz nach Inbetriebnahme schon fleißig befahren wird, freut den Rathauschef. Denn gerade durch die Corona-Pandemie hätten Kinder und Jugendliche zuletzt arg zurückstecken müssen. „Die haben wenig bis gar keinen Spaß gehabt in der Zeit.“

Wiederaufbau vielleicht nächstes Frühjahr

Korpan bestätigt den Abbau der Bahn nach zwei Monaten. Möglicherweise werde sie aber im nächsten Frühjahr „zu Testzwecken“ erneut aufgebaut. Langfristig werde daran gedacht, eine feste Pumptrack-Anlage zu installieren – so sehe es auch das im vergangenen Jahr vorgestellte Freizeitkonzept für die Berghalde vor. Bis dieses aber umgesetzt werde, werde es noch dauern, so Korpan. Er rechne mit rund zwei Jahren. Die Idee für die Pumptrack-Anlage geht ursprünglich auf einen Antrag der FLP-Fraktion zurück.

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