Auch ein zweiter Platz kann Freude machen: Trotz  Finalniederlage bei den süddeutschen Meisterschaften in Nürnberg in der Altersklasse U10 war Tennisspieler Samuel Gampenrieder vom TC Penzberg sichtlich zufrieden.
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Auch ein zweiter Platz kann Freude machen: Trotz Finalniederlage bei den süddeutschen Meisterschaften war Samuel Gampenrieder sichtlich zufrieden.

Tennis: Penzberger Talent bei süddeutscher Meisterschaft

Die Krönung bleibt Samuel Gampenrieder diesmal versagt

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Bei den süddeutschen Meisterschaften in Nürnberg bewies der Penzberger Samuel Gampenrieder (10), dass er zu den besten seiner Altersklasse gehört. Der ganz große Triumph blieb ihm diesmal aber verwehrt.

Penzberg – Das Gefühl, bei einer süddeutschen Meisterschaft im Endspiel zu stehen, war für Samuel Gampenrieder nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das zehnjährige Tennistalent aus Penzberg ins Finale gekämpft, das er schlussendlich auch gewann. Am vergangenen Wochenende stand der Zehnjährige beim Turnier in Nürnberg erneut im Endspiel, diesmal bei der U10: Im Gegensatz zum Vorjahr ging er diesmal jedoch als Verlierer vom Platz, nachdem er denkbar knapp an Johann Schick vom Frankfurter TC gescheitert war. Von seinem Trainer Roland Hecker gab’s dennoch ein dickes Lob für seinen Schützling: Gampenrieder habe einer herausragende Saison gespielt.

Tennis: Gampenrieder in der Vorrunde ganz souverän

Bei diesem Einladungsturnier zur inoffiziellen süddeutschen Meisterschaft, für das die Verbände Baden, Hessen, Württemberg und Bayern jeweils ihre vier stärksten U10-Spieler nominiert hatten, gewann der Nachwuchsspieler des TC Penzberg souverän seine Gruppenspiele, in denen er in drei Partien nur fünf Spiele abgab.

Tags darauf im Viertelfinale blieb er gegen den laut einer Mitteilung des Vereins „stark verteidigenden“ Iosef Ureche (SGT Baunatal) nach einem lockeren 4:1 im ersten Satz weiter konzentriert und gewann auch im zweiten Durchgang mit 5:3.

Tennis: Gampenrieder behält im Halbfinale die Nerven

Im Halbfinale traf er auf seinen bayerischen Teamkollegen Lorenzo Rauner (TSV Burgau). Rauner, „taktisch gut eingestellt und von seinem Betreuer nach jedem Punktgewinn lautstark angefeuert“, wie der TC Penzberg schreibt, holte sich den ersten Satz im Tiebreak. Gampenrieder blieb jedoch ruhig und fand im zweiten Satz „immer bessere Lösungen“ für Rauners kurze und weiche Crossbälle. Mit 4:1 gewann Gampenrieder den zweiten Satz. Im entscheidenden Match-Tiebreak ließ er seinem Gegner dann keine Chance mehr (10:3). Im zweiten Halbfinale gewann der groß gewachsene Johann Schick (Frankfurter TC) in einem von hohem Tempo geprägtem Spiel gegen Yannick Swoboda (TV Hausen), 2019 der Finalgegner von Gampenrieder bei der U9, mit 3:5, 5:4 und 10:7. Dabei machte er im zweiten Satz einen 0:3-Rückstand wett.

Tennis: Gampenrieder ist seinem Finalgegner körperlich weit unterlegen

Im Endspiel setzte der im Vergleich zu seinem Frankfurter Kontrahenten schmächtige Gampenrieder die taktischen Vorgaben seines Trainers, seine Position an der Grundlinie zu halten, zunächst gut um. Die harten Top-Spin-Schläge Schicks waren zunächst kein Problem für den Penzberger. Unter anderem mit mit „spektakulären Aufschlag-Returns“, so die Penzberger in ihrer Mitteilung, holte sich Gampenrieder den ersten Durchgang mit 5:3. Im zweiten Satz ging Schick schnell mit 3:0 in Führung, Gampenrieder gelang es jedoch, „mit intensivem Cross-Spiel“ zum 3:3 auszugleichen. Schlussendlich musste er sich aber mit 3:5 geschlagen geben.

Auch im Match-Tiebreak schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Schick agierte laut der Mitteilung des TCP „mit Wucht“, Gampenrieder „mit Präzision und Finesse“. Bis zum 5:6 aus Sicht des Penzbergers war nicht abzusehen, wer gewinnen würde. Dann ging Schick, der laut Bericht des TCP bereits deutliche Ermüdungserscheinungen zeigte, „mit seiner krachenden Vorhand volles Risiko“. Dieses Manöver war von Erfolg gekrönt, am Ende hatte Gampenrieder mit 7:10 das Nachsehen.

Tennis: Gampenrieder tritt künftig in der nächsthöheren Altersklasse an

Auch wenn diese Meisterschaft mit einer Niederlage endete, hatte der Penzberger Youngster keinen Grund, traurig zu sein. In dieser Saison weist er in seinen Einzelmatches eine überragende Bilanz von 45:3 auf. Mit dem erneuten Finaleinzug bei den süddeutschen Titelkämpfen habe er „eine konstante Leistungsentwicklung gezeigt“, so sein Trainer Roland Hecker. Jetzt beginnt für seinen Schützling „die vollständige Umstellung vom druckreduziertem Ball auf den regulären Erwachsenenball“, so Hecker. Ab dem kommenden Januar wird er dann als Jahrgangsjüngerer bei Turnieren des Deutschen Tennisverbandes (DTB) in der Altersklasse U12 an den Start gehen.

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