Gebremst, aber nicht gestoppt: das Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“, hier ein Bild vom Start im Februar; von links Ilka Heissig von der Stadtbücherei, VHS-Leiterin Katja Wippermann und Büchereileiterin Katrin Fügener.
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Gebremst, aber nicht gestoppt: das Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“, hier ein Bild vom Start im Februar; von links Ilka Heissig von der Stadtbücherei, VHS-Leiterin Katja Wippermann und Büchereileiterin Katrin Fügener.

Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“

Rathauspassage: Online-Umfrage geplant - Meinung der Bevölkerung wichtig

  • vonWolfgang Schörner
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Die Bevölkerung soll in Kürze per Online-Umfrage nach weiteren Ideen für die Penzberger Rathauspassage befragt werden. Damit geht das Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“ in die 2. Halbzeit. Eigentlich sollte Ende 2021 ein Konzept vorliegen. Weil die Corona-Pandemie aber vieles unmöglich machte, ist der Termin „nicht in Stein gemeißelt“.

  • Eigentlich hätte Ende 2021 ein Konpet für das Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“ vorliegen sollen
  • Durch die Corona-Pandemie ist dieser Termin aber nicht unbedingt einhaltbar
  • In Kürze soll eine Online-Umfrage zum Projekt starten

Penzberg – Von der Corona-Pandemie war noch keine Rede, als die Penzberger Stadtbücherei im Februar 2020 das Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“ in Kooperation mit der Volkshochschule startete. Geplant waren Diskussionsrunden und Workshops, in denen die Penzberger ihre Ideen für die Rathauspassage äußern sollten. Die Corona-Pandemie machte jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Bürgermeinung zur Rathauspassage soll eingeholt werden

Eigentlich sollte der Ideenprozess knapp zwei Jahren dauern. Im November oder Dezember 2021 sollte ein Konzept vorliegen, das dem Stadtrat vorgeschlagen werden kann. „Ende 2021 ist aber nicht in Stein gemeißelt“, sagt Stadtbüchereileiterin Katrin Fügener. Die Kulturstiftung des Bundes, die den Ideenprozess mit 80 000 Euro fördert, habe bereits signalisiert, dass eine längere Dauer in Ordnung wäre.

Der nächste Schritt soll nun in Kürze starten. Für diesen Januar ist eine Online-Befragung geplant. Man wolle wissen, wie sich die Menschen die Rathauspassage vorstellen, welche Atmosphäre und welchen Stil sie haben soll, erklärt Volkshochschulleiterin Katja Wippermann. Man habe zwar schon viele Leute erreicht, wolle aber mit der Online-Umfrage noch mehr in die Breite gehen. Es würden alle ernst gemeinten Anregungen aufgenommen, versichert Katrin Fügener. „Es wird nichts verloren gehen, wir werden die Vorschläge nicht nach unserem Geschmack bewerten“, erklärt sie.

Durch Corona: Projekt gebremst, aber nicht gestoppt

Schon in den vergangenen Monaten wurden Anregungen für eine künftige Rathauspassage gesammelt. Die Corona-Pandemie hatte das Projekt zwar gebremst, aber nicht gestoppt. So gab es zum Beispiel im Juli zwei halböffentliche Workshops. In der ersten Oktoberwochen wurde das Projekt zudem im Rahmen des „Sta(d)tt-Lese-Fest“ vorgestellt. Auch eine Straßenumfrage fand statt. Eine für Ende Oktober geplante Infoveranstaltungen musste dagegen abgesagt werden. „Da waren die Infektionszahlen schon zu hoch“, so Fügener. Insgesamt habe man aberrund 350 Menschen erreicht, schätzt sie. Das Werbevideo für das Projekt hatte zudem bis kurz vor Weihnachten über 900 Zugriffe. „Dafür, dass wir keine Veranstaltungen machen konnten, ist das recht gut“, sagt Fügener.

So kamen in den vergangenen Monaten doch einige Vorschläge zusammen. „Die Leute wünschen sich eine hohe Aufenthaltsqualität“, sagt Wippermann, eine Rathauspassage „mit schönem Ambiente, in der sie Gleichgesinnte treffen“, „einen Treffpunkt für alle Altersgruppen mit gemütlichen Ecken“. Immer wieder komme zum Beispiel auch der Vorschlag, die Rathauspassage solle grüner werden, erzählt Fügener. Oft vorgeschlagen werde ein Spielbereich beziehungsweise ein Platz für Eltern und Kinder. Genannt wurde auch eine kleine Bühne, auf der spontane Auftritte ebenso möglich sind wie ein Musikschüler-Vorspiel oder kleine Vorträge. Vorgeschlagen wurde laut Fügener („Das fand ich sehr schön“) ebenso, einen Trägerverein zu gründen, der die Aktivitäten organisiert. „So etwas wie ein Freundeskreis Rathauspassage, damit es wirklich zu einem Bürgerzentrum wird“, sagt die Büchereileiterin.

Rathauspassage in Penzberg ist „kleiner Rohdiamant“

Obwohl die Corona-Pandemie das Projekt gebremst hat, findet VHS-Leiterin Wippermann, dass man doch einige Meilensteine aufweisen könne wie die internen Workshops und die Infostände beim Lesefest. Die Interessierten seien damals alle sehr positiv eingestellt gewesen. „Sie sehen, dass die Rathauspassage ein kleiner Rohdiamant ist, aus dem man viel machen kann.“ Büchereileiterin Fügener hat auch festgestellt, dass die meisten Menschen bereits von dem Projekt gehört haben.

Wie es nach der Befragung weitergeht, ist offen. „Wir müssen den Zeitplan komplett überarbeiten“, sagt Fügener. Ende Januar sollte ursprünglich ein Modellraum nach den Ideen aus der Bevölkerung entstehen. Infoabend und Workshops sollten folgen. „Nur wann das sein wird, kann momentan niemand sagen.“ Wichtig sei aber, dass die Bevölkerung weiterhin mitarbeitet. Ideen können auch per E-Mail an „buecherei@penzberg.de“ geschickt werden. „Keiner“, sagt sie, „muss denken: Ich hätte eine Idee, aber das interessiert sowieso keinen.“

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