Rauf auf den Sattel: Penzberg nimmt am Stadtradeln teil

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Drei Wochen lang in die Pedale treten für den Klimaschutz: Penzberg nimmt heuer wieder an der Stadtradeln-Aktion teil. Am 1. Juli geht es los. Die Anmeldung läuft.

Von 1. bis 21. Juli können die Penzberger beim bundesweiten Wettbewerb der Kommunen und Landkreise mitmachen. Aufgerufen sind alle Bürger, die in Penzberg leben und arbeiten. Anmeldungen sind sowohl im Internet als auch im Rathaus möglich. Das Stadtradeln ist eine Aktion des bundesweiten Klima-Bündnisses und soll die nachhaltige Mobilität steigern. Heuer findet die Kampagne zum 10. Mal mit einem passenden Jubiläum statt: Vor 200 Jahren wurde in Mannheim das Fahrrad von Karl Freiherr von Drais erfunden. Ziel der Aktion: Mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen fahren – die damit umgerechnet eingesparten CO2-Emissionen werden den teilnehmenden Gruppen samt der zurückgelegten Kilometerzahl für die Endabrechnung gutgeschrieben.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich laut Klima-Bündnis fast 500 Kommunen mit rund 180.000 Radfahrern. In Penzberg lief es 2016 im Mai allerdings nicht so gut. Nur 53 Teilnehmer machten mit. Sie legten in den drei Wochen 11.400 Kilometer per Rad zurück und vermieden damit umgerechnet 1,7 Tonnen CO2, so der städtische Klimaschutzbeauftragte Patrick Jähnichen. 2015 hatte es viel besser ausgesehen: 230 Teilnehmer legten damals von Ende Juni bis Mitte Juli stolze 40.186 Kilometer zurück. Das machte 5,8 Tonnen eingespartes CO2 aus.

Jähnichen begründet den statistischen Absturz des vergangenen Jahres mit dem schlechten Zeitpunkt für die Aktion: In den damals gewählten Pfingstferien herrschte zu nasskaltes Wetter. „Das hat wenig Leute motiviert, das Fahrrad aus der Garage und dem Keller zu holen“, bilanziert Jähnichen heute. Diesmal hat man im Rathaus vorgesorgt. Mit dem Juli wurde bewusst ein späterer Termin gewählt. Gehofft wird auf passendes Sommerwetter. Rathauschefin Elke Zehetner bezeichnet das Stadtradeln als „grundsätzlichen Beitrag zur Ökologie, aber auch zur Gesundheit“. In beiden sieht sie Nachholbedarf: „Wir könnten da schon mehr tun.“ Klimaschutzbeauftragter Jähnichen erwartet eine höhere Teilnehmerzahl als im Vorjahr. „Die Motivation ist da“, ist er sich sicher. Die Teilnehmerstruktur gehe querbeet, weiß Jähnichen – vom „ambitionierten Freizeitfahrer“ bis zum Rentner, der voller Stolz seine Kilometerlisten von den täglichen Fahrten zum Bäcker einreiche.

Allerdings gibt es heuer keine offizielle Startveranstaltung. Auch eine offizielle Preisverteilung ist nicht vorgesehen. Das habe organisatorische Gründe, erklärt Jähnichen den diesjährigen Verzicht – der Klimaschutzbeauftragte weilt für zwei Monate in Elternzeit. Zumindest wird an eine „öffentliche Belobigung“ der Teilnehmer für ihren Einsatz nach Ende der Aktion gedacht, wie Elke Zehetner sagt – vielleicht in Form von Karten fürs Schwimmbad.

Die Anmeldungen zum Stadtradeln sind im Internet aufwww.stadtradeln.de oder per Teilnahmeformular (im Bürgerbüro des Penzberger Rathauses) möglich. Infos gibt es auch auf der Internetseite der Stadt (www.penzberg.de).

Rubriklistenbild: © dpa

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