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Die alte Layritzhalle in Penzberg.

In Penzberg: Retter würden auf das Layritz-Areal passen

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Ein Rettungszentrum auf dem Areal der alten Layritzhalle in Penzberg - offenbar würden die Retter alle draufpassen.

Penzberg - Passen die Feuerwehr, die Polizei und das BRK tatsächlich alle auf das Areal der alten Layritzhalle, das die Stadt Penzberg Anfang es Jahres gekauft hat? Auf diese Frage gibt es nun erste Antworten. Wie berichtet, war das Stadtbauamt im Juni damit beauftragt worden, das Puzzle zusammenzusetzen. Es sollte prüfen, ob die alte Halle und die darum liegende Fläche ausreicht für ein Rettungszentrum.

Stadtbaumeister Justus Klement legte diese Woche drei mögliche Varianten mit Vor- und Nachteilen vor. Das Ergebnis: Es ist zumindest nicht unrealistisch, alle auf dem Gelände unterzubringen. Der Feuerwehr würde in jedem Fall in die Halle ziehen. Die Straße zwischen Layritzgebäude und dem gegenüberliegenden Bauhof dürfte zudem keine Sackgasse mehr sein – sie müsste zur Straße „Grube“ weitergeführt werden. Kostenschätzungen wurden nicht genannt. Es fiel auch keine Entscheidung, ob das Rettungszentrum tatsächlich realisiert wird.

Die Idee, aus der mächtigen Layritzhalle und dem umliegenden Areal ein Rettungszentrum zu machen, stammt von Bürgermeisterin Elke Zehetner. Die Halle hat immerhin 99 Meter Länge, 30 Meter Breite und 18 Meter Höhe. Das gesamte Areal, zu dem auch eine angrenzende kleinere Halle auf der Seite der Straße „Grube“ gehört, umfasst über 10 000 Quadratmeter. Zögen die Blaulichtorganisationen um, würden wiederum deren Gebäude an der Winterstraße und am Josef-Boos-Platz frei werden. Diese Flächen könnten dann für andere Zwecke genutzt werden.

Im vergangenen Juni waren Vertreter von Feuerwehr, Polizei, BRK, Bergwacht mit Vertretern der Stadt in einer internen Runde zusammengesessen, um unter anderem über den Platzbedarf zu sprechen. Dabei erging der Auftrag an das Stadtbauamt, die Möglichkeiten zu prüfen.

Stadtbaumeister Klement legte diese Woche drei Varianten vor. In allen drei Fällen zieht die Feuerwehr in die Layritzhalle – schon allein wegen der großen Feuerwehrfahrzeuge. Vor der Halle bräuchte sie zudem Aufstellflächen für die Fahrzeuge und Platz für den Übungshof. Insgesamt wurde der Platzbedarf für die Feuerwehr mit knapp über 6000 Quadratmeter beziffert. Verschiedene Möglichkeiten gibt es dagegen für die Polizei, deren Bedarf mit 750 Quadratmeter Bedarf angegeben wird, und für das BRK, das über 600 Quadratmeter benötigt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, dass das Rote Kreuz in die hintere kleinere Halle einzieht und für die Polizei ein neues Gebäude zwischen großer Halle und Stadtwerke-Haus gebaut wird. Möglich wäre allerdings auch, dass für die Polizei auf der anderen Seite ein neues Gebäude entsteht. Oder dass das BRK dort einzieht. Das größte Problem stellen laut Stadtbaumeister die Parkplätze dar. Er empfahl, ein Parkhaus auf dem Gelände einzuplanen. Laut Klement werden Stellflächen für fast 150 Pkw benötigt. „Luft nach oben“ ist ihm zufolge im wahrsten Sinne des Wortes zudem in der Layritzhalle. Dort könnte mindestens mit zwei Geschossen gearbeitet werden.

Eine Entscheidung fiel in der Stadtratssitzung nicht. Das Gremium nahm die Flächenuntersuchung lediglich „zur Kenntnis“. Bürgermeisterin Zehetner bat die Stadtratsfraktionen, die vorliegenden Varianten zunächst intern zu diskutieren, um dann wieder im September über den Punkt zu sprechen. Zunächst soll dann der Bauausschuss mit der weiteren Beratung befasst werde

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