Um rund ein Drittel soll das ohnehin schon riesige Werksgelände von Roche in Penzberg noch einmal erleichtert werden.
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Um rund ein Drittel soll das ohnehin schon riesige Werksgelände von Roche in Penzberg noch einmal erleichtert werden.

13 Hektar zusätzlich

Pharmariese Roche erweitert massiv in Penzberg

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Der Pharmakonzern Roche plant eine Erweiterung seines Werks in Penzberg. Konkret geht es um eine Fläche von rund 13 Hektar. In nichtöffentlicher Sitzung haben Vertreter des Werks den Stadtrat diese Woche über entsprechende Pläne des Konzerns informiert.

  • Der Pharmakonzern Roche will sein Betriebsgelände in Penzberg in Zukunft massiv erweitern.
  • Heute umfasst es bereits 48 Hektar, 13 weitere sollen hinzukommen.
  • Konkrete Planungen gibt es noch nicht, man will allerdings für künftige Erweiterungen vorbereitet sein.

Penzberg – Niemand müsse befürchten, dass schon morgen erste Bagger anrollen und neue Gebäude errichten, betont Roche-Pressesprecher Johannes Ritter gestern auf Nachfrage, nachdem Roche in einer Pressemitteilung am späten Freitagvormittag über die Erweiterungspläne informiert hatte.

Dem Konzern, in dessen Pharma- und Diagnostika-Werk in Penzberg aktuell rund 6400 Menschen arbeiten, gehe es vielmehr darum, „sehr frühzeitig“ die Vertreter der Stadt sowie die Bevölkerung über derartige Pläne zu informieren, so Ritter.

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Wie der Pharmakonzern in der Erklärung mitteilt, sei eine Erweiterung des bestehenden Werkgeländes in Penzberg geplant. Diese angedachte Erweiterung umfasse eine Fläche von rund 13 Hektar, die im Norden und Nordosten des derzeit etwa 46 Hektar großen Werkgeländes liege. Die Flächen lägen zum Teil im Bereich des gültigen Flächennutzungsplanes und auch im Bereich ehemaliger Abraumhalden des früheren Bergwerkes.

Spezielle Naturschutzflächen wie zum Beispiel der Ringseefilz seien dabei bewusst ausgespart worden, so Roche-Sprecherin Simone Hausladen auf Nachfrage. „Mit einer möglichen Erweiterung wollen wir die mittel- und langfristige Entwicklung des Standorts im Nonnenwald sicherstellen,“ teilt Werkleiter Dr. Ulrich Opitz in der Mail mit. „Wir gehen jetzt ins Gespräch mit der Stadt Penzberg, damit wir unseren Standort in Penzberg erfolgreich in die Zukunft führen können.“

Betroffenes Gelände gehört derzeit noch dem Bayerischen Forst

Wie Roche-Sprecherin Hausladen weiter erläutert, gehört das von Roche anvisierte Areal derzeit dem Bayerischen Forst. Erste Gespräche zu einem Verkauf seien bereits geführt worden.

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Bürgermeister Stefan Korpan kommentiert in der Roche-Presseerklärung die Erweiterungspläne positiv: „Stadt und Stadtrat begrüßen es, dass Roche frühzeitig mit uns über die Erweiterungspläne spricht.“ Hausladen betont, dass derzeit für die angedachte Erweiterungsfläche keine Bauvorhaben geplant seien. „Derzeit gibt es keine konkreten Baupläne. Eine Erweiterung ermöglicht uns eine langfristige Perspektive und eine schnelle Reaktion, wenn neue Projekte angefragt werden.“ Roche wolle frühzeitig und unter Berücksichtigung aller notwendigen Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen diese Entwicklung vorbereiten. Die Erweiterung habe nichts mit dem in Penzberg geplanten Institut für Infektionsforschung und Pandemiebekämpfung der Frauenhofer-Gesellschaft zu tun (wir berichteten).

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