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Das Spiel der „Allstar“-Teams: die Kicker der Stadt Penzberg (rotes Trikot) und des Penzberger Roche-Managements (blaues Trikot).

Roche-Fußball-WM in Penzberg: Jedes Tor zählte

Über 350 Roche-Mitarbeiter aus aller Welt kamen am Samstag zum Fußballspielen nach Penzberg -  zur Konzern-Fußballweltmeisterschaft. Und für die Penzberger „Allstars“ gab es einen 3:1-Sieg.

Pascual Martin war begeistert. „Die Organisation ist perfekt und der Platz ist sehr schön.“ Der Spanier war einer der Roche-Mitarbeiter, die für das „Roche Intersite Football Tournament“, kurz RIFT, eigens nach Penzberg eingeflogen waren, um im Nonnenwaldstadion gegen Kollegen aus den USA, Belgien, Ungarn oder der Schweiz anzutreten.

Seit 1978 gibt es das Turnier. Erstmals wurde es in Penzberg ausgetragen, und darauf waren die örtlichen Mitarbeiter dieses Standortes am Samstag mächtig stolz. Erstmals war es auch ein öffentliches Turnier. Zahlreiche Zuschauer verfolgten auf der Tribüne trotz Schwüle die Spiele der acht Frauen- und 16 Männerteams. Auch Elke und Beppi Mayer. Beide sind keine Roche-Mitarbeiter. Dafür aber fußballbegeistert. Und das, was die Betriebssportgruppen aus der Roche-Welt zeigten, fanden die beiden Penzberger teilweise ganz beachtlich. Vor allem die „Genentech“-Männer aus San Francisco fanden sie „spielerisch ganz toll“.

Die zwei Penzberger Roche-Männerteams ließen in dem Turnier – es dauerte zehn Stunden – den Gästen den Vortritt. Sie belegten am Ende Platz 10 und 14. Dafür mischten die Penzberger Roche-Frauen ihre Gegner auf – vor allem in der Vorrunde, die sie ungeschlagen, mit 18 Toren und ohne Gegentreffer beendeten. Am Ende mussten sie sich nur beim 0:3 im Finale gegen „Genentech“ geschlagen geben. Bei den Männern siegte das Team aus Mannheim.

Eine weitere Neuheit bei der Roche-WM: ein „Allstar-Spiel“. Vertreter der Stadt Penzberg traten gegen das örtliche Roche-Management an. Ohne Wertung im Turnier allerdings. Im roten Trikot der Stadt lief unter anderem Stadtratsmitglied Hardi Lenk auf. Warum? „Um die Ehre der Stadt zu verteidigen“, so die nicht ganz ernst gemeinte Antwort. Viel habe das städtische Team im Vorfeld für das Spiel geübt – allerdings mehr mental als praktisch, wie Rathaus-Geschäftsführer Roman Reis zugab, der eher Klarinette denn Fußball spielen kann, wie er ebenso einräumte. Wie gut, dass auch die kickenden Manager um Werkleiter Claus Haberda durch die Bank keine Super-Fußballer waren.

Beim Auflaufen zum Titelsong von „Fluch der Karibik“ machten beide Teams jedenfalls eine gute Figur. Doch wie das Spiel ausgehen würde, zeigte sich sehr bald. Schon nach fünf Minuten stand es 2:0 für die Stadt Penzberg. Vor allem deshalb, weil sich Bauhofleiter Christian Eberl – „der Mann in Orange“, so Moderator Hansi Kraus – als begnadeter Torhüter entpuppte. Nach 20 Minuten trennten sich die Teams mit einem 3:1 für die Stadt.

Wichtig war an dem Tag weniger der Titel, als eine möglichst hohe Tor-Zahl. Denn pro Treffer flossen zehn Euro in einen Spendentopf. Er werde unter den Kindergärten und Krippen in Penzberg „paritätisch geteilt“, so Werkleiter Haberda. Am Ende waren es um die 200 Tore in den über 60 Spielen. Dieser Benefizgedanke war für Pascual Martin auch ein wichtiger Grund, warum er den Flug von Barcelona am Freitag antrat, um bereits am Sonntagfrüh zurückzufliegen. „Und weil es dem Arbeitsklima gut tut, wenn man zusammen Fußball spielt.“

Text: Franziska Seliger

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