+
„Roche“ im  Nonnenwald wächst und wächst. Die Fertigstellung von fünf großen Bauvorhaben wird im Juli gefeiert. Die Stadt (im Hintergrund) und die ganze Region profitieren von der Entwicklung. 

Führungsspitze legte Zahlen vor

„Roche“ legte auch in Penzberg kräftig zu

„Roche Deutschland“ meldet für das Jahr 2016 ein starkes Wachstum. Dazu trug besonders der Standort Penzberg bei, im dortigen Werk sind mittlerweile 5788 Menschen beschäftigt.  Am Donnerstag legte die Führungsspitze der deutschen Tochter des Schweizer Biotech-Konzerns in Penzberg ihre Zahlen vor.

Die deutsche „Roche“-Führungsspitze jedenfalls war gestern zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr: (v.l.) Dr. Ursula Redeker (Sprecherin der Geschäftsführung) , Edgar Vieth (Personal-Geschäftsführer) und Werkleiter Claus Haberda.

„Es war ein gutes Jahr für Roche in Deutschland“, bilanzierte Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung von „Roche Diagnostics“. Sie sprach von einem „deutlichen Wachstum“. Die drei Sparten  legten beim Verkauf auf dem heimischen Markt gegenüber 2015 um sieben Prozent zu. Am Ende stand ein Umsatz von knapp über 2,7 Milliarden Euro zu Buche. Die Lieferung von Pharma-Produkten und Diagnostika innerhalb des Konzerns – diese werden in Penzberg und Mannheim entwickelt und hergestellt – erzielten 3,6 Milliarden Euro. Diese Erzeugnisse werden auf dem Weltmarkt vertrieben.

Eine Folge des Wachstums: Die Zahl der Beschäftigten an den deutschen Standorten Penzberg, Grenzach, Waiblingen, Berlin und in der Mannheimer Zentrale stieg auf 15 908 Mitarbeiter an. Von den 500 neuen Stellen wurden allein in Penzberg im vergangenen Jahr 230 geschaffen. Vom Personal her wuchs der oberbayerische Standort in Deutschland in jüngster Zeit am meisten, erklärte Personal-Geschäftsführer Edgar Vieth – in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent. Penzberg, betonte der oberste Personalchef, „geht einen sehr guten Weg“.

Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Produktion würden die Standorte gestärkt, hieß es gestern. Laut „Roche“ wurde 2016 in Deutschland eine Rekordsumme von 703 Millionen Euro investiert. „Roche“ investiert heuer weiter. Die Konzern-Gruppe gibt vor allem im Biotechnologie-Zentrum Penzberg kräftig aus: Rund 600 Millionen Euro umfasst der Werkausbau mit fünf Großprojekten. Es sei selten, dass ein Konzern in solcher Höhe und in so kurzer Zeit derart viel investiere, sagte Werkleiter Claus Haberda. Der dickste Brocken ist ein neuer Labor- und Bürokomplex inklusive Ausbildungs- Gesundheits- und Medizinzentrum für circa 119 Millionen Euro. Das mit seinen 32 Metern Höhe vom Volumen her mächtigste Gebäude im Nonnenwald, beheimatet Bayerns größtes Biotech-Ausbildungszentrum und wird als eines der modernsten in Deutschland gerühmt. Für 65 Millionen Euro wurde eine moderne Energieversorgung hingestellt, weitere 26 Millionen Euro flossen in die Erweiterung der Kläranlage. Viel Geld steckt der Konzern zudem in den Ausbau der Produktion von Pharma (330 Millionen Euro) und Diagnostik (51 Millionen Euro). Der Abschluss der Bauarbeiten erfolgt im Lauf des Jahres.

Am 5. Juli wird im Nonnenwald gefeiert. Aus logistischen Gründen werden die fünf Bauvorhaben zugleich eingeweiht. Angesagt haben sich Christoph Franz, Ex-„Lufthansa“-Chef und jetzt Präsident des „Roche“-Verwaltungsrats in Basel, Ministerpräsident Horst Seehofer und Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Die Politiker vor der Bundestagswahl unter einen Hut zu bringen, sei nicht leicht gewesen. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Warum es ausgerechnet in Weilheim ein WWF-Büro gibt
In Bayern gibt es nur eine Außenstelle des WWF, eine der größten Natur- und Umweltschutzorganisationen weltweit. Warum dieses Büro seinen Sitz ausgerechnet in Weilheim …
Warum es ausgerechnet in Weilheim ein WWF-Büro gibt
Unwetter-Alarm für die Feuerwehren
Das Unwetter hat die Penzberger Feuerwehr in Atem gehalten. Im ganzen Stadtgebiet rückten die Helfer aus. 33 Aktive mit sieben Fahrzeugen waren fast drei Stunden im …
Unwetter-Alarm für die Feuerwehren
Karlstraße in Penzberg: Vollsperrung verlängert
Die Vollsperrung der Karlstraße in Penzberg auf Höhe des Schulzentrums wird voraussichtlich zwei Tage länger dauern als ursprünglich geplant.
Karlstraße in Penzberg: Vollsperrung verlängert
Vor 125 Jahren rührte sich was in der Stadt
Vor 125 Jahren berichtete die Weilheimer Zeitung über den Alltag in der Stadt: Einbrüche, Waldfeste und Werbung fürs Ammer-Bad beschäftigten die Menschen. Es rührte sich …
Vor 125 Jahren rührte sich was in der Stadt

Kommentare