1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Penzberg

Trotz Warnschild: Linienbus fährt voll ins Hochwasser

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Blick in den Bus: Der Mittelgang lief voller Wasser. © privat

Penzberg - 30 Fahrgäste erleben in Penzberg bei Maxkron in der Linie 374 Minuten der Angst. Als ihr Linienbus trotz Warnschildern auf einer überfluteten Straße einfach weiterfährt, dringt Wasser in den Mittelgang des Fahrzeuges.

Es war am vergangenen Montag. Als die Schülerin Mira S. (16) morgens um 7.30 Uhr in Beuerberg in den RVO-Bus der Linie 374 über Geretsried nach Penzberg stieg, ahnte sie noch nicht, wie nahe sie dem gefährlichen Hochwasser kommen wird. Mira S. wusste, dass die Lage bei Maxkron immer besonders heikel ist. Und dass ihr Schulweg mitten durch dieses Gebiet führt. Doch der Busfahrer ignorierte ihren Worten nach ein erstes Hochwasser-Warnschild und auch ein zweites, das kurz nach der Haltestelle „Schwaig“ stand.

null
Um den Bus herum war nur Wasser. © privat

„Nach kurzer Zeit lief der Mittelgang des Busses voll mit Wasser, etwa 30 Zentimeter hoch“, berichtet Mira S. Um den Bus herum sei überall nur Wasser gewesen. Schließlich erreichte der Bus einen Kieshügel, donnerte über diesen, wobei er kräftig aussetzte – und war im Trockenen. Mira S., die das Verhalten des Fahrers als „verantwortungslos einstuft“, weil er die Sicherheit seiner Fahrgäste aufs Spiel gesetzt hat“, hat inzwischen eine Beschwerde an den MVV und RVO geschrieben.

Land unter im Kreis Deggendorf

Der RVO hat gegenüber der Heimatzeitung Stellung bezogen. „Im Nachhinein betrachtet, wäre es besser gewesen, der Fahrer hätte die Fahrt abgebrochen“, sagt Veit Bodenschatz, Geschäftsführer des RVO in München. „Er hätte nicht in die Furt fahren dürfen“, so seine Einschätzung. Der Fahrer habe aber versichert, dass alle Räder seien immer am Boden gewesen seien und keine Gefahr für die Fahrgäste bestanden habe

Auch interessant

Kommentare