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Klaus Barthel (63) Ex-MdB: „Die Entscheidung, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu Parteivorsitzenden zu machen, halte ich für ein richtiges und wichtiges Signal. Die Mehrheit der Mitglieder hat wohl erkannt, dass sich etwas ändern muss, dass wir wieder mehr sozialdemokratisches Profil brauchen. Ich habe Walter-Borjans und Esken auch gewählt. Die Entscheidung, wie es mit der GroKo weitergeht, wird jetzt diskutiert. Meiner Ansicht nach ist es wichtig, die Revisionsklausel ernst zu nehmen, zu schauen, was haben wir aus den vergangenen zwei Jahren gelernt und wo gibt es Korrekturbedarf. Dazu haben sich unsere Vorsitzenden ja schon geäußert.“ kh 
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Hava Sirin (41) SPD-Stadtratskandidatin in Schongau: „Ich hoffe, dass es jetzt mit frischem Wind aufwärts geht und die SPD wieder den Standpunkt erreicht, den si e einmal hatte. Nämlich, dass die SPD wieder eine Volkspartei wird, der man gerne seine Stimme gibt. Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als neues Führungsduo sind gut. Schließlich hat die Mehrheit der SPD-Mitglieder so gewählt. Und es ist richtig, dass die Basis die Entscheidung getroffen hat. Wie es jetzt mit der SPD weitergeht – Stichwort Austritt aus der Groko –, muss man abwarten. Ich persönlich hoffe nach wie vor, dass die SPD bis zu den regulären Wahlen in der Groko bleibt.“  es
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Hans Mummert (72), Altbürgermeister in Penzberg und seit 1965 in der SPD: „Ob es mit der SPD wieder aufwärts geht, ist schwer abzuschätzen. Man muss den Parteitag am Wochenende abwarten: welche Signale die SPD aussendet und wie geschlossen sie weitermacht. Ich habe mich 2018 bei der SPD-Mitgliederbefragung für die Große Koalition ausgesprochen, dann aber feststellen müssen, dass die SPD abgestraft wurde. Es ist richtig, wenn Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans jetzt Forderungen stellen: beim Klimaschutz nachzulegen und den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob die SPD die Große Koalition fortsetzt.“  wos
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Dominik Streit (36), SPD-Kreisvorsitzender: Sagen wir mal so: Ich bin zufrieden, wie das Ergebnis zustande gekommen ist. Nun gilt es für alle SPD-Mitglieder, das Votum zu akzeptieren. Man muss abwarten, inwiefern Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans integrativ auf die einzelnen Strömungen der SPD wirken können. Dafür brauchen sie Zeit – in drei Wochen können auch die beiden keine Wunder wirken. Ich nehme selbst am Parteitag in Berlin am Wochenende teil und bin mir sicher, dass es dort nicht zu einem Beschluss kommt, schnell die Große Koalititon zu verlassen. Als Kreisvorsitzender habe ich darauf verzichtet, Einfluss auf die Mitglieder zu nehmen.  set
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Bernhard Kamhuber (60), SPD-Fraktionschef im Kreistag und Bürgermeister von Huglfing: „Ich gebe zu, dass ich schon bei der Vorentscheidung andere Favoriten als Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans hatte, denke aber positiv. Dass durch die Entscheidung der SPD-Mitglieder die Große Koalition beendet werden könnte, bezweifele ich. Allerdings wird es Gespräche mit der Union geben müssen, um unsere Ziele – höhere Investitionen, Klimaschutz und einen Mindestlohn von 12 Euro – umsetzen zu können. Ob es Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans gelingt, die SPD zu einen, liegt vor allem an der Partei selbst – sie muss es auch zulassen.“  set
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Petra Arneth-Mangano (60), SPD-Stadträtin in Weilheim: „Bei der ersten Abstimmung habe ich mitgemacht und Gesine Schwan und Ralf Stegner gewählt. Bei der zweiten Abstimmung wollte ich mich dann nicht für eines der beiden Duos entscheiden. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn abgestimmt wird und ich nehme das Ergebnis an. Ich gehe davon aus, dass sie die GroKo nicht auflösen. Klar ist das eine Zweckehe, aber es gibt noch wichtige Dinge für die Koalition zu erledigen. Es kommen schwerere Zeiten auf uns zu: Eine Wirtschaftskrise wird erwartet, wir haben eine Bildungsmisere, um zwei Dinge zu nennen. Der Koalitionsvertrag muss aber überarbeitet werden.“  kh
Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken
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Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken.

Vor dem Parteitag

Das sagen SPD-Mitglieder aus dem Landkreis Weilheim-Schongau zur neuen Doppelspitze ihrer Partei

Die Überraschung ist gelungen: Die SPD-Mitglieder haben sich mehrheitlich für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Doppelspitze ausgesprochen. Wir fragten SPDler aus der Region, wie sie die Entscheidung beurteilen.

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