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Geschlossen ist die Christkönigskirche.

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Schneelast führt zu Sperrungen in Penzberg

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Der Winter hat die Penzberger Region fest im Griff. Die Ausmaße sind auch bei Pfarrei, Kirche und Müllabfuhr spürbar. 

Penzberg – Schwer lastet der Schnee mittlerweile auf den Dächern. Die Pfarrei Christkönig zog am Donnerstagvormittag die Konsequenz. Sie schloss sowohl die Christkönigskirche als auch das benachbarte Pfarrzentrum mit dem großen Barbarasaal. Die Kirche bleibe „bis auf Weiteres geschlossen“, teilte Verwaltungsleiter Markus Crhak mit. Der Gottesdienst am Freitag entfällt. Die Gottesdienste am Samstag (18 Uhr) und Sonntag (9 und 10.30 Uhr) finden in der Kirche in Steigenberg statt. Das Pfarrzentrum ist laut Crhak zunächst bis einschließlich kommenden Mittwoch zu. „Alle dort geplanten Veranstaltungen müssen leider aufgrund der Schneeverhältnisse entfallen“, erklärte er. Auch die Mitarbeitertreffen am Freitag und Samstag.

Viele Schüler schafften es nicht in die Schule

Der Unterricht in den Penzberger Schulen fiel, wie überall im Landkreis, am Freitag aus. Doch bereits am Donnerstag schafften es viele Schüler nicht in den Unterricht – betroffen waren auswärtige Schüler, weil Regionalbusse und Züge nicht oder mit großer Verspätung fuhren. In der Realschule konnten 170 von über 500 Schülern nicht kommen. Im Gymnasium sei schätzungsweise die Hälfte der Schüler nicht da gewesen, sagte gestern der stellvertretende Schulleiter Karl-Wilhelm Steiner. „Die Situation ist schon sehr extrem.“ Er selbst habe in zwei zehnten Klassen einmal die Hälfte und im anderen Fall etwa 70 Prozent der Schüler vor sich gehabt. Aber auch Lehrerkollegen, so Steiner, schafften es nicht in die Schule: Etwa 20 von rund 100 Lehrern fehlten am Donnerstag. Auch bei der Mittelschule kamen „grob geschätzt“ 60 bis 70 der rund 300 Schüler aus der Umgebung nicht zum Unterricht, auch dort fehlten einige Lehrer. Der Ganztagsunterricht endete gestern bereits um 13 Uhr. Die private Montessori-Schule in Penzberg blieb schon am gestrigen Donnerstag geschlossen. „Wir haben ein viel größeres Einzugsgebiet“, sagte Geschäftsführer Michael Feder. Die Schüler kommen auch aus Murnau, Wolfratshausen und teilweise München.

Wegen der Schneemassen fiel in Penzberg gestern auch die Müllabfuhr (im Bezirk 4) aus. Die Müllmänner kämen nicht zu den – teilweise sogar von Schnee begrabenen – Mülltonnen, hieß es. Laut Erbenschwanger Abfallentsorger (EVA) sind die Straßen wegen der Schneeberge teilweise so eng, dass für die großen Fahrzeuge kein Durchkommen ist. Die Stadt teilte dazu mit, dass aller Voraussicht nach auch am heutigen Freitag eine Abholung (im Bezirk 5) nicht möglich sei. Die EVA will eigenen Angaben zufolge die Abfuhr, so bald möglich, nachholen. Sie empfiehlt, die Tonnen vorerst draußen stehen zu lassen.

Schneelast bisher noch nicht problematisch

Bereits seit Dienstag ist, wie berichtet, das Penzberger Wellenbad geschlossen. Zunächst soll dies laut Stadt bis Montag gelten. Die Turnhallen bleiben dagegen vorerst offen. Die neue Landkreis-Sporthalle an der Birkenstraße ist ohnehin nach den neuen Schneelast-Vorgaben (seit dem Unglück von Bad Reichenhall) gebaut. Aber auch bei der älteren Sporthalle neben dem Wellenbad stelle die Schneelast auf den Dächern noch kein Problem dar, erklärte Stadtbaumeister Justus Klement gestern. Die Situation werde aber beobachtet. Das gilt ebenso für die Turnhallen bei der Bürgermeister-Prandl-Schule, wo aber schon über eine Sperrung nachgedacht wurde. Laut Klement werden auch andere städtische Gebäude beobachtet. Bei der derzeit ungenutzten Halle am Josef-Boos-Platz musste stellenweise der Schnee vom Dach geräumt werden. Problematisch wird es vor allem dann, wenn schwerer, nasser Schnee auf dem Dach liegt.

Schwerstarbeit leistet derzeit der Winterdienst. Bauhofleiter Christian Eberl schätzte am frühen Donnerstagnachmittag die Schneehöhe auf mindestens 60 bis 70 Zentimeter. Seither schneite es fast ununterbrochen weiter. Ab drei Uhr früh war der städtische Bauhof am Donnerstag im Dauereinsatz. Der Bauhof versuchte mit sieben Fahrzeugen, zwei Großfräsen und sieben Trupps mit Schaufeln, unterstützt von 17 Fahrzeugen von beauftragten Firmen, der Schneemassen Herr zu werden.

Liegen gebliebene Lkw und Verkehrsunfälle beschäftigen Polizei und Feuerwehr

Unter der Schneelast biegen sich auch die Bäume. Die Penzberger Feuerwehr musste am Donnerstagmorgen an der Bichler Straße im Bereich des Ortsausgangs Bäume herunterschneiden, weil sie auf die Straße zu fallen drohten. Die Penzberger Polizei berichtete gestern von sieben Verkehrsunfällen aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse, die sich zwischen Mittwochmorgen und Donnerstagmorgen ereignet hatten. Dabei wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei aber auf 25 000 Euro. Lkw blieben zudem liegen. Auch Pkw-Fahrer hatten auf Nebenstrecken ihre Mühe. Feuerwehr, Polizei und BRK haben dafür Schneeketten parat. Polizeichef Jan Pfeil: „Wir kommen überall hin.“

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