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Daniel Blank (2.v.r.) will sich aktiv ins politische Geschehen Penzbergs einmischen. 

Schon im ersten Quartal

FPD will in Penzberg wieder Ortsverband gründen

In Penzberg soll ein FDP-Ortsverband gegründet werden – und er will schon bei der Kommunalwahl 2020 mitmischen. Mit dieser Neuigkeit wartete die Landkreis-FDP bei ihrem Dreikönigstreffen am gestrigen Sonntag auf.

Penzberg Schon vor etlichen Jahren gab es in Penzberg einen FDP-Ortsverband, doch wurde er mangels Mitgliedern aufgelöst, wie Daniel Blank im „Café Extra“ auf „Gut Hub“ den rund 15 Gästen erläuterte. Anwesend waren neben dem FDP-Kreisvorsitzenden Klaus Breil auch der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Albert Duin.

Blank ist der Mann, der den Ortsverband wiederbeleben soll. Der 38-jährige Marketingberater ist mit seiner Familie vor knapp zwei Jahren aus München nach Penzberg gezogen. Bisher sei er noch nicht politisch aktiv gewesen, so der dreifache Familienvater. In Penzberg wolle er nun aber etwas bewegen und „liberale Ideen in die kommunale Politik bringen“. An Themen mangele es nicht. Als Beispiele nannte Blank die unsichere Situation der Firma HAP, die Wohnsituation in der Stadt und die Zukunft des Edeka-Areals. Außerdem gelte es, die Busverbindung in Ost-West-Richtung zu verbessern. Mehr ins Detail wollte Blank nicht gehen, da der Wahlkampf noch nicht begonnen habe.

An dem solle die Penzberger FDP aber aktiv teilnehmen, betonte Kreisrat Breil. Noch im ersten  Quartal solle der Ortsverein gegründet werden. Die dafür notwendige Mindestzahl von fünf Mitgliedern habe man auf jeden Fall beisammen. Mit einer eigenen Liste oder als Listenverbindung solle die Ortsgruppe dann bei der Kommunalwahl dabei sein. Breils Ziel: zwei Sitze im Stadtrat.

Ob die Penzberger FDP dann auch einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt, da wollte sich Blank gestern noch nicht festlegen: „Dafür ist es noch zu früh.“

Keinesfalls bei der FPD mitmischen will Markus Bocksberger. Der Wirt des „Café Extra“ war Parteiloser in der SPD-Stadtratsfraktion und ist vor kurzem aus dieser ausgetreten. Damals hatte er erklärt, als Bürgermeisterkandidat für die SPD bereitzustehen. Am Rande des gestrigen Treffens betonte Bocksberger, er werde nicht für eine andere einzelne Partei antreten. Außerdem werde er nicht mehr für den Stadtrat kandidieren, wenn Elke Zehetner wieder als Bürgermeisterkandidatin antritt.

Duin sprach über drängende Anforderungen auf Landesebene; unter anderem forderte er mehr Anstrengungen zum Ausbau der Infrastruktur in der Fläche. Duin kritisierte die überbordende Bürokratie im Freistaat als Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung und forderte, die FDP müsse im Landtag ein stärkeres wirtschaftspolitisches Profil bekommen. Hinsichtlich der Kommunalwahl sagte er: „Wir werden sehr viel stärker werden müssen.“

Franziska Seliger

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