Aussendung der Penzberger Sternsinger: Anders als 2018, als dieses Bild entstand, dürfen die Sternsinger heuer nicht von Haus zu Haus ziehen.
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Aussendung der Penzberger Sternsinger: Anders als 2018, als dieses Bild entstand, dürfen die Sternsinger heuer nicht von Haus zu Haus ziehen.

Tütchen mit Weihrauch und Co.

Kreative Sternsinger: In Penzberg gibt es den Segen zum Abholen

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Kreativ sind die Penzberger Sternsinger. Wegen der Corona-Pandemie können sie zwar nicht von Tür zu Tür ziehen. Man kann sich diesmal aber den Segen bei ihnen abholen - zum Beispiel auf dem Stadtplatz.

Penzberg – In den ersten Tagen des neuen Jahres von Haus zu Haus ziehen und den Segen an die Haustüren schreiben: Diese Tradition können die Sternsinger wegen der Corona-Pandemie und den geltenden Beschränkungen zu diesem Jahreswechsel nicht ausüben. In Penzberg aber sind Kaspar, Melchior, Balthasar und ihr Team erfinderisch geworden: Weil die Heiligen drei Könige den Segen heuer nicht zu den Menschen nach Hause bringen können, sollen sich die Penzberger ihren Segen einfach abholen, erläutert Britta Bachus, die Jugendreferentin der Pfarrei Christkönig. Die Aktion stehe unter dem Motto: „Segen holen – Segen sein“.

Sternsinger: Segenstütchen gibt es am Stadtplatz

In den beiden katholischen Kirchen sowie auf dem Stadtplatz können sich die Menschen ab Silvester ein so genanntes Segenstütchen abholen. „Darin befindet sich geweihte Kohle und Weihrauch zum selber Räuchern sowie ein Stück Kreide“, erläutert Bachus. Auf dem Stadtplatz werden auch zwei Sternsinger – wegen der Kontaktbeschränkungen dürfen es nicht die üblichen drei sein – anwesend sein. Außerdem, so Bachus, werde eine Stellwand darüber informieren, für was die bei der Aktion eingenommenen Spenden heuer verwendet werden sollen. Wie Bachus sagt, gehe das Geld an das Kindermissionswerk, das damit jungen Menschen in der Ukraine helfen will. Bachus betont aber: „Man darf etwas spenden. Aber der Segen ist nicht an die Spende gebunden.“

Diese Segenstütchen sind übrigens keine ganz neue Erfindung. Wie Bachus sagt, haben sie bereits in den Vorjahren in den Kirchen ausgelegen für die Menschen, die den Besuch der Sternsinger verpasst hatten.

Zusätzlich zu diesen Tütchen könnten sich die Penzberger dieses Mal in verschiedenen Geschäften Aufkleber mit dem Segen „20 CMB 21“ für ihre Haustüren abholen.

Sternsinger: „Wir wollen nicht, dass es ausfällt“

Wegen der Corona-Pandemie sei es den Sternsingern heuer zwar verboten worden, von Haus zu Haus zu gehen, so Bachus. „Wir wollten nicht, dass es ausfällt. Wir wollten es aber auch nicht halbscharig ersetzen“, erläutert sie die Überlegungen von sich und ihren Mitstreitern von der katholischen Jugend. Ihnen allen sei es wichtig gewesen, dass der Segen auch heuer in die Häuser gelangt.

Penzberger Sternsinger: Hier gibt es die Segenstütchen und Aufkleber.

Hier kann man sich die Segenstütchen oder die Aufkleber abholen: Donnerstag, 31. Dezember (Silvester): Stadtplatz; 8 bis 12 Uhr. Freitag, 1. Januar (Neujahr): Gottesdienst in der Christkönigkirche; 18 Uhr. Samstag, 2., bis Sonntag, 10. Januar: Christkönigkirche und Kirche „Unsere liebe Frau von Wladimir“. Ab Montag, 4. Januar: Bäckerei Ahammer (Bahnhofstraße 26); Bäckerei Eberl (Sindelsdorfer Straße 25 und Friedrich-Ebert-Straße 9); Loisachtaler Bauernladen (Christianstraße 6-8 und Friedrich-Ebert-Straße 9A); Metzgerei Schmid (Reindl 3); Reformhaus Vitalia (Ludwig-März-Straße 3). Mittwoch, 6. Januar: Gottesdienst in der Kirche „Unsere Liebe Frau von Wladimir“; 10.30 Uhr.

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