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Auch Thema im Stadtrat: Die Zukunft des AWO-Seniorenwohnheims an der Gartenstraße.

Seniorenbetreuung in Penzberg

Altes Thema, neuer Ansatz

Penzberg - Das Thema ist nicht neu: Aber jetzt berät der Stadtrat konkret über die Zukunft der Senioren-Betreuung in Penzberg - und zwar schon im Januar.

Der Stadtrat soll gleich am Jahresanfang darüber beraten, wie es in Penzberg mit der Betreuung der älteren Generation weitergeht. Dies bestätigte Bürgermeisterin Elke Zehetner. Derzeit berate der AWO-Bezirksverband darüber, wie die Zukunft mit dem Seniorenzentrum an der Gartenstraße ausschauen könnte. Die Optionen: einen Anbau an der Gartenstraße zu errichten oder aber gleich ein drittes Seniorenheim zu bauen.

Beim AWO-Seniorenzentrum besteht laut Zehetner demnächst Handlungsbedarf, da dieses nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht – sowohl baulich als auch hinsichtlich vorhandener Betreuungsformen. „Wir wollen eine Seniorenbetreuung, die zu diesem Jahrhundert passt“, sagt die Rathauschefin. So solle zum Beispiel eine Lösung für ältere Menschen geschaffen werden, die zwar keine Pflegestufe haben, jedoch beispielsweise einen Partner, der als Pflegefall in einem Seniorenheim versorgt wird. Denn um in einem der beiden Penzberger Seniorenheime wohnen zu dürfen – sowohl im AWO-Seniorenzentrum als auch im Altenheim „Steigenberger Hof“ – ist eine Pflegestufe erforderlich. Daher solle für Penzberg künftig auch eine Tagesbetreuung und Kurzzeitpflege geschaffen werden. Reagieren muss die Stadt bei ihrem Seniorenzentrum an der Gartenstraße, dass die AWO betreibt, auch, weil sich die gesetzlichen Anforderungen ändern, die Frist läuft bis 2019. So müssen die Zimmer zum Beispiel eine bestimmte Größe aufweisen.

Um einen Einblick in andere Varianten der Betreuung zu gewinnen, unternahm  eine Delegation aus Seniorenbeirat, Bürgermeisterin, stellvertretender Landrätin Regina Bartusch, Stadtverwaltung und Stadtrat eine Infofahrt zu Seniorenwohnheimen in Sinzing, Burgweinting und Dießen. Die Fahrt war auf Vorschlag des Penzberger Seniorenbeirats organisiert worden. Das Gremium hatte zuvor über die Seniorenbetreuung und den Bau eines neu konzipierten Seniorenheims im Zentrum der Stadt diskutiert. In einem Antrag an den Stadtrat sprach es sich für ein gut durchdachtes Gesamtkonzept aus Pflegebereich, betreutem Wohnen, Tages- und Kurzzeitpflege sowie geschütztem Bereich für demente Bewohner aus.

Vor kurzem war dies erneut Thema in der Seniorenbeiratssitzung  gewesen. Dort betonte auch der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Paul Herdrich, dass in Penzberg bislang nur Personen mit Pflegestufe Chance auf einen Platz im Seniorenheim hätten – und deshalb Handlungsbedarf bestehe. Herdrich: „Das ist ein harter Brocken, den der Stadtrat da vor sich hat.“

Julia Mähler

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