Wer zieht am 1. Oktober als Betreiber in das Seniorenheim ein? Die Frage ist noch offen.

Streit um Betreiber

Seniorenheim Penzberg: Novita setzt Stadt Frist

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Im Streit um das Penzberger Seniorenheim lässt die Novita-Stiftung die Muskeln spielen: Bis Freitag will sie Klarheit beim Pachtvertrag. Sonst drohen rechtliche Schritte.

Penzberg – Die Novita-Stiftung will unbedingt das Penzberger Seniorenheims an der Gartenstraße betreiben: Die Hohenwarter Stiftung ließ ihren Anwalt am Mittwoch ein entsprechendes Fax an die Stadt sowie an die Münchner Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS) als Besitzer der Immobilie versenden. Man habe beiden Adressaten eine Frist bis Freitag, 14. September, 12 Uhr, gesetzt, „um sich zu erklären und uns den versprochenen Pachtvertrag auszustellen“, sagt Novita-Geschäftsführer Christoph Hofmann der Heimatzeitung.

Die Novita beharrt weiter darauf, mit der AWO Oberbayern eine gültige Vereinbarung über die Übernahme geschlossen zu habe. Der Wohlfahrtsverband ist noch bis 30. September Betreiber der Einrichtung. Er wurde von der Stadt schriftlich ermächtigt, seinen Nachfolger zu suchen – die Wahl fiel auf Novita. Kurz darauf verkaufte jedoch die Kommune ihr Heim samt Grundstück an die Thomas-Wimmer-Stiftung – diese möchte die AWO München-Stadt als Betreiber. Zwei Gespräche zwischen den beiden Stiftungen über einen zumindest vierjährigen Pachtvertrag für die Novita sind geplatzt.

Deren Chef Hofmann verlangt den gleichen Pachtvertrag, den seine Vorgängerin mit der Stadt geschlossen hatte – unter anderem mit vier Jahre Laufzeit und der Verpflichtung, die Einrichtung als „Pflegeheim der Stadt Penzberg“ zu führen. Geht laut Hofmann bis Freitagmittag keine Reaktion ein, „die uns zufriedenstellt“, werde man eine einstweilige Verfügung auf Betriebsübernahme zum 1. Oktober beantragen. Novita bereitet eine Übernahme weiter vor: Am Tag des Fristablaufs weilt Hofmann zur Mitarbeiterschulung in Penzberg. Auch die EDV sei bereits umgestellt.

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