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Novita: Neues Schild beim Seniorenzentrum in Penzberg.

Seniorenzentrum in Penzberg

Ein symbolischer Schlüssel für Novita - der Wechsel ist vollzogen

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Das neue Novita-Schild hängt bereits am Eingang des Seniorenzentrums in Penzberg. Am Montag fand an der Gartenstraße die symbolische Schlüsselübergabe statt, nachdem das Langericht München II am Freitag den Weg freigemacht hatte. Novita erklärte am Montag, der seit April – wegen der Unsicherheit – geltende Belegungsstopp sei beendet.

Penzberg – Erleichterung spiegelte sich auf den Gesichtern der Vertreter von AWO Oberbayern und Novita-Stiftung wider, als sie sich am Montag in der Früh zur symbolischen Schlüsselübergabe trafen. „Ich wünsche mir, dass jetzt Ruhe einkehrt“, sagte Novita-Co-Geschäftsführer Lorenz Weichselbaumer. Wer nicht anwesend war: ein Vertreter der Thomas-Wimmer-Stiftung, die das Haus von der Stadt vor kurzem gekauft hat (es fehlt allerdings noch der Grundbucheintrag) und die die Novita-Stiftung als Betreiberin verhindern wollte.

Novita betreibt jetzt zwar das Altenheim. Ein Miet- oder Pachtvertrag mit der Thomas-Wimmer-Stiftung gibt es aber noch nicht. „Es ist momentan eine unklare Situation“, sagte Weichselbaumer auf Nachfrage. Zumal die Thomas-Wimmer-Stiftung erst mit dem Grundbucheintrag Eigentümerin ist. „An wen sollen wir das Geld überweisen?“ Laut Weichselbaumer werden natürlich Rückstellungen gebildet, um die Miete dann eben später zu überweisen. Große Überraschungen über deren Höhe muss Novita allerdings nicht fürchten. In einer Vereinbarung heiße es, dass der neue Betreiber den Miet- oder Pachtvertrag zu gleichen Konditionen wie bisher erhalte, stellte gestern Michael Mauerer-Mollerus, Vizevorsitzender der AWO Oberbayern, klar.

Weichselbaumer sagte, dass Novita am Wochenende eine Klageschrift vorbereitet habe, um einen Pachtvertrag von der Thomas-Wimmer-Stiftung zu erhalten, und zwar über vier Jahre und ohne Duldung eines Umbaus. Beide Seiten treffen sich also nochmals vor Gericht. Wie berichtet, will Novita keinen Umbau, sondern einen Neubau, den auch die Stadt – bis zu ihrem Sinneswandel beim Altenheim-Verkauf – gefordert hatte. Er sei „definitiv nötig“, so Weichselbaumer. Ob in Penzberg oder der nahen Umgebung ließ er offen.

Der Novita-Geschäftsführer erklärte auch, dass der Belegungsstopp, den die AWO Oberbayern wegen der unsicheren Situation verhängt hatte, aufgehoben sei. Bis zu drei neue Bewohner würden pro Woche aufgenommen. Derzeit sind es 82, die Kapazität liege bei 110. Ihm zufolge werden zudem 100 der 103 Vollzeit- und Teilzeitmitarbeiter weiter im Haus arbeiten. Dies geschehe unter den gleichen Konditionen wie bisher, hieß es, und zwar bis ein allgemein verbindlicher bundesweiter Tarif kommt,

Zu den drei Mitarbeitern, die nicht mehr im Haus sind, gehört der bisherige Leiter Thomas Redel, der im April 2017 Nachfolger von Monika Beissert wurde. Er übernimmt die Leitung des AWO-Altenheims in Benediktbeuern. Neuer Leiter des Penzberger Hauses ist der 37-jährige Michael Zimmermann aus Dettenschwang nahe dem Ammersee. Er war seit 2015 Pflegedienstleiter. Das Leitungsteam komplettieren der neue Pflegedienstleiter Jürgen Rabej, Sozialdienstleiterin Regina Schmitz und Hauswirtschaftsleiterin Iris Schale-Girgner. Zimmermann sagte, dass es auch weiterhin einen Betriebsrat geben werde.

Mauerer-Mollerus von der AWO Oberbayern brach gestern noch einmal eine Lanze für Novita. Man habe den richtigen Betreiber ausgesucht, sagte er. Über die AWO München sagte er auf Nachfrage, sie sei schon vor dem Bieterverfahren ausgestiegen, womöglich weil es schon Gespräche über einen Kauf durch die Thomas-Wimmer-Stiftung gab. Das früher „kein besonders harmonisches Verhältnis“ auf Geschäftsführer-Ebene bestand, bestätigte er. Es wird, so Mauerer-Mollerus, „sicher eine Nacharbeit der Situation auf Verbandsebene geben“.

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