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Das AWO-Schild verschwindet bald. Am 30. September ist für den Bezirksverband Schluss an der Gartenstraße.

Einigung erzielt

Seniorenzentrum Penzberg: AWO betreibt es noch bis 30. September

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Das Seniorenzentrum der Stadt Penzberg wird von der AWO noch bis 30. September geführt. Darauf verständigten sich beide Seiten. Dies erfuhren nun Mitarbeiter und Bewohner.

Penzberg – Kurz vor Ostern hatten Stadt und AWO-Bezirksverband die Verhandlungen über den Verkauf des städtischen Seniorenzentrums an den Sozialverband für beendet erklärt. Stadtkämmerer Johann Blank teilte damals mit, dass sich die Kommune nach einem neuen Betreiber umschauen wird. Beide Seiten verständigten sich darauf, dass die AWO das Haus mit 98 Bewohnern sowie 110 Voll- und Teilzeitkräften zumindest bis zum 30. Mai weiterführt, um Zeit für die Auszugsgespräche zu haben. Die Stadt bot der AWO zudem einen „Verlängerungsbetreibervertrag“ an: Laufzeit bis 30. September plus Option bis 31. Dezember 2018.

Wie unsere Zeitung jetzt erfuhr, ging die AWO auf das erste Angebot ein: Der Bezirksverband bleibt bis 30. September Betreiber der Einrichtung. Dies bekamen Mitarbeiter, Bewohner und deren Angehörige am vergangenen Donnerstag im Seniorenheim mitgeteilt: Fast zwei Stunden lang informierten die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Cornelia Emili und der Bereichsleiter für die Einrichtungen, Michael Mauerer-Mollerus. Ebenfalls anwesend war Bürgermeisterin Elke Zehetner. Die Stadt war dazu eingeladen worden.

Bürgermeisterin Zehetner bestätigte der Heimatzeitung, dass der AWO-Bezirk das Seniorenheim noch bis Ende September betreibt. Diese Absprache habe Kämmerer Blank vergangene Woche in der Münchner AWO-Zentrale eingetütet. Das war es aber auch: Die Verlängerungsoption bis 31. Dezember sei „nicht mehr auf dem Tisch“, sagte Zehetner. Sie spricht trotzdem von „einem sehr schönen Erfolg“ und einem „gemeinsamen Weg in Frieden“ für weitere Vertragsauflösungsgespräche. „Die Stadt ist bestrebt, im Sinne der Mitarbeiter und Bewohner einen geregelten Übergang zu gewährleisten.“ Zehetner zufolge verliefen die Gespräche „sehr konstruktiv und wirklich vertrauensvoll“.

Die Kommune sucht jetzt einen neuen Betreiber. Laut Zehetner haben bereits verschiedene Interessenten vorgesprochen. Noch für diesen Donnerstag, 19. April, hat sie außerdem Vertreter des AWO-Ortsvereins und des Seniorenbeirats ins Rathaus eingeladen. Dort will sie über den Stand der Dinge und über mögliche Szenarien informieren. Den Ortsverein hole man bewusst vor der Stadtratssitzung am kommenden Dienstag ins Boot, betonte Zehetner, „um vorab die Situation zu klären“.

In der Sitzung am Dienstag, 24. April, wolle die Verwaltung „dem Stadtrat die Varianten unterbreiten“ – Details nennt Zehetner nicht. Es ist aber kein Geheimnis, dass im Rathaus ein neues Seniorenzentrum auf dem zentral gelegenen alten Schlachthof-Gelände an der Karlstraße favorisiert wird. Das 7335 Quadratmeter große Areal an der Gartenstraße könnte dann für Wohnbau genutzt werden.

An der Gartenstraße sind derweil die AWO-Mitarbeiter „ganz locker“, wie Betriebsratsvorsitzende Ursula Blöth sagte. „Alles ist noch in Ordnung.“ Allerdings hätte es sich die Arbeitnehmervertretung gewünscht, dass der AWO-Betrieb wie bisher weiter geht. Dafür hatte der Betriebsrat im Februar 2017 immerhin 745 Unterschriften gesammelt.

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