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Sieben Nominierte für den Kulturpreis

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Von: Wolfgang Schörner

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Die Skulptur wird für den Penzberger Kulturpreis verliehen
Der Penzberger Kulturpreis: Seit 1999 wird die Skulptur verliehen – erst jährlich, später im zweijährigen Turnus. © Schörner Wolfgang/Archiv

Im Herbst soll in Penzberg zum 14. Mal der städtische Kulturpreis verliehen werden. Ende Juni und Anfang Juli waren zwei Parteien und eine Wählergruppe vorgeprescht und hatten ihre Nominierungen bekannt gemacht – was unüblich ist. Es gibt aber sehr viel mehr Vorschläge, die im Rathaus eingegangen sind: Insgesamt sind es sieben.

Penzberg – In den vergangenen zwei Jahrzehnten waren die Kulturpreis-Vorschläge, die im Rathaus eingereicht wurden, ein Geheimnis. Wer eine Person nominierte, behielt das für sich. Hinter verschlossenen Türen tagte auch das Stadtratsgremium, das aus den Nominierten den Kulturpreisträger auswählte. Am Ende stand ein Name: der des Preisträgers. Wer sonst noch nominiert war und wie das Abstimmungsergebnis ausfiel, blieb geheim.

Heuer lief es anders: Ende Juni gab die CSU in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie ihr ehemaliges Stadtratsmitglied, den Historiker und Verfasser der neuen Penzberger Stadtchronik, Reinhard Heydenreuter, für den Kulturpreis 2020 nominiert hat. Vier Tage später reagierte die SPD-Fraktion und gab bekannt, dass sie das ehemalige Grünen-Stadtratsmitglied Johannes Bauer vorschlägt, der Gründungsmitglied mehrerer Kulturvereine ist und seit vielen Jahren zur Adventszeit die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thomas vorliest.

Einen Tag später folgte die Fraktion von „Penzberg miteinander“ mit einer Mitteilung, dass sie die Campendonk-Expertin Gisela Geiger nominiert hat, einst Museumsleiterin und Mitbegründerin des „Kunstzeche“-Vereins.

Kulturpreis: Nominierungsphase ist beendet - Insgesamt sieben Vorschläge eingereicht worden

Die Nominierungsphase ist mittlerweile abgeschlossen. Vorschläge konnten bis Ende Juli im Rathaus eingereicht werden. Bei den drei Nominierten ist es allerdings nicht geblieben. Insgesamt seien sieben Personen für die Auszeichnung vorgeschlagen worden wie es auf Nachfrage im Rathaus heißt. Die Stadtverwaltung nennt – um quasi eine Gleichbehandlung herzustellen – auch die Namen der vier übrigen Nominierten. Es sind Johannes Meyer, Thomas Sendl, Katrin Fügener und Franz Löhner. Wer die vier Vorschläge eingereicht hat, teilte das Rathaus nicht mit, auch nicht die Begründung.

Das sind die vier weiteren Nominierten

Johannes Meyer, einer der Vier, ist seit über 30 Jahren Leiter der Penzberger Musikschule. Nächstes Jahr geht er in Ruhestand. Meyer war außerdem Mitinitiator der „Ländlichen Konzerte“. Ebenso ist er Gründungsmitglied des „Kunstzeche“-Vereins sowie der Kulturfördergemeinschaft in Penzberg.

Thomas Sendl ist quasi Kulturmanager der Stadt. Als Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Tourismus – ironischerweise ist er auch für den Kulturpreis zuständig – organisierte er zuletzt die 100-Jahr-Feiern zur Stadterhebung. Sendl ist Vorsitzender der Kulturgemeinschaft. Bekannt ist er auch als Sänger: mit der Band „High Sierra“, beim Musical „Jesus Christ Superstar“ oder als er 2013 beim „Fest der 74 Nationen“ mit Michael Wiesner und Gerhard Prantl dem Lied „Weilst a Herz hast wia a Bergwerk“ einen Penzberger Text gab.

Katrin Fügener leitet seit 2011 die Penzberger Stadtbücherei. Bereits zuvor befasste sie sich intensiv mit der Penzberger Stadtgeschichte – aus ihrer Feder ist zum Beispiel das kleine Buch über den von den Nazis ermordeten Bürgermeister Hans Rummer. Ebenso arbeitete sie an der Ausstellung „eine Stadt – 74 Nationen“ mit. Sie initiierte und leitete zudem das „Café International“.

Verleihung soll im Herbst 2020 sein - wie ist aber noch unklar

Franz Löhner, der nicht mehr in Penzberg lebt, ist der Vierte im Bunde. Der Rentner war bekannt für seine Archäologie-Führungen und Geschichtswanderungen in der Penzberger Region. Als Autor hat er 1993 auch ein Buch über den Bau der Cheopspyramide geschrieben.

Verliehen werden soll der Kulturpreis 2020 im kommenden Herbst – in welcher Form ist laut Stadt wegen der Corona-Pandemie noch offen. Über den Preisträger wird zuvor wieder der Stadtrat entscheiden – hinter verschlossenen Türen.

Volksfestwirt Christian Fahrenschon versucht es in Penzberg mit einem erneuten Anlauf für ein Alternativ-Volksfest unter Corona-Bedingungen. Er hat bei der Stadt einen zweiten Antrag für einen Biergarten mit Freizeiteinrichtungen eingereicht.

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